Montag, 28.05.2012

French Open, Tag 2

Lisicki schon draußen - Federer stellt Rekord ein

Sabine Lisicki hat in Paris in einem enttäuschenden Match ihre dritte Erstrundenniederlage in Folge kassiert. Roger Federer stellte im Match gegen Tobias Kamke einen Rekord von Jimmy Connors ein. Nummer eins Novak Djokovic kam schwer ins Spiel, setzt sich aber ungefährdet durch. Auch Philipp Kohlschreiber steht in Runde 2. Tommy Haas muss am Dienstag nachsitzen. Bei den Damen zerstörte eine unbekannte Amerikanerin Mona Barthel.

Sabine Lisicki kassierte in Paris die dritte Erstrundenniederlage seit ihrer Verletzungspause
© Getty
Sabine Lisicki kassierte in Paris die dritte Erstrundenniederlage seit ihrer Verletzungspause

Damen - 1. Runde (alle Damen-Ergebnisse)

Lauren Davis (USA) - Mona Barthel (GER/30) 6:1 6:1

Was für ein Debakel für Mona Barthel! Die Deutsche wurde von der unbekannten Lauren Davis nahezu vom Platz geschossen. Zu keinem Zeitpunkt bekam Barthel gegen die Amerikanierin einen Fuß auf den Platz. Das lag vor allem an ihren Unforced Errors. 44 Fehler in gerade mal 14 Spielen ist eigentlich nicht zu erklären. Da halfen Barthel auch ihre 16 Winner recht wenig. Zur endgültigen Demütigung wurde sie zum Ende hin sogar noch von den Zuschauern ausgepfiffen.

Sabine Lisicki (GER/12) - Bethanie Mattek-Sands (USA) 4:6 3:6

Bitter, bitter! Nur 70 Minuten hat es gedauert, da waren die French Open für die Deutsche schon wieder vorbei. Lisicki fand nie ihren Rhythmus. Schnell lag sie mit 0:4 gegen die kämpferisch auftretende Hartplatzspezialistin aus den USA zurück, kämpfte sich nach diesem Fehlstart aber - im Gegensatz zu ihrer Fed-Cup-Kollegin Barthel - noch ins Match.

Lisicki hat damit seit der Verletzungspause kein Einzelmatch gewonnen, in Paris setzte es nach Rom und Strasbourg die dritte Erstrundenpleite. Anfang April hatte sich die 23-Jährige im Viertelfinale von Charleston gegen Serena Williams erneut am linken Sprunggelenk verletzt.

Auch in Paris merkte man Lisicki die fehlende Spritzigkeit und Matchpraxis an. Ein Beweis: 6 ihrer 9 Netzangriffe gingen daneben. Mattek-Sands war viel leichtfüßiger unterwegs und diktierte das Match vor allem mit ihrer glänzenden Rückhand longline. Lisicki, die sonst von der Wucht ihrer Grundschläge lebt, unterliefen 19 Fehler. Auch die Gegnerin hatte 21 Fehler auf dem Konto, schlug aber mehr Winner (20:16) und nutzte ihre Breakchancen besser (6/9 gegenüber 4/10).

Victoria Azarenka (BLR/1) - Alberta Brianti (ITA) 6:7 (6:8) 6:4 6:2

Damentennis wie es leibt und lebt. Die Nummer eins gegen eine Italienierin, von der vermutlich 90 Prozent der Zuschauer noch nie gehört haben - das klingt eigentlich nach einer klaren Sache. Denkste! Victoria Azarenka war kurz vor dem Aus, und das in Runde eins. Nach einem umkämpften ersten Satz lag die Nummer eins der Welt bereits mit 0:4 im zweiten Durchgang hinten.

Doch aus dem Nichts wendete sich das Blatt. Die Weißrussin holte sich sechs Spiele in Folge und startete ein furioses Comeback. Im entscheidenden Satz hielt Brianti bis zum 2:2 gut mit, doch dann ergab sie sich ihrem Schicksal. Trotzdem: 60 Unforced Errors sind einer Nummer eins eigentlich nicht würdig. Mal schauen, ob die große deutsche Überraschung Dinah Pfizenmaier in der nächsten Runde diese Fehler besser ausnutzen kann.

Agnieszka Radwanska (POL/3) - Bojana Jovanovski (SRB) 6:1 6:0

Die Weltranglisten-Dritte Radwanska, die vor zwei Tagen noch in Brüssel siegreich war, macht mit ihrer Gegnerin kurzen Prozess. Bojana Jovanovski, die in ihrer Heimat als großes Talent gilt, war gegen die Polin chancenlos, die nun in Runde 2 auf Venus Williams trifft.

Li Na (CHN/7) - Sorana Cirstea (ROU) 6:2 6:1

Das ging viel schneller als erwartet! Die Vorjahressiegerin aus China hatte mit Cirstea, die nach einer bösen Krise eigentlich wieder auf dem aufsteigenden Ast ist, nie Probleme. Die Rumänin machte es Li Na aber auch leicht: Cirstea unterliefen 25 leichte Fehler (gegenüber 13 der Chinesin).

Zwar bekam die Rumänin 4 Breakchancen, konnte aber keine einzige nutzen. Ganz anders die Nummer 7 des Turniers: Bei 5 von 7 Breakchancen schlug Li Na zu. Großer Knackpunkt war Cirsteas schwächelnder erster Aufschlag: Nur 49 Prozent landeten im Feld. Und über den zweiten gewann sie nur knapp ein Drittel der Punkte - viel zu wenig!

Jelena Jankovic (SRB/19) - Patricia Mayer-Achleitner (AUT) 1:6 6:1 7:5

Die ehemalige Nummer eins der Welt musste gegen die Österreicherin mehr kämpfen, als ihr lieb war. Am Ende setzte sich allerdings doch Jankovics Erfahrenheit und Nervenstärke durch. Zudem schlug sie deutlich mehr Winners als ihre Gegnerin (36:21).

Marion Bartoli (FRA/8) - Karolin Pliskova (CZE) 6:3 6:3

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