Kanu: Deutscher Vierer-Kajak siegt - Brendel/Vandrey verpassen WM-Ticket

Vierer-Kajak siegt in Szeged

SID
Sonntag, 28.05.2017 | 13:12 Uhr
Der deutsche Vierer überzeugte
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Der neu besetzte Vierer-Kajak der Herren hat für den ersten deutschen Weltcupsieg der Kanu-Saison gesorgt. Die Olympiasieger Max Rendschmidt und Tom Liebscher, der Rio-Dritte Ronald Rauhe und Max Lemke gewannen im ungarischen Szeged das Rennen über 500 m vor Spanien und Tschechien.

Für den deutschen Kanu-Verband (DKV) war es der einzige Sieg des Wochenendes.

Eine Enttäuschung erlebten die Olympiasieger Sebastian Brendel und Jan Vandrey, die im Canadier-Zweier auf ihrer Paradestrecke über 1000 m das WM-Ticket verpassten. Das Gold-Duo aus Potsdam verlor das teaminterne Duell mit Peter Kretschmer und Yul Oeltze. Während Brendel/Vandrey auf Rang vier landeten, schafften Kretschmer/Oeltze als Dritte die Qualifikation für den Saisonhöhepunkt in Racice/Tschechien (23. bis 27. August).

"Die letzten Meter haben uns leider eine bessere Platzierung gekostet. Aber das ist Sport", sagte der dreimalige Olympiasieger Brendel, der am kommenden Wochenende in Belgrad im Einer über 1000 m und 5000 m und im Zweier über 500 m auf mehr Erfolg hofft. London-Olympiasieger Kretschmer war erleichtert: "Wichtig ist, dass wir uns für die WM-Mannschaft qualifiziert haben. Jetzt fällt eine Menge Druck von einem ab."

Aufs Treppchen schaffte es in Szeged zudem einzig Junioren-Weltmeisterin Melanie Gebhardt (Leipzig) als Dritte über 1000 m. DKV-Sportdirektor Jens Kahl sah in den Ergebnissen der stark verjüngten Mannschaft keinen Grund zur Sorge. "Wir wussten, dass wir nach der langen Pause nach Rio und auch aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle bei einigen Athleten noch nicht wieder auf Top-Niveau sind. Wir sind nun mal nicht der FC Bayern, der auch mit der zweiten Mannschaft Siege einfährt, sagte Kahl.

Vierer-Olympiasieger Liebscher landete in der ungarischen Kanu-Hochburg im Kajak-Einer über 1000 m auf Rang fünf. Rendschmidt, der 2016 in Rio wie Liebscher im deutschen Gold-Vierer gesessen hatte, musste sich bereits im Zwischenlauf geschlagen geben.

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