"Das Paradies der Helden"

SID
Montag, 28.07.2014 | 12:35 Uhr
Vincenzo Nibali war der große Dominator der Tour 2014
© getty
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Der Hai von Messina dominiert die Champs Elysees und die Schlagzeilen. Nach dem Triumph von Vincenzo Nibali bei der 101. Tour de France ist ganz Italien außer Rand und Band. Für das Radsport-Land ist der Gesamtsieger der Begründer einer neuen Ära und muss sich auch nicht vor großen Namen der Vergangenheit verstecken.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport (erstmals in Gelb erschienen): "Roi Nibali! Der Sizilianer siegt in Paris. Historischer Tag für unseren Sport, Vincenzo ist der siebte Italiener in Gelb. Ein Italiener im Rad fliegt über die Champs Élysées, das Paradies der Helden. Sein Sieg ist ein unvergesslicher Moment für unseren Sport und unser Land. Ein Sizilianer in Paris mit dem Triumphbogen im Hintergrund."

Corriere dello Sport: "König Nibali, ganz Italien feiert mit Vincenzo. Dieser demütige und zugleich siegeshungrige Sizilianer erobert die Tour de France. Les Italienes eroberten wieder Paris dank eines stolzen und hartnäckigen Sizilianers, der bei dieser Tour stets angegriffen hat."

Tuttosport: "König Nibali, die ganze Welt liegt zu seinen Füßen. Der internationale Radsport braucht einen Meister wie ihn, der mit instinktiven Initiativen das Beste zeigt. Wissenschaftliche Erfolge à la Wiggins und Froome verblüffen zwar, wärmen jedoch nicht die Herzen der Fans. Vincenzo hat mit seiner einfachen Art alle Tifosi erobert."

Repubblica: "Der Triumph des legendären Meisters. Nibali in der Legende der Tour. Der letzte Italiener in Gelb vor Nibali war Pantani vor 16 Jahren. Doch es handelt sich um zwei sehr unterschiedliche Radprofis, unterschiedlich wie ihre Erfolge in Frankreich."

La Stampa: "Fest und Millionen: Nibali, König in Paris. Er ist der neue goldene Mann des internationalen Radsports. Er wird mehr als Froome und Contador verdienen, Astana will ihn um jeden Preis behalten. Bis 2016 bleibt er beim kasachischen Team."

FRANKREICH

L'Equipe: "Mit Leichtigkeit bewältigte Vincenzo Nibali das Kopfsteinpflaster und das Hochgebirge. Der Allrounder hat seinen Weg zum ersten Tour-Sieg gemacht."

Le Monde: "Vincenzo Nibali, neuer König der Tour. Der Astana-Fahrer gewinnt seine erste Tour, nachdem er sie vom Start bis zum Ziel dominiert hat."

Le Figaro: "Nibali begründet eine neue Ära. Der Italiener ist unbelastet von der Vergangenheit."

ENGLAND

The Guardian: "Sechzehn Jahre und eine ganze Welt trennen Vincenzo Nibalis Tour-Triumph von dem Moment, als das letzte Mal ein Italiener im Gelben Trikot die Champs Élysées erreichte. Pantanis Sieg war geschmiedet im Chaos und der Kontroverse der Skandal-Tour 1998."

Daily Telegraph: "Ja, die Dinge mögen anders verlaufen sein, wenn Froome und Contador nicht augeschieden wären. Dennoch kann niemand sagen, dass Nibali diesen Sieg nicht verdient hat. Die unausweichlichen Doping-Fragen ist er mit Ruhe und Erhabenheit entgegengetreten. Es bleibt die Hoffnung, dass man auch in 20 Jahren Vertrauen in seine Leistungen haben kann."

Daily Mail: "Über drei Wochen hat Nibali flächendeckend dominiert, und er hätte das möglicherweise auch getan, wenn Chris Froome und Alberto Contador nicht gestürzt wären."

SPANIEN

Marca: "Nibali schreibt Geschichte. Er betrat die ausgewählte Gruppe von Fahrern, die die dreifache Krone geholt haben: Giro, Tour und Vuelta. Ein Italiener besteigt wieder das Podium in Paris nach Pantani 1998. Valverde wurde Vierter. Die Dominanz der Sprints lag bei Marcel Kittel. Diese Tour erhöht die Erwartungshaltung vor der Vuelta, die am 23. August beginnt."

AS: "Nibali gewinnt die Tour mit dem größten Zeitvorsprung der letzten 17 Jahre (7:37). Ein Sieger mit der Größe einer Tour. Nibali, ein authentischer Hai. Spanien beendet die Tour ohne Etappensieg und ohne Fahrer auf dem Podium."

Sport: "Vincenzo Nibali, dreimal groß. Der Italiener wird zum sechsten Fahrer, der seinen Namen in allen drei großen Rennen eingetragen hat. Nibali, ein Stern auf der Erde. Es war eine Partyetappe in Paris, in der der Deutsche Kittel einen Sieg wiederholen konnte. Valverde wieder mal auf verlorenem Posten bei der Tour. Paris feiert Nibali."

El Mundo Deportivo: "Kittel gewinnt die letzte Etappe, und Nibali ist Sieger. Der Deutsche wiederholte seinen Sieg im Sprint auf den Champs Élysées. Die Tour wurde zur Ehrung für den Italiener Vincenzo Nibali."

ÖSTERREICH

Kurier: "Ein neuer Held für eine Nation von Radlern. Vincenzo Nibali hat mit seinem Sieg in Frankreich viele Erinnerungen ausgelöst. Auch böse."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Pantani ist der gefallene, Nibali der neue Held. 16 Jahre nach Marco Pantani gewinnt mit Vincenzo Nibali wieder ein Italiener die Tour de France. Sein Erfolg ist auch eine Mahnung."

Die Gesamtwertung der Tour de France 2014

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