Freitag, 20.05.2016

Europameisterschaft in London

Vierter Titel für Sarah Sjöström

Vierter EM-Titel für Star Sarah Sjöström, kein Abendauftritt für die Deutschen: Am fünften Tag der Europameisterschaften in London ist kein deutscher Schwimmer über die Vorläufe hinausgekommen.

Sjöström gewann ihren vierten Titel
© getty
Sjöström gewann ihren vierten Titel

Alexander Kunert (Gelnhausen) erreichte trotz persönlicher Bestzeit von 53,74 Sekunden über 100 m Schmetterling nur Rang 26. Markus Gierke aus Hannover schlug nach 53,94 Sekunden als Vorlauf-34. an. Max Pilger (Bonn) verpasste über 50 m Brust das Halbfinale als 36. (28,96) ebenfalls deutlich.

Aufgrund eines Infekts konnte Philipp Forster (Frankfurt/Main) nicht über 100 m Schmetterling starten. Rückensprinter Carl Louis Schwarz (Potsdam) verzichtete auf einen Start auf seiner Nebenstrecke 200 m Rücken. Somit ging am Freitagabend erstmals bei dieser EM kein deutscher Schwimmer ins Wasser.

Zu ihrem vierten Titel in dieser EM-Woche schwamm Sarah Sjöström. Die Doppel-Weltrekordlerin aus Schweden verpasste bei ihrem Sieg über 100 m Schmetterling in 55,89 Sekunden ihre Jahresweltbestzeit um lediglich zwei Zehntelsekunden. 1500-m-Europameister Gregorio Paltrinieri (Italien) sicherte sich über 800 m Freistil in 7:42,33 Minuten sein zweites EM-Gold. Dänemarks Weltrekordhalterin Rikke Moeller Pedersen verteidigte souverän ihren Titel über 200 m Brust (2:21,69). Europameister über 100 m Freistil wurde Luca Dotto (Italien, 48,25). Die Mixed-Freistilstaffel entschieden die Niederländer um Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo für sich.

Uhr stoppt bei nicht bei Peaty

Den kuriosesten Moment dieses EM-Abends erlebte ausgerechnet Lokalmatador Adam Peaty, als die Uhr nach dem 50-m-Brust-Halbfinale nicht stoppen wollte. Minutenlang warteten die schnellsten Schwimmer des zweiten Semifinals am Beckenrand auf ihre Zeiten. Später standen 22,66 Sekunden als beste Zeit für den britischen Weltrekordhalter zu Buche.

Der 15-köpfige deutsche Kader für die Titelkämpfe in der britischen Hauptstadt ist vorwiegend mit Nachwuchskräften bestückt. Die Teilnahme der Olympia-Hoffnungen für 2020 sieht Bundestrainer Henning Lambertz als "Invest in die Zukunft". Die Jungen sollen internationale Erfahrung sammeln. "Viele von ihnen werden die Schwimmer sein, die uns in drei, vier Jahren hoffentlich die Freude nach Hause holen", sagte er.

Von den zwei für Rio de Janeiro vorqualifizierten Olympia-Schwimmern im deutschen EM-Team bestreitet Kurzbahn-Europameisterin Franziska Hentke (Magdeburg) am Samstagvormittag ihren Vorlauf über 200 m Schmetterling. "Für sie ist es die Generalprobe für die Olympischen Spiele", sagte Lambertz. Weltmeister Marco Koch (Darmstadt) schwamm bereits am Donnerstagabend zu Silber über 200 m Brust.


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