Sonntag, 08.03.2015

Davis-Cup in Frankfurt

Struff gewinnt letztes Spiel

Jan-Lennard Struff hat das unbedeutende abschließende Einzel im Erstrundenspiel der deutschen Davis-Cup-Mannschaft gegen Frankreich in Frankfurt/Main gewonnen. Damit unterlag das DTB-Team beim Debüt von Kapitän Michael Kohlmann dem Vorjahresfinalisten mit 2:3.

Trotz Struff-Sieg unterliegt das DTB-Team gegen Frankreich 2 zu 3
© getty
Trotz Struff-Sieg unterliegt das DTB-Team gegen Frankreich 2 zu 3

Der Weltranglisten-74. Struff (Warstein) zeigte in seinem zweiten Davis-Cup-Einzel erneut eine starke Leistung und besiegte Nicolas Mahut mit 7:6 (8:6), 6:3. Nach 1:22 Stunden verwandelte der 1,96 Meter große Warsteiner (13 Asse), der bärenstark aufschlug, seinen zweiten Matchball.

Zuvor hatte der Augsburger Philipp Kohlschreiber (ATP-Nr. 28) beim 7:6 (7:5), 6:4 im Spitzeneinzel gegen Gilles Simon, Nummer 14 des ATP-Rankings, den ersten deutschen Punkt im Duell mit dem neunmaligen Cupsieger geholt.

Spiel war bedeutungslos

Der 24-jährige Struff hatte am Freitag bei seinem Debüt denkbar unglücklich in fünf Sätzen gegen Marseille-Gewinner Simon verloren. Kohlschreiber hatte sich im Anschluss Gael Monfils in drei Durchgängen geschlagen geben müssen. Das Doppel Benjamin Becker/Andre Begemann (Lemgo/Orscholz) hatte am Samstag gegen Julien Benneteau/Mahut klar mit 4:6, 3:6, 2:6 den Kürzeren gezogen und damit die vorzeitige Niederlage besiegelt.

"Wir müssen das insgesamt positive Gefühl dieser ganzen Woche mitnehmen, auch wenn wir verloren haben. Wir hatten eine super Stimmung", sagte Arriens-Nachfolger Kohlmann und fügte fast trotzig hinzu: "Das ist erst der Start gewesen."

Die deutsche Auswahl muss nun vom 18. bis 20. September 2015 in die Relegations-Playoffs um den Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten 16 Mannschaften. Wer der Gegner sein wird, entscheidet sich bei der Auslosung am 21. Juli.

Sechs Viertelfinalisten stehen fest

Die Tennisteams aus Kasachstan, Australien, Großbritannien und Belgien haben das Viertelfinale in der Davis-Cup-Weltgruppe erreicht, dagegen ist Titelverteidiger Schweiz ohne seine Grand-Slam-Gewinner Roger Federer und Stan Wawrinka ausgeschieden.

Die Eidgenossen unterlagen in Lüttich gegen Gastgeber Belgien mit 2:3. Den entscheidenden dritten Punkt für die Hausherren holte Daid Goffin im Schlusseinzel gegen Adrien Bossel.

Kasachstan gewann nach einem 1:2-Rückstand gegen Italien noch mit 3:2, Australien siegte 3:1 in Tschechien. In der nächsten Runde treffen die beiden Mannschaften aufeinander, Australien hat Heimrecht.

Großbritannien setzte sich wie im Vorjahr in der ersten Runde gegen Davis-Cup-Rekordgewinner USA durch. Den entscheidenden dritten Punkt zum 3:2-Sieg holte der frühere Wimbledonsieger Andy Murray mit einem Dreisatzsieg gegen John Isner. Die Briten hatten bereits am Freitag mit 2:0 geführt, ehe die Bryan-Brüder das US-Team mit einem umkämpften Fünf-Satz-Sieg am Samstag im Doppel im Wettbewerb hielten. Die USA müssen nun ebenso wie Deutschland in der Relegation um den Klassenerhalt in der Weltgruppe kämpfen.

Kanada und Japan stehen noch aus

Damit sind sechs der acht Viertelfinalplätze vergeben. Zuvor hatten Vorjahresfinalist Frankreich mit einem 3:2 Sieg gegen Deutschland in Frankfurt/Main und die von dem Weltranglistenersten Novak Djokovic angeführten Serben mit einem 5:0 gegen Kroatien die Runde der letzten Acht erreicht.

Frankreich trifft in der nächsten Runde auf Großbritannien. Begien wartet auf den Gewinner der Begegnung zwischen Kanada und Japan (2:1). Serbien trifft auf den Sieger des südamerikanischen Prestigeduells zwischen Argentinien und Brasilien (1:2).

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