Tour de France wird zum Thriller: Kampf um jede Sekunde

Spannend wie lange nicht

SID
Sonntag, 16.07.2017 | 18:45 Uhr
Christopher Froome hat das gelbe Trikot seit der 14. Etappe zurück
Advertisement
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg

Christopher Froome winkte hektisch, und erst Teamkollege Michal Kwiatkowski half ihm aus der Not. Als ein Defekt am Hinterrad ihn in einem denkbar ungünstigen Augenblick stoppte, geriet der britische Champion kurz in Panik. "Das war richtig Stress für mich. Ich musste das Maximum geben, um zurückzukommen", sagte der dreimalige Tour-Sieger, nachdem er unter Aufbietung aller Kräfte sein Gelbes Trikot am Sonntag behauptet hatte.

Die Panne hatte den Titelverteidiger ereilt, gerade als der drittplatzierte Franzose Romain Bardet am Col de Peyra Taillade (1. Kategorie) rund 40 km vor dem Ziel attackierte. Erst nach Unterstützung seines polnischen Sky-Helfers und einer beherzten Aufholjagd im Zentralmassiv, kam der erschöpfte Froome wieder an die Seite seiner härtesten Rivalen Fabio Aru und Bardet. 6:25 Minuten hinter Tagessieger Bauke Mollema (Niederlande) erreichte die Gruppe nach 189,5 km das Ziel in Le Puy-en-Velay, Froome wahrte damit den Status Quo.

Der 104. Frankreich-Rundfahrt winkt gleichwohl nach einer knallharten 15. Etappe, die in Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin einen glücklosen Ausreißer erlebte, auf dem Weg durch die Alpen nach Paris ein Herzschlagfinale sondergleichen - nach einem Wochenende, an dem Froome zumindest vorerst die Hackordnung wiederherstellte. Der Tour-Regent fährt wieder in Gelb, doch die Konkurrenz verlangt ihm alles ab.

"Dass ich so schnell wieder die Gesamtführung besitze, hätte ich nicht geglaubt", sagte der 32 Jahre alte Sky-Kapitän: "Es ist so eng an der Spitze, ab jetzt kämpfen wir um jede Sekunde."

Hier geht's zum Stand in der Gesamtwertung

Mit seinem Husarenstück auf der 14. Etappe, als er beim Sieg des Australiers Michael Matthews vom deutschen Team Sunweb im Bergaufsprint die Schwäche des Gesamtzweiten Aru eiskalt ausgenutzt hatte, kehrte Froome an die Spitze zurück - 48 Stunden nachdem der Italiener ihn verdrängt hatte. "Er liebt einfach Überraschungen", schrieb das Tour-Organ L'Équipe.

Verfolger in Schlagdistanz

Froome führt mit 18 Sekunden vor Aru (Astana), dem wiederum der französische Hoffnungsträger Bardet (AG2R/+0:23) und der Kolumbianer Rigoberto Uran (Cannondale/+0:29) im Nacken sitzen. Marcel Kittels Quick-Step-Kollege Daniel Martin (Irland/+1:12), der als einziger am Sonntag Zeit auf Froome gutmachte, und der Spanier Mikel Landa (+1:17) als zweiter Sky-Trumpf liegen ebenfalls in Schlagdistanz.

"Ich habe prophezeit, dass diese Tour meine größte Herausforderung wird", sagte der dreimalige Champion Froome - und darf sich bestätigt sehen. Insbesondere die Alpen-Etappen am Mittwoch über den Galibier und am Donnerstag auf den Col d'Izoard versprechen Höchstspannung. "Wir wussten, es wird ganz eng zugehen, und so ist es jetzt auch", sagte Froome.

Kaum einer der Mitfavoriten hatte bislang die Gelegenheit und auch das Vermögen, sich von seinen Konkurrenten entscheidend zu lösen. Die Tour-Choreographie mit insgesamt nur drei Bergwertungen und wenigen Zeitfahr-Kilometern hat bislang die Erwartungen des Veranstalters erfüllt. Die Dramaturgie spitzt sich zu.

Aru allein gegen Team Sky

Aru hatte am Samstag eine schlechte Position vor der giftigen Zielrampe und bezahlte dafür. Während Aru ("Ich habe es unterschätzt und bin zu weit hinten gefahren") bei Astana nach den Ausfällen zweier wichtiger Helfer nahezu auf sich allein gestellt ist, unterstreicht Sky bislang seine Dominanz.

Als einziger der Sieganwärter verfügt Bardet über eine annähernd ähnlich starke Mannschaft, die am Sonntag selbst Sky eindrucksvoll in die Defensive zwang. "Nichts ist unmöglich", sagte der 26-Jährige, der die Hoffnungen der Franzosen auf den ersten Tour-Triumph seit Bernard Hinault (1985) trägt.

Beim deutschen Team Sunweb herrschte derweil allerbeste Stimmung. Erst hatte Warren Barguil als Franzose am Nationalfeiertag in Foix am Freitag triumphiert, dann kochte Matthews in Rodez den favorisierten belgischen Olympiasieger Greg Van Avermaet ab. "Zwei Tage Champagner - es könnte schlimmer sein", meinte Simon Geschke, eine von zwei deutschen Fahrern in Sunwebs Tour-Team.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung