Kolumbianer Uran gewinnt Königsetappe

SID
Sonntag, 09.07.2017 | 17:14 Uhr
Richie Porte wurde nach seinem Sturz ins Krankenhaus gebracht
Advertisement
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 1
European Challenge Cup
Pau -
Agen
NBA
Lakers @ Cavaliers
NHL
Penguins @ Golden Knights
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 2
European Rugby Champions Cup
Ulster -
Harlequins
NBA
Spurs @ Rockets
BSL
Besiktas -
Galatasaray
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 3 -
Session 1
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 3 -
Session 2
NHL
Canadiens @ Senators
NBA
Jazz @ Cavaliers
World Championship Boxing
Billy Joe Saunders vs David Lemieux
Liga ACB
Barcelona -
Gran Canaria
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 4 -
Session 1
European Rugby Champions Cup
Wasps -
La Rochelle
European Challenge Cup
Cardiff -
Sale
Liga ACB
Obradoiro -
Real Madrid
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 4 -
Session 2
NBA
Kings @ Raptors
NHL
Blues @ Jets
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 5
NHL
Kings @ Flyers
NBA
Warriors @ Lakers
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Teneriffa
Basketball Champions League
Bonn -
Zielona Gora
NHL
Hurricanes @ Maple Leafs
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 6
NBA
Cavaliers @ Bucks
Basketball Champions League
Oldenburg -
Sassari
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 7
Basketball Champions League
Straßburg -
Bayreuth
NBA
Lakers @ Rockets
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 8
NBA
Celtics @ Knicks
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 9 -
Session 1
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 9 -
Session 2
Premiership
Warriors -
London Irish
NBA
Lakers @ Warriors
BSL
Darüssafaka -
Trabzonspor
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 10 -
Session 1
NHL
Jets @ Islanders
Liga ACB
Fuenlabrada -
Teneriffa
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 10 -
Session 2
Pro14
Connacht -
Ulster
NHL
Maple Leafs @ Rangers
NBA
Mavericks @ Hawks
Premiership
Leicester -
Saracens
NBA
76ers @ Knicks
NBA
Cavaliers @ Warriors
NBA
Wizards @ Celtics
Spengler Cup
Schweiz -
Riga
Spengler Cup
Kanada -
Mountfield
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 11 -
Session 1
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 11 -
Session 2

Chris Froome trotzte allen Widrigkeiten - doch das Sturzdrama um Richie Porte drängte alles in den Hintergrund. In einem dramatischen Finale der Königsetappe endeten die Hoffnungen des Australiers auf den Gesamtsieg bei der 104. Tour de France auf schockierende Weise. Der Tagessieg von Rigoberto Uran aus Kolumbien wurde zur Randnotiz.

Die Ergebnisse der 9. Etappe

Porte galt als größter Herausforderer des Titelverteidigers, der ehemalige Froome-Gefährte befand sich in der Form seines Lebens. Doch die heikle Abfahrt vom Mont du Chat zerstörte seine Träume. Porte rutschte bei hoher Geschwindigkeit in einer Linkskurve vom Asphalt, überschlug sich und prallte gegen eine Felswand. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, war aber zumindest bei Bewusstsein.

Schwer verletzt wurde der 32 Jahre alte Kapitän des Teams BMC Racing mit einer Halskrause erstversorgt und schnellstmöglich in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt laut Angaben seines Teams Brüche an Schlüsselbein und Hüftpfanne sowie großflächige Schürfverletzungen. Er sei stets stabil und bei Bewusstsein gewesen, eine Operation zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig. "Wenn alles nach Plan geht, könnte Richie Anfang August wieder auf dem Rad sitzen", erklärte Teamarzt Max Testa.

Solidarität mit Titelverteidiger

Froome unterstrich seine Rolle als Top-Favorit, nur der Vorjahreszweite Romain Bardet (Frankreich) setzte ihn im Finale unter Druck, wurde aber wieder gestellt. Den Tagessieg nach 181,5 ganz harten Kilometern in Chambery feierte dann im Sprint der Spitzengruppe Rigoberto Uran aus Kolumbien im Fotofinish vor dem Franzosen Warren Barguil, der zu früh jubelte. Froome behauptete seine Führung in der Gesamtwertung mit 18 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Fabio Aru.

Aru sorgte mit einer unfairen Aktion im letzten Anstieg zum Mont du Chat für Erregung. Als ein Defekt Froome stoppte, attackierte der Astana-Kapitän - doch die anderen Konkurrenten übten Solidarität mit dem Titelverteidiger und nahmen die Beine hoch.

Froome übernahm dann knapp 27 km vor dem Ziel selbst die Initiative und dünnte den Kreis seiner Rivalen aus. Der Kolumbianer Nairo Quintana fiel ebenso heraus wie Alberto Contador, der einen heftigen Einbruch erlebte. Die Anstrengung war den Top-Fahrern ins Gesicht geschrieben, jeder Einzelne, auch Froome, bewegte sich am Limit.

Nach einem Sturz von Rafal Majka trägt das deutsche Rundfahrt-Talent Emanuel Buchmann nun die Hoffnungen von Bora-hansgrohe auf eine gute Platzierung im Gesamtklassement. Das Missgeschick des Polen war für die deutsche Equipe der nächste herbe Dämpfer nach dem Tour-Ausschluss von Peter Sagan vor wenigen Tagen. "Der Sturz von Rafa war richtig scheiße", sagte Buchmann in der ARD.

Majka kam mit großem Rückstand ins Ziel, aber auch Buchmann verlor Zeit auf die Besten. "Ich bin nicht wirklich zufrieden, ich hatte den ganzen Tag zu kämpfen", sagte Buchmann, der auch für seinen Aufwand am Vortag bezahlte, als er ganz kurz vom Gelbe Trikot träumen durfte.

Tour bot einiges

Zermürbende Anstiege, riskante Abfahrten und eine erbarmungslose Tempohatz: Das womöglich schwierigste Teilstück der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt hielt, was es versprach. Und dazu waren nicht die Pyrenäen- oder Alpenriesen ntöig. 4600 Höhenmeter mussten auf 181,5 km zwischen Nantua und Chambery bewältigt werden, drei Berge der Sonderkategorie im französischen Jura, härter geht es kaum. Bereits 90 km vor dem Ziel am Grand Colombier, der Rampen mit bis zu 22 (!) Prozent Steigung bereithielt, hatte sich die Gruppe der Favoriten auf knapp 20 Fahrer reduziert.

Die Hitze der Vortage wich am Sonntag kühlerem Wetter und teilweise Regen. Die Straßen waren feucht, die ohnehin schon waghalsigen Abfahrten noch gefährlicher. Erste Sturzopfer gab es früh. Der Italiener Manuele Mori und der Niederländer Robert Gesink, am Samstag noch Etappenzweiter, mussten aufgeben. In der Schussfahrt vom Col de la Biche ging dann Froome-Helfer Geraint Thomas zu Boden und schied aus.

Am Samstag, als der Franzose Lilian Calmejane einen Ausreißercoup landete, hatten sich die Favoriten um Froome noch belauert. Am Montag dürfen sich die Profis in der Dordogne etwas von den bisherigen Strapazen erholen, bevor auf den folgenden Abschnitten wahrscheinlich die Sprinter wieder in den Vordergrund treten. Allen voran Marcel Kittel, der Star der ersten Tour-Woche.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung