Radsport

Tour de France 2018: Favoriten, mögliche Etappensieger und die Deutschen im Check

Von Julian Alexander Fischer
Christopher Froome ist erneut der Topfavorit auf den Sieg bei der Tour de France.
© getty

Tour de France 2018: Geheimfavoriten und Podiumskandidaten

Neben den großen Favoriten gibt es noch einige andere Fahrer, die die Möglichkeiten haben, vorne mitzufahren. Ein Podiumsplatz ist für sie allemal drin. Ein Gesamtsieg wäre allerdings eine große Überraschung.

  • Tom Dumoulin (Niederlande/Sunweb):

Der Niederländer ist seit dem Giro-Sieg im vergangenen Jahr in die Riege der großen Rundfahrer aufgestiegen und musste sich beim Giro in diesem Jahr nur Froome geschlagen geben. Die erste Grand Tour des Jahres könnte ihn aber entscheidend geschwächt haben, auch wenn er sich in der Zwischenzeit eine Ruhepause gönnt. Gegen ihn spricht auch die Strecke mit nur einem Einzelzeitfahren, der großen Stärke Dumoulins. In den bergigen Teilen hat er Nachteile gegenüber den kleinen Kletterern wie Quintana.

  • Rigoberto Uran (Kolumbien/EF Education First-Drapac):

Auch Uran war einige Zeit als Sky-Helfer aktiv, konnte sich seit seinem Weggang 2013 dann als Grand-Tour-Kapitän weiterentwickeln und schaffte mit dem zweiten Rang im vergangenen Jahr seinen bisher größten Erfolg. Sein bisheriges Jahr war solide, sein Team ist jedoch stärker als im vergangenen Jahr und er ist einer der besten Kletterer im Peloton. Am Ende ist Rigo aber wohl nicht so stark wie die Konkurrenz in Topform.

  • Adam Yates (Großbritannien/Mitchelton-Scott):

Der Brite beendete die Tour vor zwei Jahren völlig überraschend auf dem vierten Rang und schaffte seinen Durchbruch auf der internationalen Bühne. Er entwickelt sich seit Jahren konstant weiter. In diesem Jahr scheint er wieder sehr gut drauf zu sein. Bei der Dauphine-Rundfahrt direkt vor der Tour zeigte er sich in starker Form. Wenn alles passt, ist das Podium möglich.

  • Daniel Martin (Irland/UAE Team Emirates):

In den letzten Jahren hat Martin immer wieder bestätigt, dass er ein solider Mann für die großen Rundfahrten ist, in Normalform ist ihm immer ein Platz in den Top 10 zuzutrauen, mehr aber wohl auch nicht. Am Ende hat er wohl nicht die Qualität für einen Podiumsplatz.

  • Primoz Roglic (Slowenien/Team LottoNL-Jumbo):

Bei einer großen Rundfahrt konnte Roglic zwar noch nie in Erscheinung treten, dafür zeigte er sich in dieser Saison bei den einwöchigen Rundfahrten in herausragender Verfassung und gewann gleich drei Etappenrennen. In dieser Form sollte dem einstigen Skispringer auch sein erster großer Auftritt bei einer Grand Tour gelingen.

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