Valverde gewinnt 17. Etappe

Wiggins bremst Froome aus

SID
Donnerstag, 19.07.2012 | 17:28 Uhr
Wiggins hat gut lachen: Er bleibt vorn, Froome (r.) ist immer noch Zweiter
© Getty
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Im Schlepptau seines bärenstarken Teamkollegen Christopher Froome hat Bradley Wiggins in den Pyrenäen auch die letzten großen Hindernisse auf dem Weg zum ersten britischen Toursieg gemeistert. Der Bahn-Olympiasieger brachte auch auf der letzten Bergetappe der 99. Tour de France über 143,5 Kilometern von Bagneres-de-Luchon nach Peyragudes sein Gelbes Trikot sicher ins Ziel.

Bradley Wiggins lächelte gequält, als er in der Höhenluft von Peyragudes auf das große Podium der Tour de France stieg und sich zum elften Mal das Gelbe Trikot abholte. Eigentlich hätte der Bahn-Olympiasieger allen Grund zur Freude gehabt. Die letzte Bergetappe hatte er unbeschadet überstanden, der Weg zum ersten britischen Toursieg in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt ist geebnet. Wiggins steht vor der Krönung seiner Karriere, aber es wird wohl eine glanzlose bleiben.

Denn auf dem 17. Teilstück über 143,5 Kilometern von Bagneres-de-Luchon nach Peyragudes ist er auf dem Schlussanstieg ausgerechnet von seinem Teamkollegen und Gesamtzweiten Christopher Froome ein wenig vorgeführt worden. Bei der Verfolgung des späteren Etappensiegers Alejandro Valverde war Froome mehrmals seinem Kapitän kurz davon gefahren, ehe er das Tempo wieder rausnahm und Wiggins per Handzeichen zu sich herbei winkte.

Es war ein klares Zeichen von Froome an Wiggins, dass er eigentlich der Stärkere in den Bergen ist, die Teamorder im Sky-Rennstall die 99. Tour aber um einen spannenden Zweikampf bringt. "Vincenzo Nibali hatte nicht die besten Beine. Da habe ich zu Brad gesagt: 'Komm, jetzt fahren wir los'", schilderte Froome die Szene.

Los fuhr in erster Linie aber nur der Kronprinz, der 2:05 Minuten hinter Wiggins Gesamtzweiter bleibt. Der Mann im "Maillot jaune" hangelte sich dagegen im Schlepptau von Froome den 15,4 Kilometer langen Schlussanstieg hinauf und wurde schließlich Tagesdritter.

Wiggins dachte an den Tour-Sieg

Dass Wiggins unmittelbar davor steht, ein Stück Sportgeschichte zu schreiben, war offenbar ein Grund für seine Schwäche. "Als Nibali abgehängt war, dachte ich zum ersten Mal, dass ich jetzt die Tour gewonnen habe", sagte Wiggins: "Und dann wurde es richtig hart, denn ich habe die Konzentration verloren. Es schossen mir so viele Dinge durch den Kopf. Es war ein unglaubliches Gefühl."

Auf die Loyalität von Froome durfte er sich aber verlassen. Und so dürften die letzten 396 Kilometern bis zum Zielstrich auf den Champs Elysees in Paris zu einer Triumphfahrt für Wiggins werden. Dritter bleibt Nibali, der ein wenig Zeit verlor und nun einen Rückstand von 2:41 Minuten aufweist.

Nibali war beim letzten Pyrenäen-Ritt über fünf Berge, darunter auch der 1.755 Meter hohe Port de Bales, zunächst der einzige Fahrer, der noch einmal einen Angriff auf Wiggins wagte. Doch am letzten Berg ging dem Italiener die Luft aus. "Meine Beine haben ziemlich weh getan. Ich konnte nicht genug Druck ausüben. Ich war nicht in der Form meines Lebens. Das ist ein bisschen enttäuschend", sagte Nibali.

Valverde im Alleingang zum Sieg

So ging der Etappensieg an Valverde. Der Spanier hatte sich am vorletzten Anstieg aus einer Spitzengruppe gelöst und seinen insgesamt dritten Etappensieg nach 2005 und 2008 im Alleingang herausgefahren. So konnte der Movistar-Profi bei seiner ersten Tour-Teilnahme seit 2008 doch noch ein Ausrufezeichen setzen, nachdem er bei den letzten drei Auflagen der Frankreich-Rundfahrt wegen seiner Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes gefehlt hatte.

Der Franzose Thomas Voeckler sammelte unterdessen bei den ersten drei Bergwertungen des Tages weiter Punkte und baute seine Führung in der Bergwertung aus. Damit ist ihm das Gepunktete Trikot nicht mehr zu nehmen, so er denn Paris erreicht.

Am Freitag winkt den Sprintern die vorletzte Chance auf eine Massenankunft. Auf den 222,5 Kilometern von Blagnac nach Brive-la-Gaillarde sind nur noch Berge der dritten und vierten Kategorie zu bewältigen.

Die Etappe im Re-Live

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