Freitag, 16.07.2010

Schwimmen

Olympia-Gold ist die einzige Motivation

Thomas Lurz geht als Titelverteidiger bei der WM in Roberval an den Start. "Lieber will ich keinen WM-Titel mehr und gewinne dafür bei Olympia." sagte der Freiwasserschwimmer.

Lurz hat sich auf die Distanzen 5 und 10 Kilometer spezialisiert
© Getty
Lurz hat sich auf die Distanzen 5 und 10 Kilometer spezialisiert

Acht WM-Titel hat Freiwasserschwimmer Thomas Lurz in seiner Karriere schon gewonnen, 2009 verlor er nur ein einziges Rennen. Längst gilt er als der erfolgreichste Langstreckler der Geschichte.

Da kann der Würzburger auch "relativ locker" in die Titelverteidigung bei der WM im kanadischen Roberval (15. bis 22. Juli) über 5 und 10km gehen. Seine große Motivationsquelle ist nicht mehr ein weiterer WM-Titel, für den 30-Jährigen zählt nur noch eins: Gold bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

"Das motiviert mich noch. Der Sieg bei Olympia ist das Einzige, was mir noch fehlt. Das ist das große Ziel", sagte Lurz dem "sid": "Natürlich will ich meine Titel verteidigen. Aber man kann nicht immer erwarten, dass man gewinnt. Und lieber will ich keinen WM-Titel mehr und gewinne dafür bei Olympia."

Bei Olympia in Peking 2008 reichte es nur zu Bronze, daher geht der Blick schon jetzt nach London. "Vielleicht klappt es ja mit dem Gold. Und wenn nicht, kann ich durch den Ärmelkanal zurück nach Hause schwimmen", hatte Lurz einst dazu gesagt.

Wassertemperatur bereitet dem Topfavoriten Sorgen

Mit seinen Erfolgen ist der Marathon-Weltcupsieger und Europas Freiwasserschwimmer des Jahres 2009 natürlich der Topfavorit für die WM. In der Vorbereitung gab es daher keine Experimente: normales Training, keine Neuerungen, alles wie immer. Und die Form stimmt: Ende Juni gewann Lurz den Weltcup in Setubal/Portugal.

Die einzige Sorge des 30-Jährigen gilt nur der Wassertemperatur am Austragungsort. "Wenn das Wasser unter 18 Grad Celsius hat, dann gewinnt nicht der, der am besten trainiert hat, sondern der, dessen Körper die Kälte am besten verträgt", sagt der Sportsoldat, der in diesem Jahr bereits mehr als 3000 Kilometer im Wasser zurückgelegt hat. "Ich gucke jetzt ab und an mal im Internet, wie es mit den Temperaturen aussieht."

Freiwasserschwimm-EM im August in Budapest

Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Freiwasserschwimmern auch nach der WM kaum. Knapp zwei Wochen später steht die EM in Budapest (4. bis 8. August) auf dem Programm, auch dort geht Lurz in beiden Disziplinen an den Start.

"Das ist sicher nicht optimal. Obwohl ich ja gerne Wettkämpfe schwimme", sagte er über den Terminplan: "Außerdem hat die EM einen ähnlich hohen Stellenwert wie die WM, weil sie eben auch mit allen anderen Schwimmdisziplinen zusammen durchgeführt wird."

Für die Freiwasserschwimmer sind die Wettkämpfe in Kanada gleichzeitig die letzte "Solo-WM". Ab der kommenden Saison finden auch die Weltmeisterschaften zusammen mit den Kollegen aus dem Becken alle zwei Jahre statt. Nach Ansicht von Lurz eine gute Entscheidung: "Jedes Jahr eine WM war schon immer ein bisschen viel."

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