Vor Start der Australian Open

Pilic: Ohne Finale schwierig für Becker

SID
Freitag, 10.01.2014 | 12:18 Uhr
Die Australien Open werden Boris Beckers erstes Grand-Slam-Turnier als Trainer
© getty
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Nach Meinung des früheren Davis-Cup-Teamchefs Niki Pilic haben die am Montag beginnenden Australian Open für Boris Becker entscheidenden Charakter.

Nach Meinung des früheren Davis-Cup-Teamchefs Niki Pilic haben die am Montag beginnenden Australian Open für Boris Becker entscheidenden Charakter. Der dreimalige Wimbledonsieger ist seit ein paar Wochen Trainer des Weltranglistenzweiten Novak Djokovic. "Wenn er im Finale steht oder sogar gewinnt, kann Becker zufrieden sein. Sollte er aber vor dem Halbfinale scheitern, dann wird es schwierig für Becker", sagte Pilic dem Internetportal T-online.de

Pilic glaubt, dass Becker dem Serben mit seiner Erfahrung weiterhelfen und ihm taktisch noch einige Kniffe beibringen kann. "Ob er in gewissen Situationen eher kurze Punkte spielen soll oder doch lange. Anschließend kann er mit seinem Team das Match analysieren und neue Impulse geben", meinte der 74-jährige Pilic, der mit Becker zweimal (1988, 1989) den Davis Cup gewonnen hat.

Pilic ist aber auch davon überzeugt, dass Becker seinen Lifestyle "zu 100 Prozent" ändern müsse. "Sein ganzes Leben stand er im Rampenlicht. Das darf er in der Zusammenarbeit mit Novak nicht mehr. Jetzt muss Becker clever sein und seinen Schützling mehr reden lassen", forderte er.

Nadal sollte sich neuen Coach zulegen

Dem Weltranglistenersten Rafael Nadal gibt Pilic zudem den guten Rat, vielleicht doch einen Ex-Weltklassespieler an seine Seite zu holen. Der Spanier ist inzwischen der einzige der "Fab Four", der nicht von einem früheren Star betreut wird. "Rafaels Onkel Toni ist als Familienmitglied mit Sicherheit etwas Besonderes. Aber glauben sie mir, es ist nochmal etwas anderes, wenn ich selbst einmal in einem Finale eines großen Grand-Slam-Turniers gestanden habe", sagte Pilic.

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer wird in Melbourne und darüber hinaus mit dem Schweden Stefan Edberg zusammenarbeiten. Der britische Wimbledonsieger Andy Murray hat bereits seit zwei Jahren die frühere Nummer eins Ivan Lendl in der Box sitzen.

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