Seit 17 Jahren wieder ein Quartett in der zweiten Wimbledon-Woche

Achtungserfolg für das deutsche Tennis

SID
Sonntag, 01.07.2012 | 16:37 Uhr
Philipp Kohlschreiber bezwang am Samstag Nadal-Besieger Lukas Rosol aus Tschechien
© Getty
Advertisement
Bucharest Open Women Single
FrLive
WTA Bukarest: Viertelfinals
Ladies Championship Gstaad Women Single
FrLive
WTA Gstaad: Viertelfinals
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
FrLive
ATP Umag: Viertelfinals
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
FrLive
ATP Newport: Viertelfinals
Ladies Championship Gstaad Women Single
Sa11:00
WTA Gstaad: Halbfinals
Bucharest Open Women Single
Sa14:00
WTA Bukarest: Halbfinals
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
Sa17:30
ATP Umag: Halbfinals
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
Sa20:00
ATP Newport: Halbfinals
Ladies Championship Gstaad Women Single
So11:30
WTA Gstaad: Finale
Bucharest Open Women Single
So16:00
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
So20:00
ATP Umag: Finale
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
So21:00
ATP Newport: Finale
Jiangxi Open Women Single
Di11:00
Jiangxi Open: Tag 2
Jiangxi Open Women Single
Mi11:00
Jiangxi Open: Tag 3
Jiangxi Open Women Single
Do11:00
Jiangxi Open: Tag 4
Swedish Open Women Single
Do11:00
WTA Bastad: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
Fr10:00
Jiangxi Open -
Viertelfinals
Swedish Open Women Single
Fr10:00
WTA Bastad: Viertelfinals
Jiangxi Open Women Single
Sa11:00
Jiangxi Open: Halbfinals
Swedish Open Women Single
Sa16:00
WTA Bastad: Halbfinals
Jiangxi Open Women Single
So10:00
Jiangxi Open: Finale
Swedish Open Women Single
So14:00
WTA Bastad: Finale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mo12:30
ATP Kitzbühel: Tag 1
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Di12:30
ATP Kitzbühel -
Tag 2
Bank of the West Classic Women Single
Di19:00
Stanford Bank of West Classic: Tag 2
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mi12:30
ATP Kitzbühel : Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Mi20:00
Stanford Bank of West Classic: Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Do20:00
Stanford Bank of the West Classic -
Tag 4

Das deutsche Tennis feiert in Wimbledon einen Achtungserfolg. Vier Spieler haben es beim Grand-Slam-Turnier in die zweite Woche geschafft - mehr als aus jeder anderen Nation.

Seit elf Jahren ist Philipp Kohlschreiber schon Tennisprofi, aber auch ein Routinier macht bisweilen noch neue Erfahrungen. Der 28 Jahre alte Augsburger hatte gerade souverän 6:2, 6:3, 7:6 (8:6) gewonnen, doch die Zuschauer jubelten dem Verlierer zu.

Während der 30. der Weltrangliste unbeachtet seine Sachen packte, schrieb Lukas Rosol noch minutenlang Autogramme. Der Tscheche hatte es zwei Tage zuvor mit seinem Sieg gegen Rafael Nadal zur Berühmtheit gebracht. "Das war schon ein bisschen komisch. Dass der Verlierer gefeiert wird, ist mir niemals vorher passiert", gab Kohlschreiber zu.

Es war nicht die einzige Premiere für den 30. der Weltrangliste: Erstmals erreichte Kohlschreiber das Achtelfinale in Wimbledon. Nachdem sich am Freitag Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Florian Mayer für die vierte Runde qualifiziert hatten, erhöhte Kohlschreiber am Samstag das deutsche Kontingent auf ein Quartett.

Vier Spieler in zweiter Woche

Vier Spieler an diesem Montag noch dabei zu haben, mehr als jede andere Nation, ist für das deutsche Tennis ein Achtungserfolg. Zuletzt hatten 1995 vier Deutsche die zweite Wimbledon-Woche erreicht: Boris Becker, Alexander Mronz, Steffi Graf und Anke Huber.

Kohlschreiber ist Realist genug, keine weiteren Parallelen zwischen vorgestern und heute zuzulassen. "Es ist sehr förderlich, wenn wir gute Ergebnisse machen. Positive Schlagzeilen sind immer gut. Aber es werden jetzt keine Wunder passieren", ordnete er die deutsche Halbzeitbilanz ein.

Euphorischer hatte sich sein Trainingspartner Florian Mayer nach seinem dramatischen Fünfsatzsieg gegen den Polen Jerzy Janowicz geäußert: "Bei den Grand Slams ist es einfach wichtig, gut aufzutreten, und das haben wir deutschen Herren zuletzt nicht geschafft. Vielleicht haben wir uns zu viel Druck gemacht. Andere sind immer über sich hinausgewachsen, aber uns ist das nicht gelungen. Jetzt schauen wir mal, wie weit es geht."

Kohlschreiber gegen Qualifikanten Baker

Die größten Chancen, das Interesse weiter zu steigern, hat Kohlschreiber. Nach dem nicht nur in seiner eigenen Wertung "von Anfang bis Ende fast perfektem Spiel" gegen Rosol, den er auf den Boden der Tatsachen zurückholte, trifft die deutsche Nummer zwei nun auf den Qualifikanten Brian Baker (Nummer 126) aus den USA.

Für den Augsburger, der die Rosols Erfahrungen einer glatten Niederlage nach einem Überraschungssieg selbst schon gemacht hat und die auch von ihm selbst geschürten Erwartungen dann enttäuschte, kein Grund zur überschwänglichen Vorfreude: "Schön, dass auch im nächsten Match die Chancen ausgeglichen sind und kein Federer wartet." Nach dem zweiten Einzug in ein Achtelfinale 2012 nach den Australian Open freute er sich aber "über die beste Grand-Slam-Phase meiner Karriere."

In einem Viertelfinale stand Kohlschreiber noch bei keinem der Major-Turniere. Im Gegensatz zu Florian Mayer, dem 2004 das Kunststück gelang, in Wimbledon Mitglied im "Last Eight Club" zu werden. Der Bayreuther steht gegen Richard Gasquet vor einer schweren Aufgabe. "Ich habe nichts zu verlieren", sagte Mayer. Gewonnen hat er gegen den Franzosen noch nie.

Rittner sieht für Kerber gegen Clijsters gute Chancen

Mit noch namhafterer Opposition bekommen es Angelique Kerber und Sabine Lisicki zu tun. Kerber, die Weltranglisten-Achte aus Kiel, trifft erstmals auf die lange verletzte Belgierin Kim Clijsters, Lisicki, die Nummer 15 aus Berlin, zum dritten Mal auf die stets siegreiche Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa aus Russland.

Bundestrainerin Barbara Ritter schätzt die Chancen von Lisicki in der Revanche des letztjährigen Halbfinales "eher gering" ein.

Kerber traut sie mehr zu: "Angie macht im Moment alles richtig. Da muss Kim ihr bestes Tennis spielen. Ob sie das schon wieder schafft, weiß ich nicht." Autogramme aber wird in jedem Fall Publikumsliebling Clijsters bei ihrem letzten Wimbledon-Auftritt schreiben müssen.

Der Stand der ATP-Weltrangliste

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung