Samstag, 05.11.2016

Gabi Dörries zur neuen DSV-Präsidentin gewählt

Gabi Dörries übernimmt DSV-Präsidentschaft

Die favorisierte Gabi Dörries ist neue Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Auf dem Verbandstag in Leipzig wurde die 55-Jährige am Samstag mit 89 Prozent der Stimmen zur Nachfolgerin von Christa Thiel gewählt.

Beim DSV freut man sich auf die neue Präsidentin
© getty
Beim DSV freut man sich auf die neue Präsidentin

Thiel war nach 16 Jahren im Amt nicht mehr angetreten. Die Konkurrenten Vico Kohlat und Dietmar Schott hatten gegen Dörries keine Chance.

"Ja, ich bin überrascht, aber ich bin auch froh und glücklich", sagte Dörries über das sehr klare Votum: "Als Allererstes werden wir die Verträge der Trainer verlängern. Das Jahr ist fast vorbei, und sie hätten bestimmt gerne Sicherheit."

Die Software-Unternehmerin war mit einem Team bei der Wahl angetreten. Neuer DSV-Vizepräsident Recht ist der 53 Jahre alte Jurist Clemens Stewing. Andrea Thielenhaus (53) übernimmt den Posten der Vizepräsidentin Finanzen. Für den Bereich Verbandsentwicklung bleibt im Präsidium Wolfgang Hein (60) zuständig.

Unterstützung der Schwimm-Stars

Thiel, die wegen der anhaltenden sportlichen Talfahrt der DSV-Athleten und der finanziellen Engpässe in der Kritik gestanden hatte, wurde zur Ehrenpräsidentin gewählt und mit 263 zu 95 Stimmen von den Delegierten entlastet. Der Verbandstag im Kongresszentrum am Leipziger Zoo fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Für Dörries hatten sich im Vorfeld auch die drei früheren Schwimmstars Britta Steffen, Paul Biedermann und Thomas Lurz stark gemacht. "So sehr ich mich für Gabi freue, dass sie Präsidentin geworden ist, hat sie doch einen Berg Arbeit vor sich. Aber ich glaube ganz fest, dass sie das schafft", sagte Weltrekordler Biedermann.

Die ehemaligen Stars unterstützten auch die von Dörries beantragte Anschubfinanzierung zur Umstrukturierung des Verbandes. In dieser Frage ist es beim Verbandstag zu einem Kompromiss gekommen: Statt zwei Jahre je 50 Cent pro Mitglied kommt nur im ersten Jahr die Beitragserhöhung. "Das ist ein Kompromiss, wir müssen im nächsten Jahr nachsitzen", sagte Dörries.


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