Dienstag, 21.04.2015

Im Zuge der Park-Affäre

Anwalt fordert Freispruch für Ärztin

Im Prozess gegen die Ärztin des positiv getesteten südkoreanischen Olympiasiegers Park Tae-Hwan hat der Anwalt einen Freispruch gefordert. Die Medizinerin sei ein Sündenbock in dieser Affäre, wird Anwalt Moon Jeong-Il von der Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Sie hätte kein Fachwissen im Sport und vorher noch nie einen Athleten betreut.

Park Tae-Hwan wurde wegen Doping für 18 Monate gesperrt
© getty
Park Tae-Hwan wurde wegen Doping für 18 Monate gesperrt

Die Ärztin hatte Park eine Spritze mit dem anabolen Steroid Testosteron verabreicht und war deshalb im Februar wegen fahrlässigen Verhaltens, der Verletzung der ärztlichen Berufsordnung und Körperverletzung angeklagt worden.

Park war vom Weltverband FINA für 18 Monate gesperrt worden und muss deshalb um seinen Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro bangen. Das Management des Athleten hatte der Medizinerin vorgeworfen, dem Südkoreaner die Injektion verabreicht zu haben, ohne ihn über eine darin enthaltene verbotene Substanz zu informieren.

Park, Konkurrent des deutschen Schwimmstars Paul Biedermann, hatte in Peking Gold über 400 m gewonnen und wurde damit Südkoreas erster Olympiasieger im Schwimmen. Zudem holte er über 200 m Silber. 2012 in London schlug er auf beiden Strecken als Zweiter an. Zudem wurde er 2007 und 2011 Weltmeister über 400 m.


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