Nikolai Dawydenko - Florian Mayer 6:3, 3:6, 6:1

Florian Mayer verpasst Turniersieg in München

SID
Sonntag, 01.05.2011 | 17:22 Uhr
Nikolai Dawydenko feiert seinen Sieg gegen Florian Mayer im Finale von München
© Getty
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Florian Mayer hat in München erneut seinen ersten Turniersieg auf der ATP-Tour verpasst. Der 27 Jahre alte Bayreuther unterlag im Endspiel der Internationalen Tennismeisterschaften von Bayern dem Russen Nikolai Dawydenko in 1:49 Stunden mit 3:6, 6:3, 1:6.

Er versuchte zu kämpfen, die Zuschauer unterstützten ihn nach Kräften, doch der Tag des Endspiels war wieder mal nicht der Tag von Florian Mayer. Zum vierten Mal in seiner Karriere griff der Bayreuther nach dem Sieg bei einem ATP-Turnier, zum vierten Mal griff er daneben.

Im Finale der BMW Open in München unterlag Mayer dem Russen Nikolai Dawydenko nach 1:49 Stunden mit 3:6, 6:3, 1:6, dabei brach er im dritten Satz geradezu ein. "Ich bin ein bisschen enttäuscht. Es war ein Finale, ich war ein bisschen nervös, ich wollte unbedingt gewinnen. Leider hat es nicht geklappt", sagte Mayer.

Kohlschreiber letzter deutscher Sieger

Schwacher Trost: Trotz der Niederlage, für die er wenigstens noch ein Preisgeld von 36.250 Euro erhielt, wird der 27 Jahre alte Franke in der neuen Weltrangliste zum ersten Mal zu den Top 30 gehören.

Eine Woche nach dem Erfolg von Julia Görges (Bad Oldesloe) in Stuttgart müssen die deutschen Tennis-Herren aber weiter auf den ersten Turniersieg seit Juni 2009 warten. Damals hatte Benjamin Becker (Orschholz) im niederländischen s'-Hertogenbosch gewonnen.

Letzter deutscher Sieger in München war 2007 Philipp Kohlschreiber gewesen. Der Augsburger scheiterte diesmal im Viertelfinale an Radek Stepanek (Tschechien). Mayer hatte sich in Halbfinale im Bayreuther Duell gegen Philipp Petzschner durchgesetzt (6:3, 6:4).

Dawydenko, bereits Sieger der BMW Open im Jahre 2004, erhielt für den 21. Turniersieg seiner Karriere 68.500 Euro Preisgeld und ein Cabrio im Wert von rund 50.000 Euro.

Fünf Breakchancen liegengelassen

Mayer wirkte im Endspiel gegen die bisherige Nummer 40 der Weltrangliste zunächst nicht ganz so konzentriert wie im Halbfinale. Vor allem sein Aufschlag, gegen Petzschner noch der Schlüssel zum Sieg, bereitete ihm große Probleme. Von seinen ersten Aufschlägen brachte Mayer im ersten Satz nur knapp jeden zweiten ins Feld, bereits im vierten Spiel gelang Dawydenko daraufhin ein Break.

Auch nutzte der Bayereuther seinerseits seine zahlreichen Chancen nicht, im ersten Satz vergab er fünf Möglichkeiten zum Break, sein Gegner gewann den Durchgang schließlich nach 44 Minuten scheinbar ohne Mühe.

Dann aber fand Mayer scheinbar ebenso problemlos in das Match zurück - vor allem, weil sein erster Aufschlag plötzlich funktionierte. Er verbesserte die Quote beim ersten Service auf 73 Prozent und nutzte gleich im zweiten Spiel dieses zweiten Satzes seinen insgesamt sechsten Breakball.

Mayer gewann den Durchgang souverän, doch nach einer Pinkelpause und einem Hemdenwechsel hatte er den Faden wieder verloren und schlug wieder sehr schlecht auf. Dawydenko holte sich die Breaks zum 2:0 und zum 5:1, servierte selbst sehr stabil und wirkte am Ende auch wesentlich frischer.

Neuer Zuschauerrekord

Ein zufriedenes Gesichter machten am Schlusstag immerhin die Organisatoren in München, die einen neuen Zuschauerrekord vermeldeten. Insgesamt kamen in der abgelaufenen Woche 38.000 Besucher auf die Anlage des MTTC Iphitos, 1000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2002 und 10.000 mehr als im völlig verregneten Vorjahr.

Auch die Zukunft der Veranstaltung der 250er-Kategorie ist gesichert. Der Vertrag von Hauptsponsor BMW läuft ohnehin bis 2013, der Presenting Sponsor FWU Group verlängerte am Sonntag bis 2015.

Turnierdirektor Patrik Kühnen will zudem weiter versuchen, die sportliche Attraktivität zu steigern, auch wenn München auch in Zukunft unmittelbar vor Turnieren der 1000er-Kategorie in Madrid sowie in Rom stattfinden wird. Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste zu bekommen, sei deshalb sehr schwierig, sagte Kühnen: "Wir werden nicht locker lassen."

Die ATP-Weltrangliste in der Übersicht

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