Segeln

Vier Siege bei Kieler Woche

SID
Schadewaldt (l.) sicherte sich 3000 Euro Prämie
© getty

Jede Menge spannende Manöver, vier deutsche Gesamtsiege und ein bestens gelaunter Alfons Hörmann: Der Finaltag der olympischen Klassen bei der 121. Kieler Woche verlief so ganz nach dem Geschmack des DOSB-Präsidenten.

"Das waren richtig schöne Rennen mit tollen deutschen Erfolgen", sagte Hörmann, der sich bei der 121. Kieler Woche im Segelrevier der Hamburger Olympiabewerbung für 2024 umsah.

Dabei konnte er gleich vier deutsche Gesamtsiege beobachten - allerdings war das Teilnehmer-Feld unter internationalen Gesichtspunkten nur durchschnittlich besetzt.

Dennoch waren die Erfolge von Laser-Athlet Tobias Schadewaldt, dem 49er-Duo Justus Schmidt/Max Böhme, der Nacra-17-Crew Paul Kohlhoff/ Carolina Werner und von Lokalmatador Heiko Kröger in der paralympischen 2.4mR-Klasse allesamt beachtlich.

Der 30 Jahre alte Oldenburger Schadewaldt segelte in der Laser-Klasse mit großer Souveränität zu seinem insgesamt dritten Triumph bei der Kieler Woche und sicherte sich die Siegprämie von 3000 Euro.

Medaillen sind das Ziel

"Meine Oberschenkel brannten wie sonst was, aber es hat sich gelohnt", sagte Schadewaldt hochzufrieden, der zuvor zweimal im 49er triumphiert hatte (2011/2012). Der athletische Segler bewies, dass die Laser-Klasse mit Blick auf die Olympischen Spiele in Rio durchaus stark besetzt ist.

Mit dem in Kiel aufgrund der anstehenden WM nicht angetretenen Philipp Buhl - in dieser Saison bereits bei zwei Weltcups erfolgreich - liefert er sich ein Duell um das bereits gesicherte Nationenticket für die Sommerspiele 2016.

Tickets für Rio hat der Deutsche Seglerverband (DSV) bereits im RS:X-Windsurfen und im 49erFX sicher, weitere sollen bei den vielen anstehenden Klassen-Welt- und Europameisterschaften geholt werden - die Grundvoraussetzung für ein gutes Abschneiden in Rio. "Ich hoffe, dass wir dort eine Medaille holen werden, aber es wird schwierig", sagte Bundestrainer David Howlett.

"Harte Arbeit hat sich gelohnt"

Im Skiff ist der Konkurrenzdruck im DSV enorm. Nur den Niederländern Annemieke Bekkering/Daniel Bramervaer musste ein deutsches Trio den Vortritt lassen. Leonie Meyer/Elena Stoffers (Kiel) kamen knapp vor Jule Görge/Lotta Görge (Kiel) und Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin) ins Ziel.

Noch besser lief es für Schmidt/Böhme, die im 49er der Männer das favorisierte Duo Erik Heil/Thomas Plößel (beide Kiel) auf Rang zwei verwiesen. "Nach vier Jahren hat es endlich gereicht und die harte Arbeit hat sich gelohnt", sagte Schmidt nach dem Coup, mit dem sie Heil und Plößel rund ein Jahr vor Olympia unter Druck setzten.

Ein Ausrufezeichen schafften auch Paul Kohlhoff und Carolina Werner im Nacra 17-Katamaran. Schon am Dienstag stand der Sieg des Mixed-Teams fest, am Mittwoch gewannen sie auch souverän das Medaillenrennen. Gleiches gilt für Kröger, der zum achten Mal die Kieler Woche gewann.

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