ATP-Turnier in München

Murray erstmals im Sandplatz-Finale

SID
Samstag, 02.05.2015 | 17:04 Uhr
Andy Murray wurde seiner Favoritenrolle gerecht
© getty
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Der topgesetzte Weltranglistendritte Andy Murray steht beim ATP-Turnier in München zum ersten Mal in einem Finale auf Sand.

Nachdem er innerhalb weniger Stunden den Tschechen Lukas Rosol und den Spanier Roberto Bautista Agut besiegt hatte, greift der 27 Jahre alte Schotte am Sonntag (13.00 Uhr) nach dem 32. Titel seiner Karriere, 80.000 Dollar Siegprämie sowie einem BMW i8 im Wert 139.000 Dollar. Sein Finalgegner ist Philipp Kohlschreiber (Augsburg) oder Gerald Melzer (Österreich).

Wie alle Halbfinalisten musste Murray am Samstag im Einzel eine Doppelschicht einlegen, nachdem am Tag zuvor wegen Regens kein Match bei den BMW Open hatte ausgetragen werden können. In der Frühschicht hatte er zunächst Rosol nach einigen verbalen Auseinandersetzungen mit 4:6, 6:3, 6:2 besiegt.

"Ich bin jetzt müde"

Gut viereinhalb Stunden später gewann er dann in seinem mittlerweile sechsten Halbfinale auf Sand gegen den an Nummer drei gesetzten Bautista Agut mit 6:4, 6:4. "Ich bin jetzt schon ein bisschen müde", sagte er nach seinem Einzug ins Endspiel.

Murray erwischte gegen Bautista einen miserablen Start, hätte beinahe 0:4 zurückgelegen, fing sich dann jedoch, gewann fünf Spiele in Serie und gleich darauf den ersten Satz. Dennoch war die Begegnung eine zähe Angelegenheit, erst nach 1:34 Stunden verwandelte der Olympiasieger von 2012 und Wimbledonsieger von 2013 schließlich seinen ersten Matchball. "Es war ein enges und schwieriges Match für mich", sagte er. Anschließend stand noch sein Halbfinale im Doppel auf dem Programm.

Im Viertelfinale am Vormittag gegen Rosol hatte Murray im ersten Satz schon mit 4:1 geführt, dann aber zwischenzeitlich den Faden verloren. Nach dem ersten Satz diskutierte er zudem mit dem Stuhlschiedsrichter, sogar Oberschiedsrichter Gerry Armstrong erschien auf dem Platz, weil Murray sich bei einem Seitenwechsel von Rosol provoziert gefühlt hatte. Später blaffte er den Tschechen an: "Keiner auf der Tour mag dich, jeder hasst dich."

Die ATP-Tour in der Übersicht

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