Radsport

Tour de France 2018: Favoriten, mögliche Etappensieger und die Deutschen im Check

Von Julian Alexander Fischer
Christopher Froome ist erneut der Topfavorit auf den Sieg bei der Tour de France.
© getty

Tour de France 2018: Die deutschen Teilnehmer

Insgesamt elf deutsche Fahrer stehen bei der diesjährigen Tour am Start. Abgesehen von Marcel Kittel besitzt nur noch Andre Greipel reelle Chancen auf einen Etappensieg. Meist verrichten die Deutschen Helferaufgaben für ihre Kapitäne.

  • Marcus Burghardt (Zschopau/Bora-Hansgrohe):

Für den Routinier ist es bereits seine zehnte Tour de France. Er wird als eine Art Capitaine de la Route fungieren, also des Fahrers der im Rennen die Mannschaft führt und Anweisungen gibt, ohne selber große Ambitionen zu haben. Vor allem bei der Kopfsteinpflaster-Etappe wird er seinem Kapitän Peter Sagan Helfer-Dienste leisten müssen.

  • Tony Martin (Cottbus/Katusha-Alpecin):

Auch Martin wird bereits seine zehnte Tour de France fahren. Sein Fokus liegt dabei vor allem auf dem Zeitfahren am vorletzten Tag, schließlich ist der Panzerwagen vierfacher Weltmeister in dieser Disziplin. Das bergige Profil kommt ihm aber nicht unbedingt entgegen.

  • Rick Zabel (Unna/Katusha-Alpecin):

Der Sohn des einstigen Weltklasse-Sprinters Erik Zabel spielt eine wichtige Rolle in Kittels Sprintzug und bereitet seinem Landsmann auf dem letzten Kilometer den Endspurt vor.

  • Nils Politt (Köln/Katusha-Alpecin):

Auch Politt ist Teil von Kittels Sprintzug und soll ihm dabei helfen, möglichst viele Etappensiege einzufahren.

  • Andre Greipel (Rostock/Lotto Soudal):

Der Gorilla war einst auch ein Sprinter auf Topniveau und hat bereits elf Etappen bei der Tour gewonnen. Mittlerweile scheint der 35-Jährige aber seine besten Tage hinter sich zu haben, war im Frühjahr zudem verletzt. Er wird versuchen um die Tagessiege mitzufahren, für einen Triumph wird es wohl nicht mehr reichen.

  • Marcel Sieberg (Castrop-Rauxel/Lotto Soudal):

Der beste Kumpel von Greipel ist bereits seit vielen Jahren sein direkter Anfahrer und Sprintvorbereiter. Er soll Greipel beim Endspurt in die bestmögliche Position bringen.

  • John Degenkolb (Gera/Trek-Segafredo):

Degenkolb ist eigentlich ein herausragender Klassikerspezialist und Etappenjäger, musste in diesem Frühjahr aber erneut eine lange Verletzungspause einlegen und ist noch nicht in Topform. Gerade auf der Kopfsteinpflasteretappe wird er aber versuchen, um den Sieg mitzufahren.

  • Nikias Arndt (Buchholz/Sunweb):

Auch Arndt wird Road Captain in seiner Mannschaft sein und seine Teamkollegen strategisch durch die einzelnen Etappen führen. Zudem ist er als Anfahrer für Michael Matthews eingeplant.

  • Simon Geschke (Berlin/Sunweb):

Seine Aufgabe liegt vor allem darin, seinen Kapitän Tom Dumoulin in den Bergen zu unterstützen. Dass er Qualitäten als Ausreißer hat, bewies er 2015 als der das 17. Teilstück gewann.

  • Paul Martens (Rostock/Team LottoNL-Jumbo):

Der 33-Jährige ist eine Art Mädchen für alles in seinem Team. Auf den flacheren Etappen hilft er im Sprintzug mit, sobald es bergiger wird, ist er auch dort gefragt.

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