Radsport

Tour de France - Regeländerungen 2018: Anzahl der Fahrer, Zeitgutschriften

Von SPOX
Bei der Tour de France gibt es einige neue Regeln.
© getty

Auch bei der 105. Ausgabe der Tour de France in diesem Jahr gibt es im Reglement wieder mehrere Veränderungen, die das Rennen vor allem spannender und spektakulärer machen sollen. SPOX gibt einen Überblick über Neuerungen beim größten Radrennen der Welt.

Die vier maßgeblichen Änderungen haben dabei einen direkten Einfluss auf das Renngeschehen. Vor allem die Reduzierung der personellen Teamstärke könnte die Kontrolle der Topteam verringern.

Die Regeländerungen bei der Tour de France im Überblick

  • Acht statt neun Fahrer pro Team.
  • Zeitgutschriften von drei, zwei und einer Sekunde kurz vor dem Etappenfinale der ersten neun Teilstücke.
  • Bei Sprintetappen wird erst ab einem Zeitunterschied von drei Sekunden zwischen ein Zeitunterschied zwischen zwei Fahrern gewertet.
  • Auf der 65 Kilometer kurzen 17. Etappe starten die besten 20 Fahrer des Gesamtklassement vor dem Hauptfeld direkt in den Anstieg.

Tour de France: Anzahl der Fahrer von neun auf acht reduziert

Die wohl größte Änderung in diesem Jahr ist die Anzahl der Fahrer pro Team. Statt neunköpfigen Aufgeboten darf jede Mannschaft in diesem Jahr nur acht Fahrer mit nach Frankreich nehmen. Dies hat zum einen Sicherheitsaspekte. So starten künftig nur noch 176 statt 198 Fahrer, was zu weniger Gedränge führen soll. Zum anderen könnte die Änderung auch taktische Auswirkungen haben, da die Topteams das Rennen möglicherweise schlechter kontrollieren können.

Zeitgutschriften während der Etappe

Während den ersten neun Etappen wird es - abgesehen vom Mannschaftszeitfahren - zukünftig neue Zwischensprints geben, die den ersten drei Fahrern eine Zeitgutschrift von drei, zwei beziehungsweise einer Sekunde einbringen. Die Zeitpunkte der Sprints wurden so gewählt, dass vor dem Etappenfinale eine zusätzliche Dynamik entsteht.

Diese Zwischensprints sind aber unabhängig von denen um Punkte in der Sprintwertung. Weiterhin erhalten bleiben die Zeitgutschriften für die drei Besten am Etappenende von zehn, sechs und vier Sekunden.

Neue Zeitnahme beim Zielsprint

Kommt bei einem Zielsprint der Tour de France eine große Gruppe von Fahrern gemeinsam an, wird diese zeitgleich zum ersten Fahrer gewertet. Bisher durfte maximal eine Sekunde zwischen zwei Fahrern liegen, um mit der gleichen Zeit gewertet zu werden.

Zukünftig erfolgt eine neue Zeitnahme erst, wenn mindestens drei Sekunden zwischen den Fahrern liegen. Dies gilt jedoch nur für die Sprintetappen. Das sind in diesem Jahr die Teilstücke 1, 2, 4, 7, 8, 13, 18 und 21.

Gipfelsturm auf der 17. Etappe

Ein ganz besonderes Format bei der diesjährigen Tour hat die 17. Etappe. Diese ist nämlich nur 65 Kilometer lang und führt über drei Berggipfel. Aufgrund der Kürze der Etappe starten die besten 20 Fahrer des Gesamtklassements in der Reihenfolge ihrer Platzierung (der Führenden als Erster usw.) direkt in den Anstieg. Das Hauptfeld folgt erst danach. So müssen die Kapitäne zunächst auf ihre Helfer verzichten.

Tour de France: Die Sieger der letzten zehn Jahre

JahrSieger
2017Chris Froome
2016Chris Froome
2015Chris Froome
2014Vincenzo Nibali
2013Chris Froome
2012Bradley Wiggins
2011Cadel Evans
2010Andy Schleck
2009Alberto Contador
2008Carlos Sastre
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