Die IPTL feiert Premiere

Tennis auf Droge

Von SPOX
Montag, 01.12.2014 | 12:37 Uhr
Die International Premier Tennis League wird in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen
© getty
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Seit Freitag läuft die erste Ausgabe der International Premier Tennis League, einer neuen Turnierserie mit zahlreichen Stars des Sports - und jeder Menge radikaler Ideen. Doch wie genau hebt sich die IPTL vom Rest des Tennis-Circuits ab? SPOX klärt auf.

Der Erfinder: Mahesh Bhupathi. Der Inder genießt auf der Tour großen Respekt - immerhin war er nicht nur ein erfolgreicher Spieler (12 Grand-Slam-Titel im Doppel und Mixed), sondern gilt auch als cleverer Geschäftsmann, der nach seiner erst 2013 beendeten Karriere beispielsweise auch schon mit Andy Murray zusammengearbeitet hat.

Die IPTL ist sein Baby - und zwar ein ziemlich ambitioniertes. Er hat kaum Kosten und Mühen gescheut, um die größten Stars für seinen Traum zu rekrutieren. Die Topspieler sollen angeblich rund eine Million Dollar für ihre Teilnahme an drei Matches erhalten, der Gesamt-Etat liegt bei rund 24 Millionen Dollar. Eine Summe, die sich problemlos wieder einspielen ließe, wenn Bhupathis Vision real wird.

Der 40-Jährige, der vom Erfolg der indischen Cricket Premier League beeindruckt ist, will den Tennis-Sport mit dieser neuen Turnierserie im asiatischen Markt populärer machen und durch diverse Regeländerungen, die das Spiel vor allem schneller machen sollen, auch eingefleischten Fans ein attraktives, neues Fernseh-Erlebnis liefern.

"Die Cricket Premier League hat gezeigt, dass die Leute schnellen, für das TV produzierten Sport lieben", sagt Bhupathi selbst, "Tennis wird in mehr Ländern der Erde gespielt als jede andere Sportart. Ich glaube, dass die IPTL das Gesicht des Sports verändern und neue Zuschauer anlocken kann."

Format und Regeln: Die IPTL selbst bezeichnet das Regelwerk als "NBA-Playoffs treffen auf Mannschaftstennis" - allerdings ist das vor allem auf die Popularität der NBA im asiatischen Raum zurückzuführen. "Mannschaftstennis auf Droge" ließe sich auch schwieriger vermarkten.

Die Regeln sind auf den ersten Blick aber tatsächlich genau dazu da, um die Veranstaltung so rasant wie möglich zu machen. Zu einem Match gehören jeweils fünf "Sätze" - Herren-Einzel, Damen-Einzel, Mixed-Doppel, Herren-Doppel und "Legenden"-Einzel. Diese Sätze gehen nominell bis sechs, beim Stand von 5:5 gibt es allerdings einen "Shootout", bei dem derjenige gewinnt, der innerhalb von vier Minuten die meisten Punkte sammelt. Bei Gleichstand entscheidet der nächste Punkt.

Am Ende sind aber nicht die gewonnenen Sätze, sondern die gewonnenen Games entscheidend. Das führt wiederum zu einer Besonderheit beim fünften Satz, der jeweils von den Legenden bestritten wird: Wenn der Spieler des aktuell führenden Teams gewinnt, ist das Match entschieden. Gewinnt aber der andere, wird solange weitergespielt, bis entweder der Spieler des führenden Teams ein Game gewinnt, oder bis der andere einen "Super Shootout" erzwingt.

Was zur Hölle ist ein Super Shootout? Nun, genau wie beim herkömmlichen Shootout gilt es, in begrenzter Zeit so viele Punkte wie möglich zu erzielen, allerdings sind es hier sieben statt vier Minuten. Ausgetragen wird der Super Shootout in der Regel zwischen den besten Herren-Spielern der jeweiligen Teams.

Alle Teams spielen gegeneinander, und zwar jeweils vier Mal: Der Auftakt in Manila ist bereits Geschichte, vom 2. bis 4. Dezember in Singapur, vom 6. bis 8. Dezember in Delhi und vom 11. bis 13. Dezember in Dubai. Die Bilanzen werden tabellarisch eingefangen und bringen am Ende dann einen hoffentlich eindeutigen Gewinner.

Das ist aber noch nicht alles. Auch beim Spielbetrieb selbst wird einiges ausprobiert. So gibt es beispielsweise bei Einstand keinen Vorteil, es entscheidet direkt der nächste Punkt. Einmal pro Satz hat der jeweilige Coach zudem das Recht, eine 60-sekündige Auszeit zu nehmen. Zwischen Aufschlägen gibt es eine dem Basketball ähnliche Shotclock - wer mehr als 20 Sekunden braucht, verliert einen Punkt.

Das Ziel all dieser Anpassungen ist in jedem Fall klar - das Tempo soll hoch gehalten werden. Und zwar zum Vorteil des Zuschauers, wie Geschäftsführer Morgan Menahem erklärt: "Es ist fürs Fernsehen gedacht und soll nicht mehr als drei bis dreieinhalb Stunden dauern. Damit die Leute planen können." Leuchtet ein.

Seite 1: Erfinder, Format und Regeln

Seite 2: Teilnehmerfeld und Fazit

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