Samstag, 06.12.2014

Kurzbahn-WM in Doha

Russland und Manaudou mit Weltrekord

An der Rekordjagd in Doha haben sich auch die deutschen Schwimmer beteiligt: Während die internationalen Stars am vierten Tag der Kurzbahn-WM in Katar vier weitere neue Weltbestmarken aufstellten, sorgten die Mixed-Staffel als Finalfünfte und der Olympiaachte Markus Deibler als Halbfinalzweiter mit deutschen Rekorden für Höhepunkte.

Florent Manaudou freut sich über seinen Sieg und den Weltrekord
© getty
Florent Manaudou freut sich über seinen Sieg und den Weltrekord

Für das 4x50-m-Freistilquartett um den Olympiavierten Steffen Deibler reichte es trotz neuer Bestzeit in 1:30,55 Minuten nicht zu Edelmetall. Markus Deibler darf dagegen am Sonntag nach dem Rekord in 51,46 Sekunden über 100 m Lagen auf seine zweite WM-Medaille nach 2010 hoffen.

Nur Weltrekordler und Titelverteidiger Ryan Lochte aus den USA war im Halbfinale fünf Hundertstel schneller als der Hamburger. "Fast schöner als der deutsche Rekord war, dass ich die ganze Zeit mit den Topleuten auf einer Höhe war", sagte der 24-Jährige: "Eine Medaille wäre schon ein Traum." Die alte Bestmarke hatte Deibler als WM-Zweiter 2010 in Dubai aufgestellt.

Für seinen Bruder Steffen, Marco Di Carlo (Frankfurt), Dorothea Brandt (Essen) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) war Edelmetall außer Reichweite: Das US-Quartett um Doppel-Olympiasieger Matt Grevers, das vor Russland und Brasilien siegte, schwamm in 1:28,57 Minuten zum insgesamt 16. neuen Weltrekord im Hamad Aquatic Centre, eine weitere Bestmarke wurde eingestellt.

Brandt optimistisch

Freistilsprinterin Brandt geht als Halbfinalvierte in den Endlauf über 50 m. In 24,03 Sekunden blieb die EM-Fünfte noch knapp drei Zehntelsekunden über ihrem fünf Jahre alten deutschen Rekord und sah noch Verbesserungsmöglichkeiten für Sonntag: "Wende und Anschlag waren immer noch nicht optimal.Da kann ich noch was rausholen."

Gegenüber dem Vorlauf hatte sich die 30-Jährige aus Essen um fünf Hundertstel gesteigert. Halbfinalschnellste war die niederländische Doppel-Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo.

Auf Edelmetall hofft zum Abschluss der Titelkämpfe in Katar auch Vize-Europameister Christian Diener. Der 21-Jährige aus Potsdam, der am Donnerstag über 100 m Rücken Bronze nur um neun Hundertstel verpasst hatte, zählt über 200 m als Zweiter der Jahresweltbestenliste zu den Favoriten. Zudem geht er zum Abschluss zusammen mit Vize-Weltmeister Marco Koch in der Lagenstaffel an den Start.

Hosszu mit neuem Weltrekord

Die Rekordhatz ging am Samstag mit ungebremstem Tempo weiter: Erst schwamm die russische 4x50-m-Freistilstaffel den 13. neuen Weltrekord der Titelkämpfe (1:22,60). Wenige Minuten später ließ der Franzose Florent Manaudou Nummer 14 folgen: Einen Tag nach seiner Bestmarke über 50 m Freistil setzte der schnellste Schwimmer der Welt auch bei seinem Sieg über 50 m Rücken in 22,22 Sekunden eine neue Richtzeit.

Ungarns Schwimm-Königin Katinka Hosszu wollte nicht nachstehen und schraubte ihre Bilanz in Doha mit 2:01,86 Minuten über 200 m Lagen auf vier Weltrekorde. Im letzten Rennen des Abends folgte die 16. Bestmarke durch die US-Staffel. Zudem stellte die Jamaikanerin Alia Atkinson den Weltrekord Olympiasiegerin Ruta Meilutyte (Litauen) über 100 m Brust im Halbfinale ein (1:02,36).


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