Schillernde Ausreden nach Dopingbefund

Vergiftungen, Bonbons und eine Affäre

SID
Donnerstag, 19.07.2012 | 14:51 Uhr
Vergiftet oder nicht - Fränk Schlecks Team Radioshack entschied, dass er die Tour beendet
© spox
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Fränk Schleck legte sich schnell fest und überraschte nach seinem positiven Dopingtest mit einer Verschwörungstheorie: Er sei vergiftet worden, mutmaßte Schleck. Auch andere Radprofis sind kreativ.
 

Die beste Geschichte dachte sich aber Tyler Hamilton aus, als ihm 2004 Fremdblutdoping nachgewiesen worden war. Er sei eine Chimäre, ein sogenanntes Mischwesen. Die fremden Zellen stammen von seinem noch vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruder.

Mittlerweile hat der Amerikaner umfassend gestanden und sogar seinen früheren Kapitän Lance Armstrong belastet - mit weit realistischeren Behauptungen.

Contadors gedoptes Steak

Verunreinigte Nahrungsmittel sind sozusagen der Klassiker, wenn es um Erklärungsversuche geht. Alberto Contador schob seinen positiven Test auf das muskelbildende Mittel Clenbuterol vor zwei Jahren auf ein verunreinigtes Steak.

Das Essen im Hotel sei so schlecht gewesen, dass der teameigene Koch dem Star im Mannschaftsbus flugs ein aus Spanien mitgebrachtes Kalbsfilet zubereitete.

Contadors Theorie war ebenso aberwitzig wie haltlos. Es folgte eine Sperre, die ihn noch bis August zum Zuschauer degradiert.

Mama Simonis Bonbons

Mit verbotenen Substanzen versetzte Lebensmittel kommen aber nicht nur aus Spanien. Auch in Peru soll es so etwas geben. Das behauptete zumindest Gilberto Simoni, als er 2002 positiv auf Kokain getestet worden war.

Diese leckeren Bonbons, die seine Mama aus Peru geschickt bekam, sollen verseucht gewesen sein. Anhänger für seine These fand er nicht, der Kletterspezialist wurde damals vom gerade laufenden Giro d'Italia ausgeschlossen.

Landis und der Whisky-Abend

Auch mit flüssigen Genussmitteln ist nicht zu spaßen. Floyd Landis legte bei der Tour 2006 einen nie gesehenen Parforceritt hin und eroberte einen Tag nach einem massiven Einbruch das Gelbe Trikot zurück, dass er nicht mehr abgeben sollte. Zumindest bis zu seinem positiven Test auf Testosteron.

Landis' Erklärung: Am Abend zuvor habe er in Sachen Whisky einfach nicht Nein sagen können. Mittlerweile hat Landis eingeräumt, dass die Geschichte Blödsinn war. Er hat ausgepackt und Armstrong umfassend belastet. Siehe Hamilton.

Rasmussens Versteckspiel

Es gibt sogar Fälle, in denen sich Profis auch Jahre später nicht für eine lustige Geschichte zu schade sind. Michael Rasmussen war 2007 von der Tour ausgeschlossen worden, weil er in der Vorbereitung mehrfach falsche Angaben über seinen Aufenthaltsort gemacht hatte. Da dass nicht erlaubt ist, wurde Rasmussen gesperrt.

Gedopt haben will er aber nicht. Vielmehr musste er lügen, sagte Rasmussen im vergangenen Jahr, damit seine Frau nicht erfährt, wo er steckt. Details nennen wollte er nicht, aber es gab da wohl eine andere Dame.

Beim früheren Telekom-Profi Christian Henn war der Schwiegervater Schuld. Um dem Kinderwunsch zu fördern soll er ihm einen Potenztee empfohlen haben, der schließlich zum erhöhten Testosteronwert geführt habe. Die Sportgerichte sahen es anders und sperrten Henn für sechs Monate.

Besonders einfallsreich war Mountainbikerin Ivonne Kraft. Der Asthma-Inhalator ihrer Mutter sei geplatzt und habe zum Fenoterol-Befund in ihrer Kontrolle geführt. Die Richter erwiesen sich gnädig und beließen es bei einer nachträglichen Disqualifikation.

Das Gesamtklassement der Tour

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