Samstag, 23.11.2013

Schwimmer schaut lieber BVB-FCB

Warnecke: Finale? Lieber Fußball

"Versuchskarnickel" Mark Warnecke ist bei seinem Comeback-Versuch mit 43 Jahren bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal zwar ins Finale geschwommen, schaut sich am Abend aber den Bundesliga-Gipfel Dortmund gegen Bayern an.

Mit 35 Jahren ist Warnecke der älteste Schwimm-Weltmeister der Geschichte
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Mit 35 Jahren ist Warnecke der älteste Schwimm-Weltmeister der Geschichte
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"Ich kann ja nicht, weil ich beim BVB bin", sagte Ex-Weltmeister nach seinem sechsten Platz in den Vorläufen über 50 m Brust.

Der Arzt und Unternehmer, der nach sechs Jahren Pause wieder mit dem Training begonnen hatte, schlug nach 28,22 Sekunden an und war zufrieden. "Das ist sehr gut für meine Verhältnisse. Ich bin aus dem vollen Training geschwommen. Früher war ich auch nicht schneller, wenn ich nicht vorbereitet war", sagte der Weltmeister von 2005.

Wenn am späten Nachmittag im Finale in der Schwimmoper der deutsche Meister ermittelt wird, ist Warnecke auf dem Weg nach Dortmund. Das Spitzenduell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München besucht der Unternehmer für Nahrungsergänzungsmittel aus beruflichen Gründen.

"Man verlernt das Wettkämpfen"

"Ich habe festgestellt, man verlernt das Wettkämpfen", sagte Warnecke: "Deswegen muss ich mich der Herausforderung stellen, obwohl ich mich heute Morgen am liebsten verpisst hätte."

Warnecke, 2005 mit 35 Jahren der älteste Schwimm-Weltmeister der Geschichte, sieht sein Comeback als "Experiment" und sich selbst als "Versuchskarnickel". Er will herausfinden, zu welchen Leistungen er in seinem Alter noch fähig ist.

Deutlich jünger sind die fünf Athleten, die in den Vorläufen am Samstagmorgen die Norm für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Herning (12. bis 15. Dezember) unterboten. Der Essener Erik Steinhagen blieb auf Warneckes Strecke 50 m Brust in 26,98 Sekunden ebenso unter der geforderten Zeit wie seine Vereinskolleginnen Caroline Ruhnau und Dorothea Brandt (beide Essen).

Tim Wallburger (Berlin) über 200 m Schmetterling und Theresa Michalak (Halle/Saale) über 200 m Lagen waren ebenfalls schneller als gefordert. Allerdings müssen die Zeiten im Finale bestätigt und Platz eins oder zwei erreicht werden, um sich für die EM zu qualifizieren.

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