"Ein Sieg ist realistisch"

SID
Donnerstag, 14.07.2016 | 19:14 Uhr
Tony Martin hofft auf einen Etappensieg
© getty
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In den Sprints bolzte Tony Martin Tempo für Kumpel Marcel Kittel, in den Pyrenäen probte er seine neuerlichen Qualitäten am Berg, am Freitag fährt der deutsche Radprofi endlich selbst auf Sieg: Der dreimalige Weltmeister zählt im ersten Einzelzeitfahren der 103. Tour de France zum Kreis der Top-Favoriten, wenn er um 14.09 Uhr als 123. von 190 Fahrern auf die Strecke geht.

37,5 anspruchsvolle Kilometer liegen zwischen Martin und seinem insgesamt sechsten Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Der 31-Jährige rechnet sich viel aus. "Wenn ich sage, dass ein Zeitfahren etwas für mich ist, dann will ich auch gewinnen. Es ist realistisch", sagte Martin.

Die Etappe von Bourg-Saint-Andeol zur Caverne du Pont-d'Arc ist ein Fixpunkt ins Martins Saisonplanung. Nach dem Tour-Vorbereitungsrennen Critérium du Dauphiné begutachtete der gebürtige Cottbuser den Kurs, der durchaus fordernd ist. Bereits unmittelbar nach dem Start geht es knapp sieben Kilometer hinauf zur Côte de Bourg-Saint-Andéol (4,9 Prozent), vor dem Ziel wartet auf der kurvenreichen Strecke ebenfalls ein leichter Anstieg.

"Ich bin von dem Kurs sehr, sehr angetan. Es ist eine machbare Geschichte, wenngleich die Strecke sehr, sehr schwierig ist", sagte Martin, für den die Etappe auch ein ideales Vorbereitungsrennen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im kommenden Monat ist.

"Gold ist utopisch"

Das olympische Zeitfahren ist äußerst hügelig und damit vermutlich zu schwierig für Martin. "Gold ist utopisch. Ich würde mich freuen, um die Medaillen mitfahren zu können", sagte er. Dafür hat Martin nichts unversucht gelassen. Der Ex-Weltmeister hat merklich an Gewicht verloren, kommt so besser als in der Vergangenheit die Anstiege hinauf.

Zuletzt bewies Martin die gute Bergform in den Pyrenäen, als er am legendären Col du Tourmalet zu den Kletterassen Rafal Majka (Polen) und Thibaut Pinot (Frankreich) aufschloss und lange mithielt.

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