Dienstag, 24.03.2015

Nach Dopingsperre für Südkoreas Schwimmstar

Park droht Olympia-Aus

Südkoreas Schwimmstar Park Tae-Hwan droht wegen seiner Dopingsperre das Aus bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Zwar läuft die vom Weltverband FINA verhängte 18-monatige Sperre am 2. März 2016 ab. Doch eine im vergangenen Jahr eingeführte Regelung sieht vor, dass Dopingsünder drei Jahre lang nicht für Südkorea starten dürfen.

Park Tae-Hwan wurde positiv auf das verbotene anabole Steroid Testosteron getestet
© getty
Park Tae-Hwan wurde positiv auf das verbotene anabole Steroid Testosteron getestet

"Sollte diese Regel angewendet werden, könnte Park nicht an Olympia im nächsten Jahr teilnehmen", sagte ein Funktionär des südkoreanischen Olympischen Komitees KOC der französischen Nachrichtenagentur AFP. Park, Olympiasieger 2008 über 400 m Freistil und einer der großen Rivalen des deutschen Schwimmstars Paul Biedermann, war am Montag von der FINA gesperrt worden, weil er im September 2014 positiv auf das verbotene anabole Steroid Testosteron getest worden war.

Im Februar war in Südkorea im Zusammenhang mit dem positiven Dopingtest ein Arzt angeklagt worden. Das Management des Athleten hatte dem Mediziner vorgeworfen, Park eine Spritze verabreicht zu haben, ohne ihn über eine enthaltene verbotene Substanz zu informieren.

Park hatte in Peking Gold über 400 m gewonnen und wurde damit Südkoreas erster Olympiasieger im Schwimmen. Zudem holte er über 200 m Silber. 2012 in London schlug er auf beiden Strecken als Zweiter an. Zudem wurde er 2007 und 2011 Weltmeister über 400 m.


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