Tour de France - 11. Etappe

Sagan gewinnt - Froome zieht davon

SID
Mittwoch, 13.07.2016 | 17:19 Uhr
Sagan (M.) hatte das beste Ende für sich
Advertisement
Davis Cup Men National_team
Live
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Live
Penguins @ Bruins
Players Championship
Live
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Live
Leinster -
Newport
Premiership
Live
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Viertelfinale
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Halbfinale & Finale
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn
NBA
Warriors @ Hornets
European Challenge Cup
Toulouse -
Lyon
NHL
Islanders @ Penguins

Nach der erfolglosen Jagd auf den neuen Sprinter-Schreck Christopher Froome ließ Marcel Kittel seinem Ärger freien Lauf. "Wir haben das Finale anders geplant, es ist mies gelaufen", sagte der deutsche Top-Sprinter, den Froomes taktische Meisterleistung um die Siegchance gebracht hatte.

Mit einer Überraschungs-Attacke und Platz zwei hinter Weltmeister Peter Sagan nahm Froome seinem Rivalen Nairo Quintana schon einen Tag vor dem Showdown am Mont Ventoux erneut wertvolle Zeit ab.

Dopingskandal 2006: Jan Ullrichs Pakt mit dem Teufel

"Ich versuche, jede Chance zu ergreifen, die sich mir bietet", sagte der britische Tour-Dominator Froome, nachdem er in einer turbulenten, rasenden Anfahrt ins Ziel die heftigen Winde ausgenutzt und gemeinsam mit dem Slowaken Sagan den entscheidenden Angriff lanciert hatte: "Als Peter Sagan losgefahren ist, dachte ich mir: warum nicht? Mal sehen, was passiert. Es war in unser beider Interesse, zusammenzuarbeiten."

Die Sprinterteams um Kittel und Greipel konnten nicht folgen und verpassten damit die vermutlich drittletzte Siegchance der laufenden Frankreich-Rundfahrt. "Es war ein echt krasser Tag", meinte Kittel, der mit der ersten großen Verfolgergruppe sechs Sekunden hinter Sagan und Froome ins Ziel kam, aber anders als Greipel (8.) nicht mehr um eine Platzierung sprintete: "Dass wir die Gruppe nicht einholen, war sicher auch dem schweren Tag geschuldet. Es ist schade. Wir sind die letzten 20 Kilometer Vollgas gefahren."

Tour de France: Die 11. Etappe

Froome, der bereits am Freitag in den Pyrenäen mit einem unerwarteten Antritt auf der letzten Abfahrt zum Etappensieg und ins Gelbe Trikot gerast war, musste sich im Sprint um den Tageserfolg nur Sagan geschlagen geben. Der gebürtige Kenianer fuhr sechs Sekunden Vorsprung auf die große Verfolgergruppe um Quintana heraus, sicherte sich weitere sechs Sekunden Zeitgutschrift. In der Gesamtwertung führt er nun mit 28 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Adam Yates, Quintana ist mit 35 Sekunden Rückstand Vierter.

"Das war Wahnsinn"

"Irre, irre, irre", sagte Sagan, der seinen zweiten Etappensieg holte und die Führung im Kampf um das grüne Sprintertrikot ausbaute, "vor allem die Winde auf den letzten 15 km waren Wahnsinn. Und auf einmal war Froomey bei der Attacke dabei. Ihm ging es um Sekunden, mir ging es um den Etappensieg."

Schon am Donnerstag kann der 31 Jahre alte Froome zum nächsten Schlag gegen seinen kolumbianischen Widersacher Quintana ausholen, wenn es zur knüppelharten, wenngleich wegen erneut drohenden starken Winden um sechs Kilometer verkürzten Bergankunft auf dem legendären Mont Ventoux kommt. In den Steigungen scheinen die beiden Rivalen derzeit gleich stark - doch Froome hat mit seinen unerwarteten Nadelstichen gezeigt, dass er der eindeutig unberechenbarere und cleverere Fahrer ist.

Die elfte Etappe bot über weiteste Strecken das bekannte Flachland-Szenario: Frühzeitig war ein Duo bestehend aus dem Franzosen Arthur Vichot und dem Australier Leigh Howard ausgerissen, setzte sich aber nie gefährlich ab und wurde frühzeitig gestellt. Das Feld ging kein Risiko ein, zumal auf der Strecke tückische Windverhältnisse herrschten - mehrmals bröckelte das große Peloton auseinander, es ging überaus hektisch zur Sache.

"Das ist zwar auf dem Papier eine Sprintetappe, aber mit dem Wind könnten sich auch die Klassement-Favoriten einmischen", hatte Kittel vor dem Start gesagt: "Wir wollen aber natürlich für eine Massenankunft sorgen." Das ging letztlich gehörig schief, da Froome unerwartet volles Risiko ging.

Eine vorletzte Sprintentscheidung dürfte es am Samstag in Villas-les-Dombes geben - danach müssen Kittel, Greipel und Co. nach den Strapazen der Alpen auf das große Finale in Paris am 24. Juli hoffen.

Tour de France 2016: Die Gesamtwertung

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung