Mittwoch, 27.01.2010

Australian Open

Federer dreht Spiel gegen Dawydenko

Tennis-Rekordchampion Roger Federer hat erneut das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der Schweizer bezwang im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne den Russen Nikolai Dawydenko mit 2:6, 6:3, 6:0, 7:5. Im Halbfinale trifft er auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.

Roger Federer machte in den ersten eineinhalb Sätzen 25 leichte Fehler
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Roger Federer machte in den ersten eineinhalb Sätzen 25 leichte Fehler

Sein Gegner in der Vorschlussrunde wurde ebenfalls am Mittwoch zwischen Novak Djokovic (Nr. 3) und Jo-Wilfried Tsonga (Nr. 10) ermittelt. Der Franzose Tsonga setzte sich in fünf Sätzen mit 7:6 (10:8), 6:7 (5:7), 1:6, 6:3, 6:1 durch und steht zum zweiten Mal nach 2008 im Halbfinale.

"Novak hat in den ersten drei Sätzen unglaublich gespielt, aber ich war wohl fitter" sagte Tsonga, "jetzt spiele ich gegen den besten Spieler aller Zeiten, mal sehen, was ich da machen kann."

Allerdings profitierte der Franzose im Viertelfinale nach dem dritten Satz von Magenproblemen bei Djokovic. Der Serbe verschwand beim Stand von 0:2 in die Katakomben der Arena und musste sich medizinisch behandeln lassen. Er fand danach nicht mehr zu seiner Form der ersten drei Sätze zurück. Nach 3:53 Stunden hatte Tsonga zum zweiten Mal in seiner Laufbahn das Halbfinale eines Major-Turniers erreicht.

Federer bleibt nach seinem Erfolg und der Niederlage von Djokovic vorerst auf Platz eins der Weltrangliste. Bei einer Niederlage und einem Turniersieg von Djokovic wäre er von dem Serben als Nummer eins abgelöst worden.

Australian Open - die besten Bilder aus Melbourne
Die Verzweiflung steht Venus Williams ins Gesicht geschrieben. Sie unterlag der Chinesin Li im Viertelfinale überraschend mit 6:2, 6:7 (4:7), 5:7
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Besser machte es ihre Schwester Serena, die mit ihrem Dreisatzsieg gegen Viktoria Asarenka (l.) die Familienehre hochhielt
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Bei den Herren drehte Roger Federer ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen Nikolai Dawydenko und zog ins Halbfinale ein
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Bei den Herren drehte Roger Federer ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen Nikolai Dawydenko und zog ins Halbfinale ein
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Da kann sich Nikolai Dawydenko noch so strecken. Gegen den Weltranglistenersten musste er sich schließlich geschlagen geben
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Und auch Jo-Wilfried Tsonga erreichte die Vorschlussrunde. Er besiegte Novak Djokovic mit 7:6 (10:8), 6:7 (7:5), 1:6, 6:3, 6:1
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Und auch Jo-Wilfried Tsonga erreichte die Vorschlussrunde. Er besiegte Novak Djokovic mit 7:6 (10:8), 6:7 (7:5), 1:6, 6:3, 6:1
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Das hat anscheinend auch Popstar Lily Allen (l.) gefreut, die sich das Geschehen auf dem Court mit Vergnügen ansah
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Da soll noch einmal einer sagen, Tennis wäre nichts fürs Auge. Die Fans in Melbourne beweisen das Gegenteil
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Genauso wie die eine oder andere Spielerin. Bestes Beispiel: Maria Kirilenko. Allerdings war für sie im Viertelfinale Endstation
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Probleme mit dem verlängerten Rücken hatte Kirilenko gegen die Chinesin Jie Zheng auch noch. Ein Highlight im Leben eines Physiotherapeuten
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Apropos Verletzungsprobleme: Rafael Nadal musste sein Viertelfinale gegen Andy Murray wegen Kniebeschwerden aufgeben
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Murray tat es sehr leid, denn beide spielten ein hervorragendes Match. Zum Zeitpunkt der Aufgabe führte Murray mit 2-0 Sätzen.
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Murray trifft im Halbfinale auf den Erleuchteten. So sieht es zumindest aus. Schon ein komischer Jubel von Marin Cilic nach dem Sieg gegen Andy Roddick
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Zwei Büsten gab es zu Ehren des australischen Weltklasse-Doppels vergangener Tage: Mark Woodforde (l.) und Todd Woodbridge
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Tag 8: Auch die zweite Woche in Melbourne hielt hochklassiges Tennis bereit. Jo-Wilfried Tsonga besiegte in einem Fünfsatz-Krimi Nicolas Almagro aus Spanien
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Roger Federer steht ebenfalls im Viertelfinale: Der Schweizer ließ Lokalmatador Lleyton Hewitt beim 6:2, 6:3, 6:4 keine Chance
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Auch die leicht bekleideten australischen Damen, die Publikumsliebling Hewitt lautstark unterstützten, konnten den Fed-Express nicht stoppen
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Serena Williams hatte bis auf ihren Ausrutscher auf den Hosenboden keine Probleme mit Samantha Stosur: 6:4, 6:2 hieß es am Ende. Viertelfinaleinzug für die US-Amerikanerin
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Novak Djokovic auf Konfrontationskurs mit einem kleinen Nachtfalter. Der Serbe ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zog in die nächste Runde ein
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Ein Pausenritual zur Abkühlung oder Geheimniskrämerei? Die Russin Vera Zvonareva versteckt sich unter ihrem Handtuch
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23. Halbfinale in Folge für Federer

Ein kleiner Luftsprung, ein Lächeln Richtung Ehefrau Mirka - nach dem Matchball war Roger Federer die Erleichterung deutlich anzumerken. Der Schweizer hatte bei den Australian Open in Melbourne durch den 2:6, 6:3, 6:0, 7:5-Erfolg über Nikolai Dawydenko nicht nur erneut das Halbfinale erreicht, sondern auch Platz eins in der Weltrangliste erfolgreich verteidigt.

"Ich war nach dem Blick auf die Auslosung etwas besorgt, dass es diesmal schiefgehen könnte", sagte Federer nach seinem erneuten Erfolg, "Dawydenko war zuletzt der heißeste Spieler auf der Tour."

"Auch für mich erstaunlich"

Zum 23. Mal hintereinander seit Wimbledon 2004 spielt Federer am Freitag das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. 23 Mal, ein unglaublicher Rekord, den der 28-Jährige selbst kaum fassen kann: "Das ist auch für mich erstaunlich. Irgendwie bin ich immer in der Lage, bei den Grand-Slam-Turnieren Leistung zu bringen."

So bleibt Federer auch auf jeden Fall an der Spitze des ATP-Rankings. Bei einem Ausscheiden im Viertelfinale und einem Turniersieg von Djokovic hätte er die Top-Position an den Serben abgeben müssen. Er wusste also, was alles am Mitwoch auf dem Spiel stand.

Blitzstart von Dawydenko

Zweimal in Folge hatte er zuletzt gegen Dawydenko verloren, in London beim ATP-Finale und beim Turnier in Doha. Der 28 Jahre alte Russe strotzte angesichts einer Serie von 13 Siegen in Folge vor Selbstvertrauen.

Zack - die Vorhand, patsch - die Rückhand. Ehe man sich versah, hatte Dawydenko den ersten Satz glatt gewonnen, führte 3:1 im zweiten und hatte drei weitere Breakbälle. Den einfachsten schoss er unbedrängt aus nächster Nähe ins Netz. Es war die Wende, der Tennisgott hatte sich wieder mal für Federer entschieden.

Dawydenko hatte nach seinem Missgeschick die Partie praktisch schon verloren. 13 Spiele in Folge gab er ab, produzierte einen Fehler nach dem anderen, Federer praktisch keinen mehr. "Das war alles scheiße, es kotzt mich an", sagte Dawydenko, "ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Ich habe gar nichts mehr getroffen."

Federer konnte den Umschwung selbst nicht fassen: "Ich bin auch nach dem schnellen Rückstand immer positiv geblieben und habe auf meine Chance gehofft", sagte der Sieger hinterher, "aber dass ich so dramatisch zurückgekommen bin, war schon überraschend."

LIVE-TICKER: Der irre Matchverlauf noch einmal zum Nachlesen


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