Donnerstag, 16.01.2014

Lisicki und Kerber für den Fed-Cup in der Slowakei gesetzt

Die Frage nach der Fitness

Angelique Kerber und Sabine Lisicki sind für den Fed Cup in der Slowakei gesetzt. Wie unterschiedlich die beiden deutschen Spitzenspielerinnen sind, zeigt sich wieder einmal bei den Australian Open in Melbourne.

Angelique Kerber liegt derzeit auf Platz neun der Weltrangliste
© getty
Angelique Kerber liegt derzeit auf Platz neun der Weltrangliste

Sabine Lisicki und Angelique Kerber haben ihre Saisonvorbereitung penibel dokumentiert. Bei Facebook folgen den beiden besten deutschen Tennisspielerinnen zusammengenommen mehr als 500.000 Fans, und die wollen auch in der turnierfreien Zeit mit Fotos und Videos auf dem Laufenden gehalten werden. Was das Internet auf ewig gespeichert hat, sagt eine Menge über die so unterschiedlichen Teamkolleginnen aus.

Lisicki ist da im schwarzen Abendkleid beim Sportpresseball zu sehen, sie posiert in einer langen Robe auf einer Gala in Berlin und präsentiert verzückt lächelnd die Produkte ihrer neuen Geldgeber. Kerber dagegen lässt sich in einer schmucklosen Trainingshalle von ihrem Trainer anbrüllen.

Die Zweitrundenpartien der Weltranglistenneunten (Kerber) und Weltranglisten-15. (Lisicki) bei den Australian Open aufgrund ihrer Facebook-Einträge zu analysieren, verbietet sich zwar, doch tragen beide im sozialen Netzwerk zur eigenen Imagebildung bei.

Kraftlose Vorstellung in Melbourne

Während Lisicki vor der Mittagshitze in Melbourne in die Knie ging, biss sich Kerber bei Temperaturen jenseits der 40 Grad durch und sagte später: "Man muss fit sein, um da draußen zu überleben."

Die Frage nach Lisickis Fitnessstand, nach ihrem Trainingsfleiß und Durchsetzungswillen taucht nicht erst seit der kraftlosen Vorstellung in Melbourne auf. Selbst Bundestrainerin Barbara Rittner sagt: "Jeder Spieler hat seine eigene Wahrheit. Letztlich weiß nur sie, ob sie fit ist und genug trainiert."

Lisicki war der Frage zuvor ausgewichen: "Die Fitness ist ein Teil, aber jeder reagiert anders auf die Hitze."

Das lässt auch Rittner gelten, die Lisicki und Kerber für den Fed Cup in der Slowakei (8./9. Februar) fest eingeplant hat. "Sabines Körper reagiert halt sensibel." Die Wimbledonfinalistin ist verletzungsanfällig, beim Vorbereitungsturnier in Brisbane warf sie beim Abendessen ein Stück Fisch aus der Bahn.

Kielerin arbeitet an ihren Schwächen

Kerbers Körper scheint robuster zu sein, die Linkshänderin hat mit ihrem neuen Trainer Benjamin Ebrahimzadeh das Pensum noch einmal erhöht. "Benny macht klare Ansagen", berichtet Rittner von der Zusammenarbeit, "und Angie zieht voll mit". Auch an ihren Schwächen - vor allem dem zweiten Aufschlag - arbeite die Kielerin, die am 18. Januar ihren 26. Geburtstag feiert.

Der Trainerwechsel von Torben Beltz zu Ebrahimzadeh führt Rittner zu der Erkenntnis: "Ich bin überzeugt davon, dass Angie eine gute Saison spielen wird."

Auch für Lisicki wünscht sich Rittner einen positiven Effekt von der Verbindung mit Martina Hingis. Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin aus der Schweiz saß in Melbourne in Lisickis Box.

"Die Konstellation ist gut, Sabine kann davon profitieren", sagte Rittner: "Allerdings würde ich mir ein konstantes Engagement wünschen. Taktisch ist Martina natürlich eine Hilfe, aber sie wäre auch jemand, der mal reingrätscht und Autorität hat."

Angelique Kerber im Steckbrief


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