Sonntag, 19.04.2015

Fed-Cup-Halbfinale gegen Russland

Petkovic verkürzt nach Gala auf 1:2

Dank einer ganz starken Vorstellung hat Andrea Petkovic die Hoffnungen des deutschen Fed-Cup-Teams auf den zweiten Endspiel-Einzug in Folge am Leben gehalten. Die Weltranglistenelfte aus Darmstadt besiegte im Spitzeneinzel des Halbfinals gegen Gastgeber Russland in Sotschi Swetlana Kusnezowa mit 6:2, 6:1.

Andrea Petkovic machte mit Svetlana Kusnezowa kurzen Prozess
© getty
Andrea Petkovic machte mit Svetlana Kusnezowa kurzen Prozess

Vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach verkürzte Petkovic den Rückstand des DTB-Quartetts damit auf 1:2.

"Ich war so im Tunnel, ich hab gar nix mehr gemerkt", sagte eine strahlende Petkovic bei SAT.1 Gold: "Das ist genau die Art, wie ich in Zukunft spielen werde, wir gewinnen das heute noch, da bin ich ganz sicher." Sie sei körperlich "so drüber" gewesen, "ich habe gezittert, aber das ist mir alles egal. Danach lege ich mich dann wahrscheinlich fünf Tage in die Badewanne."

Auch Bach war von der 27-Jährigen begeistert. "Was Andrea geleistet hat, ist unglaublich. Sie ist eine großartige Athletin, wie sie immer wieder nach schweren Verletzungen zurückkommt, das macht die großen Stars aus", sagte der 61-Jährige bei SAT.1 Gold.

Am Sonntagmittag hatte im vierten Einzel Charleston-Gewinnerin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 14) die Chance, mit einem Sieg gegen Anastasia Pawljuschenkowa (Nr. 38) auszugleichen. Die Entscheidung würde dann im abschließenden Doppel am Nachmittag fallen.

Hochkonzentrierter Beginn

Petkovic wirkte vor 3500 Zuschauern in der Adler Arena hochkonzentriert und ging schnell mit 3:0 in Führung. Die deutsche Nummer eins setzte Kusnezowa (Nr. 24) mit ihren platzierten Grundlinienschlägen unter Druck und erlaubte sich kaum eigene Fehler. Nach 41 Minuten holte sich Petkovic den ersten Satz - symptomatisch mit einem Vorhand-Winner.

Auch danach ließ die French-Open-Halbfinalistin nicht nach und nahm der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin Kusnezowa den Aufschlag zum 3:1 ab. Den zweiten Matchball verwandelte "Petko" dann nach 1:21 Stunden.

Teamchefin Barbara Rittner hatte am Samstag die reisestressgeplagten Petkovic und Kerber geschont und dafür Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 19) sowie Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 63) aufgeboten. Beide verloren aber ihre Einzel.

Noch nie in der Fed-Cup-Geschichte hat eine DTB-Auswahl einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Tag aufgeholt.

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