Freitag, 28.03.2014

Karriere im Davis-Cup soll fortgesetzt werden

Kohlschreiber will weiter spielen

Philipp Kohlschreiber will seine Karriere im Davis-Cup-Team fortsetzen und hat die jüngsten Wirrungen um seine Person mit "Kommunikationsproblemen" erklärt. Zuletzt hatte es Diskussionen über die vermeintliche Absage des Weltranglisten-25. am Versöhnungstag des Deutschen Tennis Bundes (DTB) am Sonntag in Frankfurt-Kalbach gegeben.

Kohlschreiber drohte nach dem Streit sogar der Rauswurf aus dem Team
© getty
Kohlschreiber drohte nach dem Streit sogar der Rauswurf aus dem Team

"Ich hatte von vornherein geplant, zu kommen. Es gab letzten Endes ein Kommunikationsproblem, da ich lediglich habe ausrichten lassen wollen, dass ich den Showkampf nicht spielen kann", sagte Kohlschreiber dem Internetportal "tennisnet.com". Am Kindertraining will der 30-Jährige am Sonntag im Sport- und Freizeitzentrum teilnehmen.

Nach den neuerlichen Missverständnissen zwischen ihm und Teamchef Carsten Arriens war zwischenzeitlich sogar über einen Rauswurf von Kohlschreiber aus der Davis-Cup-Mannschaft spekuliert worden. Allerdings sieht der München-Sieger von 2012 keinen Grund, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden.

"Ich bleibe dabei, die Davis-Cup-Wochen sind etwas ganz Spezielles, und ich hoffe, dass ich noch einmal vor so grandiosem Publikum wie in Frankfurt für Deutschland punkten kann", sagte "Kohli".

Absage gegen Spanien

Der seit Monaten von Ellenbogen-Problemen geplagte Augsburger war Anfang Februar in der Partie gegen Spanien in Frankfurt (4:1) einer der drei Spieler, die sich geweigert hatten, aus Verletzungsgründen das unbedeutende Einzel zu spielen. Dies hatte für einen Eklat gesorgt.

Auch Tommy Haas und Florian Mayer hatten sich damals nicht in der Lage gesehen anzutreten. Das Match ging kampflos an die Spanier, 5000 Zuschauer buhten das DTB-Team aus. "Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich angesichts der Diagnose der Ärzte nicht mehr bereit bin, Diskussion darüber zu akzeptieren", sagte Kohlschreiber dazu.

Der Augsburger, der auch mit Arriens-Vorgänger Patrik Kühnen Kommunikationsprobleme hatte, sieht sich zu Unrecht als Buhmann abgestempelt. Die Diskussion über seine Verletzungen "zehre" an ihm. Was außerdem sehr an ihm nage, sei, "dass mir nachgesagt wird, ich würde nicht gerne für mein Land spielen", erklärte er: "Es ist mir immer eine Ehre, für mein Land zu spielen."

Verständnis für Nicht-Berücksichtigung

Für die Nicht-Berücksichtung für das Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich in Nancy (4. bis 6. April) zeigte Kohlschreiber Verständnis. Er könne die Entscheidung von Arriens "nachvollziehen" und respektiere sie: "Trotzdem finde ich es schade, da ich das Team gerne angeführt hätte, um die Franzosen etwas zu ärgern. Ich hätte gerne gespielt, bin aber aufgrund der Untersuchung nicht berücksichtigt worden."

Kohlschreiber hatte am Dienstag noch einen Termin beim Arzt, Arriens wollte aber solange nicht mehr mit seiner Nominierung warten und lieber mit vier fitten Profis nach Nancy reisen.

SID ul ab


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