Wimbledon

Serena Williams holt sich Wimbledon-Titel

SID
Samstag, 04.07.2009 | 17:31 Uhr
Für Serena Williams ist es der dritte Triumph auf dem heiligen Rasen von Wimbledon
© Getty

Serena Williams hat zum dritten Mal in ihrer Karriere die All England Championships gewonnen. Im Finale setzte sie sich mit 7:6 und 6:2 gegen ihre Schwester Venus durch.

Serena Williams hat den erneuten "Sister Act" im Wimbledon-Finale gegen ihre Schwester Venus gewonnen und zum dritten Mal nach 2002 und 2003 bei den All England Championships triumphiert.

Die 27-Jährige setzte sich nach 1:26 Stunden Spielzeit mit 7:6 (7:3), 6:2 gegen ihre zwei Jahre ältere Schwester durch, die damit ihren dritten Wimbledon-Sieg in Folge verpasste. Serena revanchierte sich gleichzeitig für die Niederlage im Endspiel an der Church Road vor einem Jahr.

11. Grand-Slam-Titel für Serena

"Ich bin so glücklich. Ich habe gegen die beste Spielerin auf Rasen überhaupt gewonnen", sagte die Siegerin anschließend, "ich danke meinem Gott." Die entthronte Titelträgerin lächelte derweil tapfer, immerhin bleibt der Titel in der Familie: "Sie war heute zu gut und hatte eine Antwort auf alles, was ich versucht habe."

Gemeinsam treten beide später am Nachmittag noch zum Doppelfinale gegen Samantha Stosur und Rennae Stubbs (Australien) an, um auch dort ihren Titel zu verteidigen.

Nestor & Zimjonic verteidigen Doppeltitel

Zuvor verteidigten Daniel Nestor und Nenad Zimjonic ihren Doppeltitel ebenfalls erfolgreich. Das kanadisch-serbische Duo setzte sich im Endspiel mit 7:6, 6:7, 7:6, 6:3 gegen die amerikanischen Brüder Bob und Mike Bryan durch.

Nestor/Zimonjic setzten sich bereits beim Mastersfinale 2008 im Endspiel gegen die Bryans durch. Sie sind mit sechs Turniersiegen auch das erfolgreichste Doppel in diesem Jahr.

Serena nutzt ihren vierten Matchball

Als Venus den vierten Matchball mit einem Vorhandfehler ins Netz geschlagen hatte, sank Serena für einen kurzen Moment auf der Grundlinie auf die Knie.

Die "kleine" Williams-Schwester gewann damit bereits den elften Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. "Ich kann das noch gar nicht glauben, ich fühle mich geehrt und gesegnet", meinte Serena.

Sie hatte in diesem Jahr bereits bei den Australian Open in Melbourne triumphiert. Venus musste in ihrem achten Wimbledon-Finale ihre dritte Niederlage einstecken.

Nur Serena konnte sie bislang in einem Endspiel in London schlagen. Im Familienvergleich ging Serena nun mit 11:10 Siegen in Führung.

Safina weiter die Nummer eins

Neben der Venus Rosewater Dish aus der Hand des Herzogs von Kent nahm Serena für ihren Sieg auch ein Preisgeld von rund 995.000 Euro entgegen.

Ihre Schwester muss sich mit rund 497.000 Euro trösten. In der neuen Weltrangliste bleibt Serena auf Platz zwei vor Venus.

Die Nummer eins ist weiterhin Dinara Safina, obwohl die Russin im Halbfinale am Donnerstag mit 1:6, 0:6 gegen Venus die klarste Niederlage einer Weltranglisten-Ersten jemals hinnehmen musste.

Beide Spielerinnen wirkten zunächst wie gehemmt

Die Final-Partie konnte die hohen Erwartungen zunächst nicht erfüllen. Beide Spielerinnen wirkten zunächst wieder wie gehemmt und konnten sich offenbar nicht so sehr in das Match hineinsteigern wie gegen "normale" Gegnerinnen.

Vater Richard Williams war bereits am Vorabend zurück nach Florida geflogen. Der Coach der beiden schaut sich Familienduelle in Finals in der Regel nicht an. Diesmal hatte er sportlich auch nicht allzuviel verpasst. Im Vergleich zum spannenden Spiel 2008 war die Begegnung diesmal deutlich weniger gut.

Serena dominierte Venus

Serena dominierte das Spiel im Wesentlichen mit ihrem starken Aufschlag. Großartige und spektakuläre Ballwechsel kamen nur wenige zustande, auch Venus stärkster Schlag ist schließlich ebenfalls das Service.

Die größere Schwester hatte ihre beste Chance im ganzen Match, als sie beim Stand von 4:3 zwei Breakbälle hatte, die Serena mit zwei starken Aufschlägen abwehrte.

Danach marschierte Serena unaufhaltsam voran. Sie wirkte emotionaler als ihre Schwester, schien den größeren "Killerinstinkt" zu haben.

Nach dem Satzgewinn im Tiebreak ballte sie die Faust und schrie ihre Freude heraus. Im zweiten Satz war die 27-Jährige nie mehr gefährdet. Breaks zum 2:4 durch einen Doppelfehler von Venus und zum 2:6 entschieden schließlich das Match.

Grönefeld erreicht Mixed-Finale

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung