Radsport

Tour de France: Die 19. Etappe im LIVE-TICKER zum Nachlesen

Von SPOX

Teil 2 der Alpen-Trilogie bei der Frankreich-Rundfahrt endete historisch. Egon Bernal schlüpfte ins Gelbe Karte, nachdem die Etappe auf dem Col d'Iseran aufgrund eines Hagelschauers abgebrochen werden musste. Für Thibaut Pinot kam das Ende aller Tour-Träume. Hier gibt es im Liveticker zum Nachlesen alles Wichtige zu Etappe 19.

Tour de France, 19. Etappe im LIVE-TICKER zum Nachlesen

Abbruch: Auch das Bergtrikot, welches erst einmal bei Romain Bardet bleibt, ohne dass der Franzose sein Konto heute aufstocken konnte, steht morgen wieder auf dem Spiel. Der Mann von AG2R weist lediglich zwölf Punkte Vorsprung auf Tim Wellens auf. Und zumindest auch Damiano Caruso befindet sich noch in Schlagdistanz. Das Grüne Trikot sollte Peter Sagan nach menschlichem Ermessen am Sonntag nach Paris tragen. Einzig auf dieser Schlussetappe könnte sich da theoretisch noch etwas tun. Die Nachwuchswertung bleibt in Händen von Egan Bernal. Und obwohl David Gaudu fast 20 Minuten Rückstand hat, wird der Franzose das Weiße Trikot morgen stellvertretend tragen.

Abbruch: Da Julian Alaphilippe in der Abfahrt nicht mehr die Gelegenheit bekam, Boden gut zu machen, verliert der Franzose das Maillot Jaune, muss das Trikot an Egan Bernal abtreten. Der Kolumbianer wird somit Weiß gegen Gelb tauschen. Über die genauen Abstände ist bislang nichts bekannt. Da müssen wir uns noch gedulden. Dennoch dürfte es mit Blick auf morgen spannend bleiben.

Abbruch: Auf dem höchsten Straßenpass der Alpen hat sich somit Egan Bernal zum Etappensieger gekürt. Nie zuvor wurde eine Etappe der Frankreich-Rundfahrt auf so großer Höhe beendet. Historisch sind die Ereignisse des Tages so oder so. Die Bergwertung ist also zugleich das Tagesergebnis. Simon Yates wird somit Zweiter, Waren Barguil Dritter. Emanuel Buchmann kommt als Siebter in die Wertung.

Abbruch: Es schaut jetzt so aus, als wird die 19. Etappe auf 89 Kilometer gekürzt. Die Durchfahrt am Col de l'Iseran wird als Zielankunft gewertet. Natürlich müssen die Platzierungen und Abstände dort mühsam errechnet werden. Das könnte noch viel Zeit benötigen.

25 km: Christian Prudhomme erklärt den Sportlern die Lage. Noch wird fleißig diskutiert. Ist jetzt Feierabend? Oder fahren wir die Etappe noch zu Ende? Das Gesamtklassement zumindest wurde am Iseran gemacht. Wir warten auf offizielle Bestätigungen und Ergebnisse.

25 km: Noch immer blockiert ein Gemisch aus Schnee und Wasser die Straße. Zumindest für Fahrräder ist diese unpassierbar. Nach und nach steigen die Profis vom Rad und nehmen Platz in den Teamfahrzeugen.

25 km: Bliebe noch die Frage, ob die Etappe nach dem Gefahrenpunkt, wo noch immer fleißig Schnee geräumt wird, noch einmal scharf gemacht wird, um noch den Etappensieg in Tignes auszufahren.

28 km: Selbst Tourdirektor Christian Prudhomme schreitet da zu Tat und versucht, den Sportlern die Situation zu erklären. Es werden die Zeiten am Col de l'Iseran genommen - zumindest fürs Gesamtklassement. Damit haben wir einen neuen Mann im Gelben Trikot.

30 km: Aufgrund der Straßenverhältnisse entscheidet die Jury, das Rennen zu neutralisieren. Die Etappe wird gestoppt. Nach und nach werden die Radprofis informiert. Nicht jeder möchte das glauben.

33 km: Es deutet sich ein dramatisches Ende an. Auf den letzten Kilometern zum Ziel ist ein Schnee- oder Hagelschauer niedergegangen. Fieberhaft versuchen Räumfahrzeuge, die Straße frei zu schieben.

36 km: Hinter Egan Bernal gehen die Punkte der Bergwertung an Simon Yates (30 Punkte, 450 Euro), Warren Barguil (24, 300), Laurens De Plus (20), Steven Kruijswijk (16), Geraint Thomas (12), Emanuel Buchmann (8) und Vincenzo Nibali (4). Romain Bardet geht leer aus. Doch auch Damiano Caruso holt keine weiteren Zähler, womit das Bergtrikot beim Franzosen bleiben wird.

37 km: Eine Minute nach Bernal kommen Geraint Thomas und Emanuel Buchmann auf dem Gipfel an. Eine weitere Minute später hat es Julian Alaphilippe geschafft. Sofort stürzt sich der Franzose waghalsig in die Abfahrt. Hoffentlich geht das gut.

37,5 km: Erneut bestimmt also ein Kolumbianer das Geschehen. Egan Bernal ist der Erste auf dem Dach der Tour. Auf dem Col de l'Iseran greift der Spitzenreiter das Souvenir Henri Desgrange ab. Neben den 40 Bergpunkten gibt es auch noch acht Bonussekunden, die für das Gesamtklassement wichtig werden können.

38 km: An der Spitze verlieren Vincenzo Nibali, Warren Barguil und Simon Yates den Anschluss. Egan Bernal fährt allein auf und davon, weist gut eine halbe Minute Abstand zur Gruppe mit Thomas und Buchmann auf.

39 km: Soeben fährt Egan Bernal virtuell ins Gelbe Trikot. Alaphilippe kämpft verbissen. Doch selbst wenn der Franzose dann in der Abfahrt wieder heranfahren sollte, es gibt ja heute noch einen Berg und dort oben ist das Ziel. Korrigieren lässt sich dann gar nichts mehr. Es bahnt sich ein Wechsel an der Spitze des Gesamtklassements an.

40 km: In der ersten Verfolgergruppe macht Laurens De Plus, einst ein Ausreißer, die Arbeit für Steven Kruijswijk. Dahinter fährt Geraint Thomas und an dessen Hinterrad Emanuel Buchmann.

41 km: So braust Egan Bernal an die Spitze des Rennens und drückt dort weiter auf die Tube. Das ist ein ernsthafter Angriff aufs Gelbe Trikot. Rigoberto Uran, Warren Barguil, Vincenzo Nibali und Simon Yates fahren hinter dem Spanier.

42 km: Egan Bernal macht einen straken Eindruck, führt vor Geraint Thomas. Steven Kruijswijk und Emanuel Buchmann bleiben dran. Julian Alaphilippe liegt etwa eine halbe Minute zurück.

43 km: Jetzt kämpft jeder für sich. Julian Alaphilippe bekommt Probleme. Kruijswijk, Thomas, Bernal und Buchmann fahren zusammen.

44 km: Geraint Thomas greift an! Gregor Mühlberger reagiert, führt Emanuel Buchmann in konstantem Tempo wieder heran. Dann geht Steven Kruijswijk aus dem Sattel. Romain Bardet und Wout Poels fallen zurück.

45 km: Dann verliert Steven Kruijswijk mit George Bennett seinen letzten Helfer von Jumbo-Visma. Und auch Nairo Quintana büßt jetzt für seinen gestrigen Parforceritt. Der Kolumbianer bekommt Schwierigkeiten.

46 km: Dylan van Baarle reibt sich vollständig für sein Team auf. Jetzt geht dem Niederländer der Strom aus, er fällt zurück. Ineos macht weiter Druck. So werden ständig einstige Ausreißer aufgeschnupft, andere - wie jetzt David Gaudu - fällen zurück.

48 km: Die Arbeit von Ineos sorgt dafür, dass der Abstand zur Spitze auf deutlich unter anderthalb Minuten schmilzt. Die Gruppe ums Gelbe Trikot ist allenfalls noch 20 Fahrer groß. Emanuel Buchmann hat noch Gregor Mühlberger als Helfer dabei.

49 km: Inzwischen wird das Hauptfeld immer kleiner. Jonathan Castroviejo hat als Erster der Ineos-Profis sein Tagwerk verrichtet, schert aus. Von vorn hat sich Dylan van Baarle zurückfallen lassen, übernimmt jetzt die Arbeit für Geraint Thomas und Egan Bernal.

51 km: Jetzt beginnt der Aufstieg zum Dach der Tour. Knapp 13 Kilometer müssen die Profis nach oben strampeln. Im Schnitt ist die Straße 7,5 Prozent steil. Der Berg weist allerdings auch Passagen mit bis zu zehn Prozent auf. Oben auf dem Col de l'Iseran lockt auf 2.770 Metern das Souvenir Henri Desgrange mit zusätzlichen 5.000 Euro.

54 km: Nach wie vor fahren 21 Hasardeure an der Spitze. Deren Polster ist auf 1:45 Minuten geschrumpft. Angesichts der anstehenden Schwierigkeiten stellt das kein Ruhekissen dar. Noch besteht auch für die Jungs im Hauptfeld noch die Chance auf den Tagessieg.

57 km: Die übrigen Punkte gehen an Vincenzo Nibali (13), Andrey Amador (11), Simon Yates (10), Gorka Izaguirre (9), Rigoberto Uran (8), Pello Bilbao (7), Michael Woods (6), Laurens De Plus (5), Dylan Van Baarle (4), Daniel Martin (3), Patrick Konrad (2) und Giulio Ciccone (1).

58 km: Am Zwischensprint in Bessans wird in erster Linie um das Geld gekämpft. Die Punkte sind für diese Leute eher zweitrangig. Alexey Lutsenko hat die schnellsten beine streicht 20 Zähle rund 1.500 Euro für Astana ein. Finanziell bedacht werden auch Tony Gallopin (17 Punkte, 1.000 Euro) und Warren Barguil (15, 500).

60 km: Um das Grüne Trikot von Peter Sagan müssen wir uns heute nicht scheren. Der Slowake baut auf 85 Punkte Vorsprung, das ist heute nicht wettzumachen. Von den Jungs in der Ausreißergruppe findet sich keiner unter den Top 10 der Sprintwertung.

62 km: Inzwischen liegt das Peloton gut zwei Minuten zurück. Nun geht es ohne nennenswerte Abfahrt weiter zum Zwischensprint und immer weiter aufwärts in Richtung Dach der Tour.

63 km: Bahrain-Merida organisiert sich jetzt die dritte Bergwertung des Tages am kleinen Col de la Madeleine. Damiano Caruso verbucht weitere zwei Punkte und 300 Euro. Den anderen Zähler streicht Teamkollege Vincenzo Nibali ein. Den Col de l'Iseran braucht Caruso in jedem Fall noch für das Bergtrikot.

64 km: An der Spitze des Rennens wurden bereits einige Fahrer aussortiert, Fabio Aru, Roman Kreuziger, Thomas De Gendt, Elie Gesbert und Alberto Bettiol haben den Anschluss verloren, womit nun noch 21 Pedaleure ganz vorn fahren.

65 km: Heute bewegt sich der Tour-Tross ausnahmslos in der Region Auvergne-Rhone-Alpes. Dabei wird hier im Südosten Frankreichs einzig das Departement Savoie befahren

66 km: Im Peloton kontrollieren Deceuninck-Quick-Step, Ineos und Bora-hansgrohe das Geschehen. Den Abtrünnigen dort vorn werden jetzt sogar anderthalb Minuten gegönnt. Noch ist das ein absolut überschaubarer Abstand.

67 km: Nun kommuniziert das Team Groupama-FDJ den Grund für den Ausstieg von Thibaut Pinot. Es handelt sich um eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel, die den Franzosen schon gestern plagte. Ein Bienenstich allein hätte den 29-Jährige sicherlich nicht gestoppt.

68 km: Unterdessen nähern wir uns dem dritten Berg des Tages. Der Name Col de la Madeleine weckt die Ehrfurcht der Fahrer. Doch Moment! Es handelt sich hier nicht um den berüchtigten Pass auf knapp 2.000 Metern Höhe. Dieser namensgleiche Berg gehört nur der 3. Kategorie an - zwei Punkte und 300 Euro für den Sieger.

71 km: Nach dem Ausstieg von Pinot gibt es bereits eine erste Diagnose. Nach offiziellen Angaben hat er einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel erlitten.

71 km: Lange dauert der Ausflug von Magnus Cort Nielsen nicht, der Däne ist zurück in der noch 28-köpfigen Spitzengruppe. Michael Matthews, einst auch dort dabei, ist inzwischen zurückgefallen.

74 km: Aus der Fluchtgruppe geht Magnus Cort Nielsen stiften. Der Däne von Astana versucht es auf eigene Faust, doch es ist noch ein weiter Weg.

76 km: Nachdem Damiano Caruso sein Bergkonto vorhin auf 65 Punkte schraubte, muss Romain Bardet um sein gepunktetes Textil fürchten. Dem Italiener fehlen nun noch 21 Zähler. Und die lassen sich heute noch locker einfahren.

78 km: Für das Gesamtklassement sind die Flüchtigen ein Thema. Rigoberto Uran ist als Neunter mit gerade fünfeinhalb Minuten Rückstand der Bestplatzierte. Auch Alejandro Valverde (10.) und Warren Barguil bewegen sich in einem Bereich von unter zehn Minuten. Wahrscheinlich auch deshalb hält sich deren Vorsprung weiterhin in Grenzen. Gerade eine Minute spricht für diese Gruppe.

80 km: Sunweb dagegen fehlt komplett. Das sind die Ausreißer: Dylan van Baarle (Ineos), Tony Gallopin (AG2R-La Mondiale), Vincenzo Nibali, Damiano Caruso (Bahrain-Merida), Sebastien Reichenbach (Groupama-FDJ), Alejandro Valverde, Marc Soler, Andrey Amador (Movistar), Pello Bilbao, Gorka Izagirre, Magnus Cort, Alexey Lutsenko (Astana), Laurens De Plus (Jumbo-Visma), Rigoberto Uran, Alberto Bettiol, Michael Woods (EF Education First), Simon Yates (Mitchelton-Scott), Daniel Martin, Fabio Aru (UAE Team Emirates), Giulio Ciccone (Trek-Segafredo), Jesus Herrada (Cofidis), Guillaume Martin (Wanty-Gobert), Roman Kreuziger (Dimension Data), Warren Barguil und Elie Gesbert (Arkéa-Samsic).

82 km: Nun ist endlich mal Zeit, sich der Kopfgruppe zu widmen. 29 Profis sind dort unterwegs - mit 50 Sekunden Guthaben auf das Peloton. Deutsche Beteiligung gibt es heute nicht. Zumindest ist Bora-hansgrohe als Team mit einem Fahrer dabei - mit Patrick Konrad.

85 km: Inzwischen sitzen die verbliebenen 155 Fahrer eine Stunde auf dem Rad und haben dabei 36,5 Kilometer abgespult. Das würde auf eine Zielankunft gegen 17:20 Uhr hindeuten. Aber die Topografie des Tages sorgt da sicherlich noch für Schwankungen.

88 km: Unter Tränen absolviert Thibaut Pinot seine letzten Meter. Jetzt ist ein Teamkollege von Groupama-FDJ an seiner Seite, spendet Trost. Dann stoppen die beiden. Es gibt ein abschließende Umarmung. Pinot steigt vom Rad und verschwindet im Teamfahrzeug.

88,5 km: Damiano Caruso ergattert aus der Spitzengruppe die fünf Bergpunkte und die 500 Euro für das Erklimmen der Montee d'Aussois auf 1.467 Metern.

90 km: Unterdessen kämpft Thibaut Pinot ganz allein, hat keinen Helfer an seiner Seite. Inzwischen weist der 29-Jährige dreieinhalb Minuten Rückstand auf. Wie lange tut sich der Franzose das noch an? Die Verzweiflung steht Pinot ins Gesicht geschrieben. Noch möchte er es offenbar nicht wahr haben. Die glänzende Platzierung aber ist bereits dahin.

90 km: Längst befinden wir uns im Anstieg zur zweiten Bergwertung. Über sechseinhalb Kilometer geht es bei im Schnitt 6,2 Prozent Steigung hinauf zur Montee d'Aussois. Für den Berg der 2. Kategorie gibt es fünf Punkte und 500 Euro für den Ersten.

91 km: Nun ist es um die vier Ausreißer geschehen. Zumindest die erste Verfolgergruppe rollt heran.

92 km: Das sieht gar nicht gut aus für den Franzosen, der im Gesamtklassement als Fünfter eine hervorragende Ausgangsposition besitzt. Die Tour spricht von einem Bienenstich. Wirklich gesichert sind die Informationen nicht. Dann bleibt Pinot stehen, lässt sich den Verband wieder entfernen. So fällt der Mann von Groupama-FDJ weit zurück.

94 km: Thibaut Pinot muss sich beim Tourarzt einfinden, hat Probleme mit dem linken Knie oder dem Oberschenkel. Während der Fahrt wird der Franzose verbunden.

96 km: Das Peloton zieht sich weit in die Länge, immer wieder reißen Lücken auf. Weiterhin ist keine stabile Situation entstanden. Die Spitzenreiter sind 45 Sekunden voraus. Dazwischen tummelt sich eine Vielzahl von Fahrern.

100 km: Reichlich Bergpunkte liegen heute wieder auf der Straße - insbesondere am Col de l'Iseran. Es könnte also weitere Bewegung in diesem Klassement geben. Romain Bardet, der sich gestern als Etappennzweiter ins Bergtrikot fuhr, wird also gefordert sein.

101,5 km: Jetzt kommt das Quartett auf 1.165 Metern an. Daniel Martin holt sich diesen Bergpreis und seine ersten Punkte überhaupt bei dieser Tour. Der andere Zähler geht an Pello Bilbao, dessen Konto bereits sechs Zähler aufwies.

103 km: Nun steht die erste Bergwertung des Tages an. Es geht über gut drei Kilometer hinauf zur Cote de Saint-Andre. 6,8 Prozent ist die Straße hier steil. Für diese 3. Kategorie gibt es zwei Punkte und 300 Euro für den Ersten.

105 km: Noch sorgt die Situation nicht für Zufriedenheit. Das Renngeschehen gestaltet sich nervös. Zahlreiche weitere Profis machen sich aus dem Staub: Warren Baguil, Lilian Calmejane und Tony Gallopin.

110 km: Das Nachsetzen der großen Gruppe ist nicht von Erfolg gekrönt. Offenbar zeigt sich das Hauptfeld heute nicht sehr spendabel. Die verbliebene Fluchtgruppe um Vincenzo Nibali weist nach wie vor ein Guthaben von lediglich knapp einer halben Minute auf.

117 km: Die Gunst der Stunde wollten weitere Fahrer nutzen. Nils Politt, Joey Rosskopf und Rein Taaramäe nahmen wenig später die Verfolgung der Flüchtigen auf. Dazu gesellten sich dann noch Ben King, Romain Sicard, Chad Haga, Pierre-Luc Perichon und Carlos Verona. Diese Gruppe fährt aktuell eine halbe Minute hinter den Spitzenquartett und wenige Sekunden vor dem Peloton.

120 km: Ein erster Fluchtversuch von Yoann Offredo und Stephane Rossetto schlug fehl. Dann aber ergriff Vincenzo Nibali die Initiative. Daniel Martin, Pello Bilbao und Jesus Herrada folgten dem Italiener.

124 km: Anders als sonst ließen es die Ritter der Landstraße ruhig angehen. Die üblichen frühen Attacken blieben aus. Alle sind sich bewusst, was da heute noch folgt. Zudem sind die Beine nach nun bereits fast drei Wochen müde.

Rückblick: Teil 1 der Alpentrilogie gehörte Nairo Quintana. Der bislang enttäuschende Kolumbianer holte gestern zum großen Schlag aus, setzte sich am Galibier aus einer Spitzengruppe ab, stiefelte in starker Manier zum Etappensieg nach Valloire und schob sich im Gesamtklassement wieder auf den 7. Platz vor. In der Gruppe der Favoriten machte Julian Alaphilippe seinen Rückstand in der abschließenden Abfahrt wett. Letztlich war einzig Egan Bernal mit einer Attacke erfolgreich, holte 32 Sekunden raus und verdrängte seinen Teamkapitän Geraint Thomas vom 2. Platz.

Start: Das Feld ist bereits losgerollt, der scharfe Start ist nun auch erfolgt.

Start: Aufgrund der nur 126,5 Kilometer setzte sich das Fahrerfeld heute recht spät in Bewegung. Um 13:45 Uhr rollten die verbliebenen 156 Profis los, zehn Minuten später erfolgte durch Tour-Direktor Christian Prudhomme der scharfe Start in Saint-Jean-de-Maurienne, wo die Tour de France zum fünften Mal zu Gast war.

Vor Beginn: Den höchsten Punkt der Tour erreichen wir 37,5 Kilometer vor dem Ziel. Der Col de l'Iseran wird über eine knapp 13 Kilometer lange Straße erklommen, die in Abschnitten bis zu zehn Prozent steil ist. Oben in 2.770 Metern Höhe befindet sich der höchste Straßenpass der Alpen, die Luft ist dünn. Wer dort als Erster ankommt, wird mit doppelten Bergpunkten entlohnt (40), kassiert acht Bonussekunden und neben den üblichen 800 Euro zudem das Souvenir Henri Desgrange (5.000 Euro). Dann folgt die einzige Abfahrt, ehe es zum Abschluss zur Montee de Tignes hinauf geht. Dort wird die Bergwertung der 1. Kategorie abgenommen, bevor es über weitere leicht ansteigende zwei Kilometer ins Ziel geht.

Vor Beginn: Insgesamt fünf Bergwertungen stehen heute auf dem Programm. Die ersten drei stellen noch keine Höchstschwierigkeiten dar, die sind lediglich mittelschwer kategorisiert. Auch sollte der Name Col de la Madeleine nicht in die Irre führen. Dabei handelt es sich nicht um den legendären Pass auf knapp 2.000 Metern, der bei der Tour regelmäßig eine Ehrenkategorie darstellt. Dieser gleichnamige Berg der 3. Kategorie steigt lediglich auf 1.746 Meter an. Von dort geht es ohne Abfahrt zum Zwischensprint nach Bessans und dann hinauf aufs Dach der diesjährigen Tour.

Vor Beginn: Topografische wie meteorologische Schwierigkeiten haben die Radprofis in diesen Tagen bei der Grande Boucle zu bewältigen - Hitze-Etappen im Hochgebirge. Auch der zweite Tagesabschnitt durch die Alpen wird den Fahrern trotz der Kürze alles abverlangen, denn ausgehend vom Start auf etwa 700 Metern geht es beinahe permanent bergauf. Es gibt praktisch nur eine längere Abfahrt. Und die Kraxelei spielt sich auf den letzten 100 Kilometern ausschließlich in Höhen jenseits der 1.000-Meter-Marke ab.

Vor Beginn: Emanuel Buchmann liegt mit 2:14 Minuten Rückstand auf Julian Alaphilippe weiterhin auf Rang sechs. Wie schon in den Pyrernäen wusste der Deutsche auch bei der ersten Alpenetappe zu überzeugen. "Es lief wieder ganz gut, bis zur letzten Attacke von Geraint Thomas. Aber meine Beine sind in Ordnung, ich fühle mich gut und wenn ich mich gut erhole, werde ich auch attackieren, wenn es die Lage ergibt", sagte Buchmann nach der 18. Etappe.

Vor Beginn: Bevor es losgeht noch ein kurzer Überblick über die Punktewertungen bei den restlichen Trikots:

  • Grünes Trikot (Springtwertung): 1. Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe) 309 Punkte, 2. Elia Viviani (Italien/Deceuninck-Quick Step) 224, 3. Sonny Colbrelli (Italien/Bahrain-Merida) 203

  • Gepunktetes Trikot (Bergwertung): 1. Bardet 86 Punkte, 2. Tim Wellens (Belgien/Lotto-Soudal) 74, 3. Caruso (Italien/Bahrain-Merida)

  • Weißes Trikot (Bester Jungprofi): 1. Bernal 75:20:19 Stunden, 2. David Gaudu (Frankreich/Groupama-FDJ) 17:07 Minuten zurück, 3. Enric Mas (Spanien/Deceuninck-Quick Step) 48:11

Vor Beginn: Herzlich willkommen zur 19. Etappe der Tour de France, die über 126,5 Kilometer von Saint-Jean-de-Maurienne nach Tignes führt.

Tour de France: So verfolgt Ihr die 19. LIVE im TV und Livestream

Die diesjährigen Übertragungsrechte der Tour de France liegen im Ersten und bei Eurosport.

Wie gewohnt geht dabei das Erste um 15:10 Uhr auf Sendung, Eurosport hingegen überträgt ab 13.35 Uhr. Ebenso hält es der ARD-Tochtersender One.

Falls Ihr die Etappe lieber im Livestream verfolgen wollt, seid ihr bei sportschau.de oder dem Eurosport Player richtig.

Tour de France: Die aktuelle Gesamtwertung nach der 18. Etappe

Rang

FahrerNationTeamErgebnis
1ALAPHILIPPE Julian

FRA

DECEUNINCK - QUICK - STEP75:18:49
2BERNAL GOMEZ Egan Arley

COL

TEAM INEOS+1:30
3THOMAS Geraint

GBR

TEAM INEOS+1:35
4.KRUIJSWIJK Steven

NED

TEAM JUMBO - VISMA+1:47
5.PINOT Thibaut

FRA

GROUPAMA - FDJ+1:50
6.BUCHMANN Emanuel

GER

BORA - HANSGROHE+2:14
7.QUINTANA Nairo

COL

MOVISTAR TEAM+3:54
8.LANDA MEANA Mikel

ESP

MOVISTAR TEAM+4:54
9.URAN Rigoberto

COL

EF EDUCATION FIRST+5:33
10VALVERDE Alejandro

ESP

MOVISTAR TEAM+5:58
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