Nach Rückenverletzung bereits seit zwei Monaten außer Gefecht

Andrea Petkovic plant Rückkehr zur Sandsaison

SID
Montag, 05.03.2012 | 12:35 Uhr
Andrea Petkovic ist bereits seit zwei Monaten zum Zuschauen verdammt
© Getty
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Zwei Monate nach der niederschmetternden Diagnose Ermüdungsbruch im unteren Rückenbereich strahlt Andrea Petkovic wieder Zuversicht aus. "Nächstes Match: Stuttgart, WTA Premier, 1. Runde", lässt die Tennisspielerin aus Darmstadt die Besucher ihrer Website wissen.

Die Weltranglistenzehnte baut auf Sand. Im Interview mit dem "Kicker" sagte Petkovic: "Mein Ziel ist die Sandplatzsaison. Ein Comeback bei meinem Heimturnier in Stuttgart im April wäre ein Traum."

Für die Veranstaltung vom 23. bis 29. April in der Porsche-Arena, wo auf dem gleichen Sandbelag wie bei den French Open gespielt wird und die deshalb als ideales Vorbereitungsturnier auf Roland Garros gilt, hat die komplette Weltelite gemeldet.

Unmittelbar vor dem hochkarätig besetzten Kräftemessen, bei dem Petkovic im vergangenen Jahr das Viertelfinale erreichte, trifft das deutsche Fed-Cup-Team in Stuttgart im Relegationsduell auf Australien. Ein Einsatz in diesem wichtigen Länderspiel kommt für die leidenschaftliche Mannschaftsspielerin aber wohl noch zu früh.

Nach einer Woche des Nichtstuns auf den Malediven befindet sich Andrea Petkovic wegen ihrer Stressfraktur im Iliosakralgelenk wieder im Reha-Zentrum von Klaus Eder in Donaustauf in Behandlung. "Ich habe keine großen Schmerzen, nur ein leichtes Ziehen. Das ist tückisch, ich will am liebsten sofort auf dem Platz trainieren. Ich darf aber noch nicht", sagte die 24-Jährige.

Falschen Ehrgeiz eingestanden

Andrea Petkovic gestand falschen Ehrgeiz als Grund für die Verletzung ein: "Ich wollte vor dem Ermüdungsbruch alles auf einmal machen. Ich habe mich selbst überholt. Der Körper und die Seele haben Stopp gesagt. Es war zu viel." Sie müsse sich selbst vorwerfen, zu wenig auf ihren Körper gehört zu haben, gab sie zu.

"Auf der anderen Seite machen mich ja genau dieser unbändige Wille und dieser Ehrgeiz aus. Ich gehe stets über Grenzen. Das macht mich einerseits so gut, andererseits macht es mich kaputt."

"Steffi Graf hat mich gewarnt"

Dabei hätte es die intelligente Frau, die statt Politik inzwischen Literatur und Philosophie studiert, doch besser wissen müssen. Zum einen machte ihr im vergangenen Herbst das Knie lange zu schaffen, weil sie trotz eingerissenem Meniskus immer weiter spielte. Zum anderen hatte Steffi Graf ihr ins Gewissen geredet. "Sie hat mich davor gewarnt", bekannte Petkovic.

Angesichts der langen Zwangspause hat die immer noch bestplatzierte deutsche Spielerin, die in den kommenden Wochen viele Punkte verlieren wird, ihr Saisonziel geändert. Weil sie ihr Top-Ten-Ranking nicht halten können wird, gilt ihr Hauptaugenmerk neben der Olympiateilnahme jetzt einzelnen Ereignissen. "Ich versuche mich jetzt auf die Turniere zu konzentrieren. Ich will Titel holen, aber nicht um jeden Preis." Es scheint, als habe Andrea Petkovic ihre Lektion gelernt.

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