Vier Spielerinnen auf dem Weg in die Weltelite

Fed Cup: Rittner mit Luxusproblem

Von dapd
Mittwoch, 07.09.2011 | 13:39 Uhr
Andrea Petkovic (l.) ist eine von vier Topspielerinnen im Fed-Cup-Kader von Barbara Rittner (r.)
© Getty
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In Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Angelique Kerber und Julia Görges sind gleich vier Spielerinnen auf dem Weg in die Weltelite. Jetzt bekommt auch die Konkurrenz auch im Fed Cup kalte Füße.

Barbara Rittner, die ihr Team mit Beharrlichkeit und viel Geduld gegen alle Widerstände aufgebaut hat, merkte das wieder bei den US Open. "Die Kollegen haben großen Respekt - und keiner will mehr gegen Deutschland spielen", sagte sie der "dapd"-Nachrichtenagentur am verregneten Dienstag (Ortszeit) in New York.

Die Zeit als Fahrstuhlmannschaft ist vorbei. Jahrelang pendelte ihre Mannschaft in der Weltgruppe zwischen Auf- und Abstieg. Mit einem 5:0 gegen die ohne Serena und Venus Williams angetretenen USA wurde im April die Klasse gehalten und ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im nächsten Februar ist man wieder bei den besten Acht dabei und trifft daheim auf Tschechien mit Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova.

Kerber die Überraschung des Turniers

Die Überraschung bei den laufenden US Open ist Angelique Kerber, die wie Andrea Petkovic im Viertelfinale steht. Sie durfte gegen die USA nicht mitmachen und war "tierisch enttäuscht", erinnerte sich Rittner und ergänzte fast traurig: "Das sind die Momente, die ich hasse an meinem Job. "

Die Kielerin hat die Konsequenzen gezogen. Durch ihre Erfolge in Flushing Meadows kommt die Fed-Cup-Chefin kaum noch an ihr vorbei. Was bedeutet: Rittner hat ein Luxusproblem.

Zwei schon auf dem Weg in die Top Ten

"Das hatte ich auch dieses Jahr", sagte die frühere 24. der Weltrangliste. Nur so extrem war es noch nie. Inzwischen ist es nämlich gut möglich, dass in ein paar Wochen gleich zwei Spielerinnen unter den Top Ten zu finden sind.

Andrea Petkovic schafft die Rückkehr vielleicht schon in dieser Woche. "Und Sabine Lisicki hat bis zum Jahresende keine Punkte zu verteidigen", erklärte Rittner.

Was aber das Schönste für sie ist: Alle Spielerinnen verstehen sich prima und sind willens, im Team zu spielen. Probleme wie bei den Herren, wo Boris Becker nicht mit Michael Stich konnte oder später Tommy Haas nur leidlich mit Nicolas Kiefer, kennt Rittner nicht. "Ich hoffe, die Mädels vertrauen mir auch weiterhin und nehmen es mir nicht übel, wenn ich mich für eine andere entscheide."

"Steffi ist Steffi - wir sind eine andere Generation"

Mit ihren super Erfolgen schüren die Frauen auch wieder die Vergleiche mit Steffi Graf. Doch inzwischen reagieren die Erbinnen der 22-fachen Grand-Slam-Siegerin ausgesprochen entspannt und selbstbewusst darauf. "Steffi ist Steffi - und wir sind eine andere Generation", sagte die 23-jährige Kerber.

Steffi Graf verfolgt dies alles aus der Entfernung, sich einmischen oder ungefragt Ratschläge erteilen, will sie nicht. "Mein Eindruck ist, dass man ihnen nicht viel erzählen muss. Sie wissen genau, was sie wollen", sagte Graf vor Wochen im dapd-Gespräch - und gab dann doch einen Tipp: "Sie sollten sich das Jahr gut einteilen und sich auch die nötigen Ruhepausen gönnen."

Petkovic, Lisicki, Kerber und Görges könnte sich einiges von Steffi Graf erzählen lassen. Zum Beispiel wie es sich anfühlt, den Fed Cup zu gewinnen. Graf war im Team mit Anke Huber und Barbara Rittner die letzte deutsche Siegerin.

1992 war das im Waldstadion von Frankfurt am Main durch einen 2:1-Sieg gegen Spanien mit Arantxa Sanchez-Vicario und Conchita Martinez. "Das waren noch Zeiten", sagte Ritter träumerisch: "Nach 20 Jahren wieder ein Triumph im Fed Cup - mit dieser Schlagzeile wäre ich einverstanden."

Die WTA-Weltrangliste im Überblick

 

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