Wimbledon, Tag 6

Petzschner verliert Nadal-Fight

Von SPOX
Samstag, 26.06.2010 | 18:33 Uhr
Philipp Petzschner ist in Wimbledon an Nummer 33 gesetzt
© Getty
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Philipp Petzschner stand gegen Rafael Nadal kurz vor einer Sensation - schied dann aber genau wie Tobias Kamke (gegen Jo-Wilfried Tsonga) aus. Lokalmatador Andy Murray hatte gegen Gilles Simon leichtes Spiel.

Herren-Einzel - 3. Runde

Spielplan/Ergebnisse

Philipp Petzschner (GER/33) - Rafael Nadal (ESP/2) 4:6, 6:4, 7:6, 2:6, 3:6

Es wäre der größte Erfolg seiner Karriere gewesen. Den großen Rafael Nadal besiegt. In Wimbledon. Wäre. Leider. Denn nach einem harten Kampf hatte Philipp Petzschner am Ende doch keine Chance gegen den Spanier. Dennoch bot Petzschner den erstaunten Zuschauern dabei die beste Partie des bisherigen Turniers.

Nur im ersten Spiel schien Petzschner etwas übermotiviert und nervös. Mit einem Doppelfehler und zwei vermeidbaren Vorhandfehlern ermöglichte er Nadal das frühe Break, das schon zum Gewinn des ersten Satzes ausreichte.

Danach aber fand der Deutsche immer besser ins Match. Die Partie verlief völlig ausgeglichen, wobei sich Petzschner aus schwierigen Situationen auch immer wieder mit seinem bärenstarkten Aufschlag befreien konnte. Und als Nadal zum Ende des zweiten Durchganges Probleme mit seinem eigenen Service hatte, schlug Petzschner eiskalt zum Break zum Satzgewinn zu.

Im dritten Durchgang war Petzschner sogar der bessere Spieler. Seine Volleys waren erstklassig, er variierte das Spiel, brachte Nadal mit seiner unterschnittenen Rückhand in Bedrängnis und schlug erstklassige Winner mit der Vorhand. Im Tiebreak schaffte er mit einem Minibreak die 6:3-Führung, musste dann Nadal nach zwei Aufschlägen mit 6:5 herankommen lassen. Mit einem Service-Winner aber holte er sich nervenstark wie sonst nur die Großen den Satzgewinn.

Der Wimbledon-Champion von 2008 haderte mittlerweile längst mit seinem Spiel, er gab aber natürlich nie auf und wartete auf eine Schwäche des Deutschen, der natürlich viel weniger Erfahrung in solchen großen Matches hat. Bei 2:1 im vierten Satz ließ sich Nadal dann zwei Minuten lang am rechten Knie behandeln. Danach hatte Petzschner tatsächlich den Faden und Rhythmus verloren und gab den Durchgang nach zwei Breaks ab.

Nach dem vierten Satz ließ sich Petzschner seinerseits an der linken Leiste behandeln. Der 26-Jährige hatte bereits in den ersten beiden Runden über fünf Sätze spielen müssen. Der entscheidende Durchgang wurde so bei zwei angeschlagenen Spielern zu einer Frage der besseren Fitness, die der Mallorquiner für sich entschied. Nadal schaffte das entscheidende Break zum 5:3.

Gilles Simon (FRA/26) - Andy Murray (GBR/4) 1:6, 4:6, 4:6

Der an Nummer drei gesetzte Schotte ließ in der dritten Runde nichts anbrennen und setzte sich deutlich und glatt in drei Sätzen gegen Simon durch. Nach dem Break zum 4:5 im dritten Satz konnte Murray das Spiel bei eigenem Aufschlag mit seinem zweiten Matchball durch ein Ass beenden. Nun muss der 25-jährige Weltranglisten-Vierte in der nächsten Runde gegen den Amerikaner Sam Querrey ran.

Robin Söderling (SWE/6) - Thomaz Bellucci (BRA/25) 6:4, 6:2, 7:5

Xavier Malisse (BEL) - Sam Querrey (USA/18) 7:6, 4:6, 2:6, 7:5, 7:9

Tobias Kamke (GER) - Jo-Wilfried Tsonga (FRA/10) 1:6, 4:6, 6:7

Kamke: 2 Asse. Tsonga: 19. Kamke: 7 Doppelfehler. Tsonga: 1. Kamke: 21 Winner. Tsonga: 39. Kamke: 24 Unforced Error. Tsonga: 11. Mehr muss man nicht wissen. Der deutsche Qualifikant hatte nicht den Hauch einer Chance. Im dritten Satz erreichte er immerhin den Tiebreak, verlor diesen aber auch klar mit 1:7.

Für Kamke war das dritte Grand-Slam-Turnier seiner Karriere dennoch ein großer Erfolg. Erstmals stieß er in die Runde der letzten 32 vor und wird in der neuen Weltrangliste von Position 126 einen großen Sprung Richtung Top 100 machen. Tsonga trifft nun in einem französischen Duell auf Benneteau.

Paul-Henri Mathieu (FRA) - Thiemo De Bakker (NED) 7:6, 7:6, 6:7, 6:4

Jeremy Chardy (FRA) - David Ferrer (ESP/9) 5:7, 3:6, 6:4, 6:3, 5:7

Ganz bittere Niederlage für den Franzosen. Da kämpft er sich nach 0:2-Satzrückstand toll zurück, zimmert herrliche Winner rein, schlägt im fünften Satz zum Matchgewinn auf - und dann versagen ihm die Nerven. Ferrer trifft im Achtelfinale auf Robin Söderling.

Fabio Fognini (ITA) - Julien Benneteau (FRA/32) 4:6, 1:6, 6:4, 3:6

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Damen-Einzel - 3. Runde

Spielplan/Ergebnisse

Serena Williams (USA/1) - Dominika Cibulkova (SVK) 6:0, 7:5

Bärenstarker Auftritt von Serena Williams. Der erste Satz war schon nach 18 Minuten durch, im zweiten blieb Cibulkova besser dran, aber letztlich war das Power-Game von Serena für sie eine Nummer zu schnell. Serenas größte Waffe? Ihr überragender Aufschlag (19 Asse!). Cibulkova gewann im gesamten Match bei Aufschlag Williams nur sechs Punkte.

Barbora Zahlavova Strycova (CZE) - Maria Scharapowa (RUS/16) 5:7, 3:6

Im ersten Satz übertrafen sich beide Spielerinnen gegenseitig mit Unforced Errors, erst danach wurde das Match zumindest etwas besser. Scharapowa mit ihrer gewohnten Power von der Grundlinie (34 Winner), aber eben auch mit viel zu vielen Fehlern (35). Nach knapp zwei Stunden stand die Russin als Siegerin fest. Wenn sie im Achtelfinalle gegen Serena Williams eine Chance haben will, muss sie sich deutlich steigern.

Sara Errani (ITA/32) - Agnieszka Radwanska (POL/7) 3:6, 1:6

Caroline Wozniacki (DEN/3) - Anastasia Pavlyuchenkowa (RUS/29) 7:5, 6:4

Kein gutes Match, beide hatten am Ende mehr unerzwungene Fehler als Winner auf dem Konto. Pavlyuchenkowa war die aktivere Spielerin (27 Winner), aber sie machte dabei auch viel mehr Fehler als die Dänin. Wozniacki bekommt es jetzt mit Kvitova zu tun.

Petra Kvitova (CZE) - Victoria Asarenka (BLR/14) 7:5, 6:0

Na Li (CHN/9) - Anastasia Rodionowa (AUS) 6:1, 6:3

Flavia Pennetta (ITA/10) - Klara Zakopalova (CZE) 2:6, 3:6

Überraschendes Aus für Flavia Pennetta. Die Italienerin kam gegen die 28-jährige Tschechin überhaupt nicht ins Spiel und schlug im gesamten Match nur sechs Winner. Zakopalova verbuchte auf der anderen Seite 25 Gewinnschläge.

Alexandra Dulgheru (ROU/31) - Kaia Kanepi (EST) 1:6, 2:6

Advantage Regelmann: Wir sind Rasen!

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