Mittwoch, 18.07.2012

Wiggins unbeirrt auf dem Weg in die Tour-Geschichtsbücher

Voeckler gewinnt 16. Etappe

Bei der schweren Rückkehr zur Normalität nach dem Dopingskandal um Fränk Schleck hat die "Grande Nation" den nächsten Coup von Volksheld Thomas Voeckler bejubelt, doch der ganz große Gewinner auf der harten Klettertour durch die Pyrenäen hieß Bradley Wiggins.

Es war der zweite Etappensieg für Thomas Voeckler in diesem Jahr
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Es war der zweite Etappensieg für Thomas Voeckler in diesem Jahr

Denn als sich der Bahn-Olympiasieger in Bagneres-de-Luchon zum zehnten Mal in Folge das Gelbe Trikot überstreifte, waren für ihn die größten Hürden auf dem Weg zum ersten britischen Gesamtsieg in der Geschichte der Tour de France gemeistert. Nur noch eine Bergetappe am Donnerstag trennen Wiggins wohl vom großen Triumph, doch nach der erneut starken Vorstellung des Sky-Kapitäns glaubt kaum einer mehr an eine Überraschung bei der 99. Frankreich-Rundfahrt".

"Ich bin froh, dass wir diesen schweren Test bestanden haben. Man kann es sich nicht leisten, im Rennen locker zu lassen", sagte Wiggins nach dem Ritt unter drückender Hitze über vier schwierige Bergpässe, darunter dem berüchtigten Col du Tourmalet. Doch allmählich darf beim Team Sky der Champagner für Paris kalt gestellt werden, zumal in Christopher Froome auch der 2:05 Minuten zurückliegende Gesamtzweite aus dem britischen Rennstall stammt.

Am ehesten muss Wiggins noch die Attacken des drittplatzierten Italieners Vincenzo Nibali fürchten. Der Liquigas-Kapitän hatte es auch am letzten Anstieg des Tages versucht, doch Wiggins parierte im Schlepptau von Froome den Angriff souverän. Das Trio erreichte das Ziel 7:09 Minuten hinter Voeckler.

Tour de France 2012: Die zweite Woche
Wo ist Waldo? Die zweite Woche der Tour de France hatte jede Menge Berge auf dem Programm, und Berge = Fans überall. Da sieht man die Fahrer kaum
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Wo ist Waldo? Die zweite Woche der Tour de France hatte jede Menge Berge auf dem Programm, und Berge = Fans überall. Da sieht man die Fahrer kaum
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Bradley Wiggins fuhr bereits in Gelb, aber durch seinen Sieg im Zeitfahren baute er seinen Vorsprung aus. Da war auch Cancellara chancenlos
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Bradley Wiggins fuhr bereits in Gelb, aber durch seinen Sieg im Zeitfahren baute er seinen Vorsprung aus. Da war auch Cancellara chancenlos
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So ließ es sich den ersten Ruhetag genießen. Wiggins ist nur Haut und Knochen - aber auf dem Rad eine Maschine
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So ließ es sich den ersten Ruhetag genießen. Wiggins ist nur Haut und Knochen - aber auf dem Rad eine Maschine
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Es schlug die Stunde der Franzosen. Thomas Voeckler holte sich die 11. Etappe. Aber das reichte Team Europcar noch nicht...
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...denn am nächsten Tag schlug sein Teamkollege Pierre Roland zu und siegte auf dem Weg nach La Toussuire. Und das trotz Sturz!
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...denn am nächsten Tag schlug sein Teamkollege Pierre Roland zu und siegte auf dem Weg nach La Toussuire. Und das trotz Sturz!
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Das gepunktete Trikot riss sich der Schwede Fredrik Kessiakoff unter den Nagel. Sein Rezept: Ausreißen, was die Beine hergeben
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Das gepunktete Trikot riss sich der Schwede Fredrik Kessiakoff unter den Nagel. Sein Rezept: Ausreißen, was die Beine hergeben
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Bitter für Cadel Evans: Nachdem er im Zeitfahren viel an Boden verlor, konnte er Wiggins auch in den Bergen nicht Paroli bieten. Adé Titelverteidigung!
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Bitter für Cadel Evans: Nachdem er im Zeitfahren viel an Boden verlor, konnte er Wiggins auch in den Bergen nicht Paroli bieten. Adé Titelverteidigung!
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Härtester Konkurrent für Wiggins ist jetzt der Italiener Vincenzo Nibali, der ihm am Berg den einen oder anderen Nadelstich versetzen konnte
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Härtester Konkurrent für Wiggins ist jetzt der Italiener Vincenzo Nibali, der ihm am Berg den einen oder anderen Nadelstich versetzen konnte
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Nicht zu vergessen: Gorilla Greipel! Für den Rostocker gab es am Samstag bereits den dritten Etappensieg. Power pur!
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Nicht zu vergessen: Gorilla Greipel! Für den Rostocker gab es am Samstag bereits den dritten Etappensieg. Power pur!
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Aber am besten lachen haben natürlich die Fans von Bradley Wiggins. Go Wiggo, Paris ist nicht mehr weit
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Aber am besten lachen haben natürlich die Fans von Bradley Wiggins. Go Wiggo, Paris ist nicht mehr weit
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Vorjahressieger Evans ist geschlagen

Keine Gefahr dürfte dagegen mehr vom Vorjahressieger Cadel Evans ausgehen. Es erinnerte fast schon ein wenig an den Untergang des Luxusdampfers Titanic, als der geschlagene Australier mehr als fünf Minuten hinter Wiggins das Ziel erreichte und sich bei seinem Teamkollegen George Hincapie per Handschlag für die treuen Helferdienste bedankte.

Auf 8:06 Minuten ist der Rückstand des BMC-Kapitäns inzwischen angewachsen. "Cadel hat unter der Hitze gelitten und Magenprobleme gehabt", sagte Evans' Teamkollege Tejay van Garderen, der als Gesamtsechster nun sogar elf Sekunden vor seinem Chef liegt.

Den Tagessieg und das Gepunktete Trikot sicherte sich indes Voeckler, der nach 197 Kilometern im Alleingang vor dem Dänen Chris Anker Sörensen und dem Spanier Gorka Izagirre gewann. "Jetzt fällt der ganze Druck von mir ab. Das waren vier schwere Anstiege. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mir solche Etappen im Fernsehen angeschaut habe. Nun habe ich so eine Etappe gewonnen", sagte Voeckler, für den es der insgesamt vierte Tour-Etappensieg seiner Karriere war.

Tour de France 2012: Alle Etappen im Profil
Die 99. Tour de France bietet auf einer Strecke von 3497 km neun Flachetappen, vier hügelige Abschnitte, zwei Zeitfahren und fünf Tage am Berg. SPOX stellt die Etappen vor
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Die 99. Tour de France bietet auf einer Strecke von 3497 km neun Flachetappen, vier hügelige Abschnitte, zwei Zeitfahren und fünf Tage am Berg. SPOX stellt die Etappen vor
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Samstag, 30. Juni: Prolog in Lüttich (6,4 km)
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Samstag, 30. Juni: Prolog in Lüttich (6,4 km)
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Sonntag, 1. Juli: 1. Etappe von Lüttich nach Seraing (198 km)
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Sonntag, 1. Juli: 1. Etappe von Lüttich nach Seraing (198 km)
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Montag, 2. Juli: 2. Etappe von Visé nach Tournai (207,5 km)
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Montag, 2. Juli: 2. Etappe von Visé nach Tournai (207,5 km)
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Dienstag, 3. Juli: 3. Etappe von Orchies nach Boulogne-sur-Mer (197 km)
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Dienstag, 3. Juli: 3. Etappe von Orchies nach Boulogne-sur-Mer (197 km)
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Mittwoch, 4. Juli: 4. Etappe von Abbeville nach Rouen (214,5 km)
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Mittwoch, 4. Juli: 4. Etappe von Abbeville nach Rouen (214,5 km)
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Donnerstag, 5. Juli: 5. Etappe von Rouen nach Saint-Quentin (196,5 km)
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Donnerstag, 5. Juli: 5. Etappe von Rouen nach Saint-Quentin (196,5 km)
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Freitag, 6. Juli: 6. Etappe von Épernay nach Metz (207,5 km)
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Freitag, 6. Juli: 6. Etappe von Épernay nach Metz (207,5 km)
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Samstag, 7. Juli: 7. Etappe von Tomblaine nach La Planche des Belles Filles (199 km)
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Sonntag, 8. Juli: 8. Etappe von Belfort nach Porrentruy (157,5 km)
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Montag, 9. Juli: 9. Etappe von Arc-et-Senans nach Besancon (41,5 km Einzelzeitfahren)
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Mittwoch, 11. Juli: 10. Etappe von Mâcon nach Bellegarde-sur-Valserine (194,5 km)
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Mittwoch, 11. Juli: 10. Etappe von Mâcon nach Bellegarde-sur-Valserine (194,5 km)
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Donnerstag, 12. Juli: 11. Etappe von Albertville nach La Toussuire (148 km)
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Freitag, 13. Juli: 12. Etappe von Saint-Jean-de-Maurienne nach Annonay Davézieux (226 km)
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Samstag, 14. Juli: 13. Etappe von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach La Cap d'Agde (217 km)
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Sonntag, 15. Juli: 14. Etappe von Limoux nach Foix (191 km)
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Sonntag, 15. Juli: 14. Etappe von Limoux nach Foix (191 km)
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Montag, 16. Juli: 15. Etappe von Samatan nach Pau (158,5 km)
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Montag, 16. Juli: 15. Etappe von Samatan nach Pau (158,5 km)
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Mittwoch, 18. Juli: 16. Etappe von Pau nach Bagnères-de-Luchon (197 km)
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Donnerstag, 19. Juli: 17. Etappe von Bagnères-de-Luchon nach Peyragudes (143,5 km)
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Donnerstag, 19. Juli: 17. Etappe von Bagnères-de-Luchon nach Peyragudes (143,5 km)
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Freitag, 20. Juli: 18. Etappe von Blagnac nach Brive-la-Gaillarde (222,5 km)
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Samstag, 21. Juli: 19. Etappe von Bonneval nach Chartres (53,5 km Einzelzeitfahren)
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Samstag, 21. Juli: 19. Etappe von Bonneval nach Chartres (53,5 km Einzelzeitfahren)
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Sonntag, 22. Juli: 20. Etappe von Rambouillet nach Paris (120 km)
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Positive Dopingprobe Schleck überlagert sportliches Geschehen

Das sportliche Geschehen war allerdings vom positiven Dopingtest des Luxemburgers Fränk Schleck überlagert worden. Wie am Dienstagabend bekannt geworden war, ist der RadioShack-Profi am 14. Juli positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden. Dem 32-Jährigen droht eine Sperre von bis zu einem Jahr und der Tour ein weiterer Dopingfall eines prominenten Fahrers. Zur 16. Etappe war Schleck gar nicht mehr angetreten, stattdessen hatte er sich auf die Heimreise begeben.

Schleck beteuerte indes seine Unschuld: "Ich kann mir das Testergebnis nicht erklären und beantrage deshalb die Öffnung der B-Probe. Sollte die Analyse das erste Ergebnis bestätigen, werde ich Anzeige gegen unbekannt wegen Vergiftung erstatten."

Unterstützung erhielt er von seinem jüngeren Bruder Andy, dem Toursieger von 2010, der derzeit wegen eines Steißbeinbruchs zur Untätigkeit verdammt ist. "Bei meinem Leben und bei meiner Familie, bin ich sicher, dass er nichts genommen hat", sagte Andy Schleck der französischen Zeitung "Le Parisien". Auch Voigt sagt, dass er Fränk Schleck vertraue: "Er ist mein Freund, und ein Freund ist man auch in schlechten Zeiten. Ich glaube an ihn."

Prudhomme begrüßt Ausstieg des 32-Jährigen

Tourchef Christian Prudhomme bezeichnete die Entscheidung des Teams, Schleck aus dem Rennen zu nehmen, als "weise und die einzig mögliche", wollte den Fall aber nicht näher kommentieren: "Wir haben erfahren, dass die Kontrolle von Schleck einen abnormalen Wert aufwies. Das öffnet die Tür für viele Möglichkeiten, von einer Verwarnung bis zu einer Sperre."

So rollt die Tour auch am Donnerstag weiter. Dabei wartet erneut Schwerstarbeit in den Pyrenäen auf das Peloton. Auf der 17. Etappe über 143,5 Kilometer von Bagneres-de-Luchon nach Peyragudes müssen die Fahrer insgesamt fünf Bergwertungen bewältigen, darunter auch der mit der höchsten Kategorie versehene Port de Bales. Das Finale des Tages bildet der 15,4 Kilometer lange und durchschnittlich 5,1 Prozent steile Schlussanstieg nach Peyragudes.

Die Etappe im Re-Live

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