Dienstag, 13.01.2015

Australian Open: Rod Laver im Porträt

Die dürre Rakete

Auf dem Court war er eine Legende. Einer der besten Spieler aller Zeiten. Sogar heutzutage verehren Roger Federer, Rafael Nadal und Co. ihn noch. Doch seinen wichtigsten Sieg errang Rod Laver abseits der Tennis-Welt. Vor dem Start der Australian Open 2015 blickt SPOX auf seine denkwürdige Karriere zurück.

Rod Laver ist eine der größten Tennis-Legenden aller Zeiten
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Rod Laver ist eine der größten Tennis-Legenden aller Zeiten

Federer? Mit Sicherheit. Nadal? Wahrscheinlich. McEnroe? Könnte sein. Sampras? Durchaus möglich. Wenn es darum geht, den Besten der Besten zu küren, fallen meist die Namen der üblichen Verdächtigen.

Einer wird aber oftmals übergangen. Wahrscheinlich, weil er während einer längst vergessenen Zeit das Racket geschwungen hat. In einer Zeit, als die Schläger noch aus Holz waren und die Technik Oberhand über die Kraft hatte.

Dabei taucht er jedes Jahr wieder auf. Im Januar, bei den Australian Open, wenn die Heroen der Neuzeit seinen Platz betreten. Die Rod Laver Arena.

"Vieles spricht für Rod"

Zumindest die aktuellen Stars vergessen nicht, welchen Stellenwert "The Rocket" in der Geschichte des weißen Sports einnimmt. "Meiner Meinung nach spricht viel dafür, dass Rod der Beste der Geschichte ist. Er gewann den Kalender-Grand-Slam, wechselte zu den Profis und gewann den Grand Slam nach einer langen Pause nochmals", ergreift beispielsweise Rafael Nadal Partei für den Australier.

Der Spanier spricht aber auch aus, weshalb Laver im medialen Konzert der ganz Großen anscheinend nicht in vorderster Reihe mitspielt, zumindest wenn man die blanken Zahlen sprechen lässt. Laver feierte während seiner Karriere elf Grand-Slam-Erfolge. Eine beachtliche Anzahl, aber auf den ersten Blick eben doch zu wenig, um mit Roger Federers 17 Titeln oder den 14 Triumphen Nadals mitzuhalten.

Daten & Fakten

Rod Laver
Geboren am 9. August 1938
Nationalität: Australien
Größe: 173 cm
1. Profisaison: 1962
Rücktritt: 1975
Karrierebilanz: 413:107
Karrieretitel: 42
Grand-Slam-Titel: 11

Um mehr Major-Titel zu sammeln, hatte Laver schlicht und einfach das Pech, in einer Zeit zu spielen, in der noch artig nach Amateuren und Profis getrennt wurde. Wer sich für die Pro-Tour entschied, wurde der Chance beraubt, bei den Slams abzuräumen.

Erst 1968, mit Beginn der Open Era, durften auch Profis wieder an den Big Four teilnehmen. Der Australier wechselte 1963 in den Profibereich. Fünf Jahre nahm er sich also selbst die Chance, weitere Grand-Slam-Titel zu hamstern. Denn vor seinem Wechsel dominierte Laver das Herrentennis beinahe nach Belieben.

Laver folgt Budge

Bereits 1960, mit 22 Jahren, feierte er bei den Australian Open seinen ersten Major-Titel. Ein Jahr später folgte der Triumph in Roland Garros. Doch das sollte nur als Ouvertüre dienen.

Schließlich ging das Jahr 1962 in die Tennis-Annalen ein. Laver spielte in diesen zwölf Monaten in einer eigenen Liga. Beinahe unbezwingbar. Er feierte 20 Turnier-Erfolge und holte, nach Don Budge 1939, erst als zweiter Spieler der Geschichte den Kalender-Grand-Slam. Was offensichtlich wurde: Laver war für die Amateure schlichtweg zu stark.

Es kam, was kommen musste: der Sprung zu den Pros. "Wenn er nicht Profi geworden wäre, hätte er bestimmt mehr Majors gewonnen als ich und wahrscheinlich auch als Roger", ist sich Nadal sicher. Doch was war überhaupt das Erfolgsgeheimnis des Mannes aus Rockhampton, dass er auch das Geschehen auf der Profi-Tour, unter anderem mit fünf Erfolgen bei der US Pro Championship, dominierte?

"Kleiner, dürrer Junge mit O-Beinen"

Betrachtet man Laver genauer, scheint es für den außenstehenden Betrachter nahezu ausgeschlossen, dass der Australier dem Tenniszirkus seiner Zeit den Stempel aufdrücken konnte. Rodney George Laver brachte es gerade mal auf eine Körperlänge von 173 cm und war zu seiner aktiven Zeit mit 68 kg ein Fliegengewicht.

"Ich war ein kleiner, dürrer, mit Sommersprossen übersäter und O-Beinen gesegneter, schüchterner Junge", lautet das bemerkenswerte Selbstporträt des Australiers. Nichtsdestotrotz entwickelte sich Laver zum Schwergewicht auf dem Court. Er attackierte, war schnell auf den Beinen und verfügte - trotz seiner geringen Größe - über einen passablen Aufschlag.

Auch sein früherer Coach Harry Hopman ließ sich - wie viele andere Experten - von dem Erscheinungsbild zunächst blenden. "Er dachte, ich wäre nicht stark und schnell genug. Deshalb taufte er mich ironischerweise auf den Spitznamen 'Rockhampton Rocket'", erinnert sich Laver.

Lavers Stärke: Keine Schwächen

Roger Federer - Alle Grand-Slam-Siege in Bildern
Wimbledon 2003: Bei seiner fünften Wimbledon-Teilnahme sichert sich Roger Federer den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Im Finale besiegt er Mark Philippoussis
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Wimbledon 2003: Bei seiner fünften Wimbledon-Teilnahme sichert sich Roger Federer den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Im Finale besiegt er Mark Philippoussis
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Schon damals spielt Federer überragend: Im gesamten Turnier kann ihm lediglich Mardy Fish (r.) einen Satz abnehmen - und zwar in der dritten Runde
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Schon damals spielt Federer überragend: Im gesamten Turnier kann ihm lediglich Mardy Fish (r.) einen Satz abnehmen - und zwar in der dritten Runde
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Australian Open 2004: Bei seinem zweiten Grand-Slam-Erfolg besiegt Federer im Finale Marat Safin, der zuvor überraschend Roddick & Agassi bezwungen hatte
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Australian Open 2004: Bei seinem zweiten Grand-Slam-Erfolg besiegt Federer im Finale Marat Safin, der zuvor überraschend Roddick & Agassi bezwungen hatte
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Meilenstein in Australien: Bereits nach dem Halbfinal-Sieg über Juan Carlos Ferrero übernimmt Federer den ersten Platz der Weltrangliste
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Meilenstein in Australien: Bereits nach dem Halbfinal-Sieg über Juan Carlos Ferrero übernimmt Federer den ersten Platz der Weltrangliste
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Wimbledon 2004: Erstmals kommt Federer an Nummer 1 gesetzt zu einem Grand Slam. Im Finale trifft er auf Andy Roddick - und verliert den ersten Satz
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Wimbledon 2004: Erstmals kommt Federer an Nummer 1 gesetzt zu einem Grand Slam. Im Finale trifft er auf Andy Roddick - und verliert den ersten Satz
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Doch er kommt zurück und dreht das Spiel. Der zweite Wimbledon-Erfolg in Serie
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Doch er kommt zurück und dreht das Spiel. Der zweite Wimbledon-Erfolg in Serie
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US Open 2004: Nach bitteren Pleiten gegen Dominik Hrbaty (in Cincinnati) und Tomas Berdych (Olympische Spiele in Athen) gewinnt Federer in Flushing Meadows
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US Open 2004: Nach bitteren Pleiten gegen Dominik Hrbaty (in Cincinnati) und Tomas Berdych (Olympische Spiele in Athen) gewinnt Federer in Flushing Meadows
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Nach einem Viertelfinal-Knaller gegen Andre Agassi (drei Stunden, fünf Sätze) hat er gegen Tim Henman (Halbfinale) und Lleyton Hewitt (Finale) leichtes Spiel
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Nach einem Viertelfinal-Knaller gegen Andre Agassi (drei Stunden, fünf Sätze) hat er gegen Tim Henman (Halbfinale) und Lleyton Hewitt (Finale) leichtes Spiel
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Wimbledon 2005: Auf dem Weg zum Wimbledon-Hattrick gibt Federer im gesamten Turnier nur einen Satz ab - in der dritten Runde gegen Nicolas Kiefer
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Wimbledon 2005: Auf dem Weg zum Wimbledon-Hattrick gibt Federer im gesamten Turnier nur einen Satz ab - in der dritten Runde gegen Nicolas Kiefer
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Im Finale trifft er wie im Jahr zuvor auf Andy Roddick. Diesmal gewinnt er glatt in drei Sätzen
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Im Finale trifft er wie im Jahr zuvor auf Andy Roddick. Diesmal gewinnt er glatt in drei Sätzen
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US Open 2005: Im Achtelfinale wird Federer von Nicolas Kiefer gefordert. In vier Sätzen besiegt er den Deutschen - nach mehr als drei Stunden
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US Open 2005: Im Achtelfinale wird Federer von Nicolas Kiefer gefordert. In vier Sätzen besiegt er den Deutschen - nach mehr als drei Stunden
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Im Finale trifft Federer auf Andre Agassi. Am Ende heißt es: 6-3, 2-6, 7-6 und 6-1
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Im Finale trifft Federer auf Andre Agassi. Am Ende heißt es: 6-3, 2-6, 7-6 und 6-1
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Australian Open 2004: In Melbourne gewinnt Federer als erster Spieler seit Pete Sampras (1993 - 1994) den dritten Grand-Slam-Titel hintereinander
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Australian Open 2004: In Melbourne gewinnt Federer als erster Spieler seit Pete Sampras (1993 - 1994) den dritten Grand-Slam-Titel hintereinander
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Im Finale spielt er gegen Marcos Baghdatis. Wen? Der bis dato nahezu unbekannte Zyprer hatte zuvor unter anderem Andy Roddick aus dem Turnier geworfen
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Im Finale spielt er gegen Marcos Baghdatis. Wen? Der bis dato nahezu unbekannte Zyprer hatte zuvor unter anderem Andy Roddick aus dem Turnier geworfen
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Wimbledon 2006: Zwar gab Federer im Finale gegen Rafael Nadal seinen einzigen Satz ab, dennoch spiegelt dieses Bild die Verhältnisse an der Church Road deutlich wider
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Wimbledon 2006: Zwar gab Federer im Finale gegen Rafael Nadal seinen einzigen Satz ab, dennoch spiegelt dieses Bild die Verhältnisse an der Church Road deutlich wider
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Beim Champions' Dinner verstand sich der Schweizer prächtig mit Siegerin Amelie Mauresmo. Klar, Federer spricht vier Sprachen fließend, unter anderem französisch
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Beim Champions' Dinner verstand sich der Schweizer prächtig mit Siegerin Amelie Mauresmo. Klar, Federer spricht vier Sprachen fließend, unter anderem französisch
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US Open 2006: Während Mirka Tiger Woods und dessen Frau die Fähigkeiten ihres Freundes Rogers erläuterte, nahm der im Finale Andy Roddick auseinander
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US Open 2006: Während Mirka Tiger Woods und dessen Frau die Fähigkeiten ihres Freundes Rogers erläuterte, nahm der im Finale Andy Roddick auseinander
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Zum ersten Mal seit Rod Laver 1969 erreichte ein Spieler in einem Jahr alle vier Grand-Slam-Finals. Seinen dritten US-Open-Triumph feiert Federer als König von New York
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Zum ersten Mal seit Rod Laver 1969 erreichte ein Spieler in einem Jahr alle vier Grand-Slam-Finals. Seinen dritten US-Open-Triumph feiert Federer als König von New York
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Australian Open 2007: Mit zahlreichen Fans im Rücken gab Federer im Turnierverlauf keinen einzigen Satz ab. Damit war er der erste seit Björn Borg 1980, dem das gelang
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Australian Open 2007: Mit zahlreichen Fans im Rücken gab Federer im Turnierverlauf keinen einzigen Satz ab. Damit war er der erste seit Björn Borg 1980, dem das gelang
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Auch im Finale gegen Fernando Gonzalez sorgte er mit seiner Eleganz und spielerischen Leichtigkeit für eine schnelle Entscheidung
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Auch im Finale gegen Fernando Gonzalez sorgte er mit seiner Eleganz und spielerischen Leichtigkeit für eine schnelle Entscheidung
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Wimbledon 2007: Rafael Nadal wurde immer besser, doch auch in diesem Jahr zwang ihn der Meister in die Knie. Federer gewann seinen fünften Titel in Folge...
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Wimbledon 2007: Rafael Nadal wurde immer besser, doch auch in diesem Jahr zwang ihn der Meister in die Knie. Federer gewann seinen fünften Titel in Folge...
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...und stellte Björn Borgs Rekord ein. Noch heute gibt er zu, dass der Druck vor einem Spiel nie so groß war. Entsprechend gerührt zeigt sich Federer nach seinem Fünfsatzsieg
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...und stellte Björn Borgs Rekord ein. Noch heute gibt er zu, dass der Druck vor einem Spiel nie so groß war. Entsprechend gerührt zeigt sich Federer nach seinem Fünfsatzsieg
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US Open 2007: Es war wieder angerichtet für den Meister. Für das Finale gegen Novak Djokovic trugen die Organisatoren - wie in den USA üblich - richtig dick auf
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US Open 2007: Es war wieder angerichtet für den Meister. Für das Finale gegen Novak Djokovic trugen die Organisatoren - wie in den USA üblich - richtig dick auf
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Für die größte Show sorgte dann aber der Schweizer. Er gewann glatt in drei Sätzen. Übrigens war dies die zehnte Grand-Slam-Finalteilnahme in Folge - Rekord
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Für die größte Show sorgte dann aber der Schweizer. Er gewann glatt in drei Sätzen. Übrigens war dies die zehnte Grand-Slam-Finalteilnahme in Folge - Rekord
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US Open 2008: Nach einem Jahr der Enttäuschungen, in dem Federer die Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers spürte, war dieser Triumph besonders süß
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US Open 2008: Nach einem Jahr der Enttäuschungen, in dem Federer die Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers spürte, war dieser Triumph besonders süß
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Fünf Siege in Folge in Flushing Meadows - das schafften überhaupt erst vier Spieler, zuletzt Bill Tilden (1920-25). Finalgegner Andy Murray war chancenlos
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Fünf Siege in Folge in Flushing Meadows - das schafften überhaupt erst vier Spieler, zuletzt Bill Tilden (1920-25). Finalgegner Andy Murray war chancenlos
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French Open 2009: Als Rafael Nadal im Achtelfinale ausschied, winkte Federer sein erster Sieg in Paris. Seinen Traum ließ er sich auch von einem verrückten Fan nicht zerstören
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French Open 2009: Als Rafael Nadal im Achtelfinale ausschied, winkte Federer sein erster Sieg in Paris. Seinen Traum ließ er sich auch von einem verrückten Fan nicht zerstören
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Nach drei klaren Sätzen gegen Robin Söderling nahm er die Trophäe von Andre Agassi entgegen, dem als letzter vor Federer der Career Grand Slam gelungen war
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Nach drei klaren Sätzen gegen Robin Söderling nahm er die Trophäe von Andre Agassi entgegen, dem als letzter vor Federer der Career Grand Slam gelungen war
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Wimbledon 2009: Im dritten Aufeinandertreffen im Finale hatte Andy Roddick den Schweizer am Rande einer Niederlage, aber der triumphierte dann doch mit 16:14 im fünften Satz
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Wimbledon 2009: Im dritten Aufeinandertreffen im Finale hatte Andy Roddick den Schweizer am Rande einer Niederlage, aber der triumphierte dann doch mit 16:14 im fünften Satz
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Federer feierte seinen 15. Grand-Slam-Sieg und steht damit über den Legenden Björn Borg (11), Pete Sampras (14) und Rod Laver (11)
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Federer feierte seinen 15. Grand-Slam-Sieg und steht damit über den Legenden Björn Borg (11), Pete Sampras (14) und Rod Laver (11)
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Im Finale der Australian Open 2010 war Federer für Andy Murray eine Nummer zu groß. Der Schweizer siegte souverän mit 6:3, 6:4 und 7:6
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Im Finale der Australian Open 2010 war Federer für Andy Murray eine Nummer zu groß. Der Schweizer siegte souverän mit 6:3, 6:4 und 7:6
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Mein Freund, der Pokal! Federer holte bei den Australian Open 2010 seinen 16. Grand-Slam-Titel
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Mein Freund, der Pokal! Federer holte bei den Australian Open 2010 seinen 16. Grand-Slam-Titel
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Über zwei Jahre musste Federer warten, aber dann kam die siebte Wimbledon-Trophäe dazu. Großbritannien und Andy Murray (r.) mussten weiter warten
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Über zwei Jahre musste Federer warten, aber dann kam die siebte Wimbledon-Trophäe dazu. Großbritannien und Andy Murray (r.) mussten weiter warten
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Auch spielerisch begann mit dem Australier eine neue Ära. In der Zeit, als die Rackets noch eine kleinere Trefferfläche boten, war Laver einer der ersten, der den Topspin für sich entdeckte. "Ich schlug die Bälle mit extremem Topspin. Wenn man sich die kleinen Schläger der damaligen Zeit anschaut, musstest du die ganze Zeit die Mitte des Rackets treffen. Ansonsten sind die Bälle ins Nirgendwo gesegelt. Das war gar nicht so einfach."

Aber die wenigsten Bälle von Rod flogen ins Nirgendwo - meistens landete der gelbe Filzball maßgenau in den Ecken des Courts und brachte die Gegner reihenweise zur Weißglut.

"In den besten Jahren von Rod hatte John Newcombe den besseren Aufschlag sowie die bessere Vorhand, Ken Rosewall die stärkere Rückhand und Tony Roche das bessere Angriffsspiel. Aber jeder von ihnen hatte eine Schwäche. Lavers Stärke war, dass er keine Schwächen hatte", brachte es Budge auf den Punkt. Das Gesamtpaket stimmte schlicht beim Australier.

Zudem besaß Laver eine stoische Ruhe auf dem Platz. Während John McEnroe oder Boris Becker, zwei seiner legitimen Nachfolger, auf dem Platz explodierten und des Öfteren die Schuld beim Schiedsrichter suchten, fragte Laver in 23 Jahren genau ein einziges Mal nach, ob der Ball tatsächlich im Aus gewesen sei.

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"Rocket" macht sich unsterblich

Auch mit Beginn der Open Era änderte sich an der Klasse von "The Rocket" wenig, Laver schnappte sich gleich wieder die Krone auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. 1969 gelang ihm dann - sieben Jahre nach dem ersten Coup - mit dem zweiten Kalender-Grand-Slam Historisches. Insgesamt verbuchte er 17 Turniersiege und konnte eine Jahresstatistik von 106-16 vorweisen, ein Platz im Tennis-Olymp inklusive.

Bis 1977 spielte Laver danach noch auf der Tour, weitere Major-Triumphe bleiben ihm jedoch verwehrt. Am Ende standen 184 Turniererfolge zu Buche, aber nur deren 41 werden von der ATP anerkannt. Bereits 1981 folgte dennoch der verdiente Lohn aller Mühen: die Aufnahme in die Hall of Fame.

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Der wichtigste Sieg

Nach seiner aktiven Karriere genoss Rod Laver seinen wohlverdienten Ruhestand, schaute der neuen Generation über die Schulter oder spielte eine Runde Golf - bis das Schicksal 1998 grausam Einzug hielt. Während einer Interview-Aufzeichnung erlitt Laver einen Schlaganfall. Die Ärzte konnten den australischen Volksheld zwar retten, doch seine rechte Seite blieb zunächst teilweise gelähmt.

Dabei hatte Laver gar noch Glück im Unglück. Die TV-Studios befanden sich in unmittelbarer Nähe zu einem Krankenhaus. Genau das rettete ihm wohl das Leben. Trotzdem stellten sich ihm nun neue Herausforderungen in den Weg. Er, der so viele Schlachten geschlagen - und gewonnen - hatte, musste wieder laufen und sprechen lernen. Eine vollständige Genesung schlossen die Ärzte schnell aus.

Doch es kam anders. "Man hat mir gesagt, dass ich wahrscheinlich nie wieder spielen könnte, aber Tennis war eine der Ursachen, dass ich durchgekommen bin. Es war herrlich, als ich das erste mal wieder auf dem Platz stand."

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Sechs Jahre nach dem Schlaganfall stand der 66-jährige bei einem Showmatch mit Andre Agassi, Tony Roche und John Newcombe tatsächlich wieder auf dem Court. Große Namen, doch der Größte war der schmächtige, dürre Junge, der es einmal mehr allen gezeigt hatte.

Treffen der Giganten

Welchen Stellenwert Laver bei den aktiven Spielern auch deswegen immer noch besitzt, erkennt man an Aussagen wie jener von Nadal. Doch meistens sind es die Gesten, die für magische Momente sorgen - wie im Januar 2014. Vor einem Showmatch zwischen Roger Federer und Jo-Wilfried Tsonga erhielt der Schweizer die Möglichkeit, mit der australischen Legende in der Rod Laver Arena ein paar Bälle zu schlagen.

"Mit Rod zu spielen, kam einem Traum gleich. Ich war ziemlich nervös, mein Schläger fühlte sich zentnerschwer an", so Federer. Ob sich an diesem Abend die beiden besten Spieler der Geschichte gegenüberstanden, bleibt offen. Aber vieles spricht dafür.

Laver hat zu dieser ganzen Thematik sowieso seine ganz eigene Sichtweise. "Ich glaube nicht, dass man die verschiedenen Epochen miteinander vergleichen kann. Du kannst der dominierende Spieler deiner Zeit sein, aber ich glaube nicht, dass einem der Titel des Besten aller Zeiten gebührt."

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