Gespräch mit Kühnen in Melbourne

Davis-Cup-Comeback von Haas rückt näher

SID
Dienstag, 24.01.2012 | 12:29 Uhr
Tommy Haas ist wieder in körperlich guter Verfassung und will am Davis-Cup teilnehmen
© spox
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Patrik Kühnen war überrascht. Von der "Twitter-Bewerbung" von Tommy Haas für das deutsche Davis-Cup-Team hatte der Kapitän am Dienstagvormittag noch nichts gehört. Das Comeback des 33 Jahre alten gebürtigen Hamburgers in der deutschen Tennisnationalmannschaft rückt damit aber offensichtlich näher.

"Ich hatte bei den Australian Open ein Gespräch mit Tommy und ihm gesagt, dass ich ihn im Kreis der Kandidaten habe", sagte Kühnen der Nachrichtenagentur "dapd".

Die deutsche Mannschaft tritt vom 10. bis 12. Februar in Bamberg in der ersten Runde der Weltgruppe gegen Vorjahresfinalist Argentinien an. Mitte dieser Woche wollte Kühnen Haas deshalb in Florida anrufen: "Tommy sollte sich mal Gedanken machen". Das hat der ehemalige Weltranglisten-Zweite nun offenbar getan. Auf seinen Twitter-Eintrag vom Montag jedenfalls erhielt er fast ausschließlich positiven Zuspruch.

Letzter Davis-Cup-Einsatz 2007

"Davis Cup mit oder ohne HAAS 2012? Soll ich nochmal mit den Jungs angreifen? Was meint ihr?", hatte Haas über das soziale Netzwerk gefragt. Sein Auftritt in Melbourne, wo er in der zweiten Runde am Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal gescheitert war, machte ihm offenbar Mut. Auch Kühnen war angetan: "Er hat dort sehr gut gespielt und er war beschwerdefrei. Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht."

Haas hat sein letztes Davis-Cup-Match am 21. September 2007 bei der Halbfinalniederlage in Moskau gegen Russland bestritten. Sein Einzelrekord liegt bei 19 Siegen und sieben Niederlagen. Er ist damit einer der erfolgreichsten deutschen Davis-Cup-Spieler überhaupt. "Ein Tommy Haas, der gesund und in Topform ist, ist immer interessant für uns", sagt Kühnen.

Zumal ja noch völlig unklar ist, ob der deutsche Spitzenspieler Florian Mayer für das Match gegen den Vorjahresfinalisten aus Südamerika zur Verfügung steht. Der Bayreuther musste wegen Adduktorenproblemen seinen Start beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres absagen. Erst in dieser Woche will er überhaupt wieder zum Schläger greifen.

Ohne Davis-Cup kein Olympia

Die Partie gegen Argentinien wird auf Sandplatz ausgetragen, ein Belag, den Haas zuletzt meist gemieden hat.

Andererseits spielt er wahrscheinlich seine letzte Saison auf der Tour, nachdem er erst im Mai vergangenen Jahres nach über einjähriger Verletzungspause wieder eingestiegen war. Der Wunsch nach einem würdigem Abschied vom deutschem Publikum ist deshalb denkbar. Bamberg wäre eine Chance.

Außerdem verlangt der Tennisweltverband ITF, dass ein Spieler mindestens einmal 2011 und 2012 für sein Davis-Cup- oder Fed-Cup-Team zur Verfügung gestanden hat, wenn er an den Olympischen Spielen in London teilnehmen will. Diese Voraussetzung kann Haas nur erreichen, wenn er seine Bereitschaft zu einem Einsatz in Bamberg erklärt. "Ich weiß, dass die Olympischen Spiele ein Traum von ihm sind", sagte Kühnen.

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