Montag, 02.02.2015

Vertrag mit Davis-Cup-Teamchef aufgelöst

DTB trennt sich von Arriens

Der DTB hat Konsequenzen aus der Davis-Cup-Posse gezogen und sich von Teamchef Carsten Arriens getrennt. Der Vertrag mit dem 45-Jährigen wurde nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Der Vertrag mit Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens wurde aufgelöst
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Der Vertrag mit Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens wurde aufgelöst

Über einen Nachfolger von Arriens will sich das DTB-Präsidium in den kommenden Wochen beraten. Als Kandidaten gelten die ehemaligen Profis Alexander Waske (39) und Rainer Schüttler (38).

"Nach den Vorkommnissen von Melbourne ist das eine in sich logische Entwicklung", sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff dem SID. Das Präsidium hatte gefordert, dass Arriens in der ersten Runde in Frankfurt gegen den letztjährigen Finalisten Frankreich (6. bis 8. März) die bestmögliche Mannschaft aufstellt.

Doch am Rande der Australian Open in Melbourne hatte Arriens ein vom DTB angesetztes Gespräch mit Deutschlands Topspieler Philipp Kohlschreiber platzen lassen. Während der 31-jährige Kohlschreiber zum Termin erschien, blieb Arriens fern.

"Bin nicht dafür, von Fehlern zu Reden"

Arriens und Kohlschreiber hatten sich in der Vergangenheit gegenseitig der Lüge bezichtigt. Im Viertelfinale gegen Frankreich (2:3) im April 2014 hatte Arriens den Augsburger nicht mehr nominiert und angekündigt, künftig auf Kohlschreiber verzichten zu wollen.

"Ich bin nicht dafür, von Fehlern zu reden. Aber es gab Entwicklungen, die nicht zusammengepasst haben. Es ist doch sehr ungewöhnlich gewesen, wie dieses Nicht-Gespräch abgelaufen ist", sagte Hordorff. DTB-Präsident Ulrich Klaus hatte nach dem Vorfall in Australien zeitnahe Gespräche angekündigt - mit nun bekanntem Ergebnis.

Zuletzt war der Druck auf Arriens immer größer geworden. "Natürlich ist es unmöglich, die Nummer eins nicht im Team zu haben. Das ist Fakt, da führt kein Weg dran vorbei. Da kann der Trainer Arriens, Becker oder Lieber Gott heißen", sagte auch Tennis-Legende Boris Becker am Rande der Australian Open.

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