Schwimmen

Jan Wolfgarten hält zu Trainer Stefan Lurz

SID
Donnerstag, 12.08.2010 | 13:06 Uhr
Jan Wolfgarten trainierte sechs Jahre lang in den USA
© Getty

Langstreckenschwimmer Jan Wolfgarten stärkt seinem Trainer Stefan Lurz den Rücken und glaubt an dessen Unschuld. Lurz wird sexueller Missbrauch einer Minderjährigen vorgeworfen.

Schwimmer Jan Wolfgarten hält zu seinem Trainer Stefan Lurz, gegen den die Würzburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs einer minderjährigen Schwimmerin eingeleitet hat.

"Ich war geschockt, als ich davon gehört habe. Ich kenne Stefan seit Jahren als Trainer und Mensch, und ich traue es ihm nicht zu. Selbst wenn es nicht stimmt, wovon ich ausgehe, ist einiges am Ruf kaputt", sagte 1500-m-Kurzbahneuropameister Wolfgarten nach seinem enttäuschenden Vorlauf-Aus über 800m Freistil bei der Schwimm-EM in Budapest.

Anwalt Jacob weist auf Unschuldsvermutung hin

Auch Lurz-Anwalt Norman Jacob geht von der "Unschuldsvermutung" aus. "Und da ist ja offenbar einiges dran, denn mein Mandant erfreut sich der Freiheit", sagte der Würzburger Strafverteidiger dem "sid": "Ansonsten halte ich es wie der Deutsche Schwimm-Verband auch. Solange ich keine solidere Kenntnis habe, halte ich es für unseriös, sich weiter zu äußern.

Stefan Lurz, der neben Wolfgarten unter anderem auch seinen Bruder, Langstrecken-Weltmeister Thomas Lurz, betreut, war nach Informationen der Mainpost von der Mutter einer 15 Jahre alten Schwimmerin, die nicht direkt von Lurz trainiert wird, angezeigt worden.

Nach Angaben des Mädchens soll es im November 2009 bei einem Wettkampf in Essen sowie bei einem Trainingslager des Verbandes in Singapur Ende März dieses Jahres zu sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Ermittlungen gegen Stefan Lurz

 

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