Montag, 19.07.2010

SPOX-Meinung zum Armstrong-Debakel

Selbstzerstörung eines Denkmals

Lance Armstrong fährt bei der diesjährigen Tour de France hinter der Konkurrenz und den eigenen Erwartungen her. Fehlende Power? Nicht nur! Der einst vom Ehrgeiz zerfressene Amerikaner lässt sein Team im Stich und gibt ein jämmerliches Bild ab. Ein Kommentar von Torsten Adams.

Lance Armstrong kündigte am 9. September 2008 sein Comeback in den Radsport an
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Lance Armstrong kündigte am 9. September 2008 sein Comeback in den Radsport an

kommentarKnapp zwei Jahre ist es her, da kündigte Lance Armstrong an, zurück in den Sattel zu kehren. Am 9. September 2008 spaltete die Meldung vom Comeback der Ikone die Radsport-Welt. "Das Schlimmste, was dem Radsport passieren konnte" und "Armstrong wird den Radsport retten". Es gab nur diese zwei Meinungen.

Heute fragt man sich: Warum hat Armstrong dieses Comeback gestartet? Was hat der 38-Jährige damit bezweckt?

Trend

Degradierung zum Helfer: Sollte Armstrong seine Teamkollegen besser unterstützen?

Ja
Nein

Anti-Krebs-Stiftung als Vorwand

2009, als er bei Astana unter Vertrag stand und noch Kapitän 1b hinter Alberto Contador war, schien es noch so, als wäre die Publicity für seine Anti-Krebs-Stiftung Livestrong sein größtes Anliegen.

Vom barmherzigen Samariter war vor Beginn der diesjährigen Tour allerdings nicht mehr viel zu hören.

Alleinherrscher Armstrong

Klar ist: Armstrong ist zurückgekommen, um die Tour noch einmal zu gewinnen. Ihm ging es um das Sportliche. Er wollte gewinnen. Er wollte den achten Triumph. Er wollte sein eigenes Denkmal auf ein noch größeres Podest stellen.

Ausschließlich darauf hatte er seinen Fokus gelegt. Ausschließlich dazu hat der Amerikaner sein eigenes Team RadioShack gegründet, in dem es nur einen Alleinherrscher gibt. Ihn selbst.

Eher Rad-Tourist denn Tour-Teilnehmer

Doch was nutzt einem das beste Rundfahrt-Team, wenn der Boss nur hinterher fährt? Armstrong gibt derzeit ein jämmerliches Bild ab. Sobald es bergauf geht, lässt er abreißen. Ohne Gegenwehr, ohne den Willen zu folgen.

Während Cadel Evans sich mit gebrochenem Ellenbogen die Berge hinauf quält, trudelt Armstrong gemächlich von Start- zu Zielort.

Die einstige Ikone macht momentan eher den Eindruck, als radele er als Tourist durch Frankreich statt ernsthaft an der Tour teilzunehmen. Derart schlecht, wie er sich in den letzten Tagen präsentiert, kann seine Form doch eigentlich gar nicht sein.

Lustlosigkeit oder Kalkül?

Auf der vergleichsweise einfachen Etappe nach Revel kassierte Armstrong satte 4:35 Minuten und witzelte kurz vor der Zieleinfahrt noch mit Teamkollege Jaroslaw Popowitsch. Von Kampfeswille keine Spur.

Sein Auftritt ließ nur zwei Schlüsse zu: Entweder hat Armstrong keine Lust mehr. Oder er spart sich Körner, um in den nächsten Tagen noch etwas Außergewöhnliches zu reißen.

Halbzeit-Bilanz zur Tour: Verfall der alten Helden

Lance Armstrong - Der Absturz des Tourminators
Er verzückte Millionen. Und steht am Ende doch als Persona non grata da. Lance Armstrong hat eine bewegte Karriere hinter sich. SPOX blickt auf einen in jeder Hinsicht "einmaligen" Sportler zurück
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Er verzückte Millionen. Und steht am Ende doch als Persona non grata da. Lance Armstrong hat eine bewegte Karriere hinter sich. SPOX blickt auf einen in jeder Hinsicht "einmaligen" Sportler zurück
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Der 17-jährige Lance beginnt, regelmäßig an Triathlons teilzunehmen
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Der 17-jährige Lance beginnt, regelmäßig an Triathlons teilzunehmen
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Er ist ein Vorzeigeathlet
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Er ist ein Vorzeigeathlet
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Doch schnell wird klar, dass seine Stärke das Radfahren ist. Mit 22 Jahren gewinnt er als jüngster Radprofi die Straßen-WM in Oslo
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Doch schnell wird klar, dass seine Stärke das Radfahren ist. Mit 22 Jahren gewinnt er als jüngster Radprofi die Straßen-WM in Oslo
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1995 fährt er zum ersten Mal die Tour de France zu Ende
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1995 fährt er zum ersten Mal die Tour de France zu Ende
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Nur ein Jahr später wird bei Armstrong Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert - er entscheidet sich gegen eine herkömmliche Chemotherapie
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Nur ein Jahr später wird bei Armstrong Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert - er entscheidet sich gegen eine herkömmliche Chemotherapie
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Er trainiert härter als je zuvor - der Sport soll ihm helfen, die Krankheit zu besiegen
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Er trainiert härter als je zuvor - der Sport soll ihm helfen, die Krankheit zu besiegen
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Vom Krebs geheilt, startet Armstrong 1999 bei der Tour de France, gewinnt vier Etappen
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Vom Krebs geheilt, startet Armstrong 1999 bei der Tour de France, gewinnt vier Etappen
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Das "Comeback des Jahrhunderts" ist perfekt. Er gewinnt die Tour zum ersten Mal, das US Postal Team feiert ihn
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Das "Comeback des Jahrhunderts" ist perfekt. Er gewinnt die Tour zum ersten Mal, das US Postal Team feiert ihn
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Zweiter wird Alex Zülle (l.) vor Fernando Escartin auf dem dritten Platz
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Zweiter wird Alex Zülle (l.) vor Fernando Escartin auf dem dritten Platz
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Tour de France 2000: Armstrong fährt schon wieder im Gelben Trikot
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Unvergessen bleiben dabei die Duelle mit dem mittlerweile verstorbenen Marco Pantani
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Unvergessen bleiben dabei die Duelle mit dem mittlerweile verstorbenen Marco Pantani
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Armstrong gewinnt die Tour, Ullrich wird Zweiter, Zabel gewinnt die Sprint-Wertung. Doch das war erst der zweite Streich...
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Armstrong gewinnt die Tour, Ullrich wird Zweiter, Zabel gewinnt die Sprint-Wertung. Doch das war erst der zweite Streich...
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...und der Dritte folgt sogleich. Für Jan Ullrich bleibt 2001 mal wieder nur der zweite Rang
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...und der Dritte folgt sogleich. Für Jan Ullrich bleibt 2001 mal wieder nur der zweite Rang
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Die Tour 2002: In keinem Jahr wurde es Armstrong so leicht gemacht wie in diesem. Ullrich nahm wegen diverser Krisen gar nicht erst Teil
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Die Tour 2002: In keinem Jahr wurde es Armstrong so leicht gemacht wie in diesem. Ullrich nahm wegen diverser Krisen gar nicht erst Teil
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Der vierte Tour-Sieg ist perfekt. Zweiter wird Joseba Beloki (l.), Dritter Raimondas Rumsas
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Der vierte Tour-Sieg ist perfekt. Zweiter wird Joseba Beloki (l.), Dritter Raimondas Rumsas
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100 Jahre Tour de France. Die Tour startet und endet wie 1903 in Paris
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100 Jahre Tour de France. Die Tour startet und endet wie 1903 in Paris
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Mit Sicherheit die spannendste Tour der letzten Jahre, geprägt durch den Zweikampf zwischen Armstrong und Ullrich
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Mit Sicherheit die spannendste Tour der letzten Jahre, geprägt durch den Zweikampf zwischen Armstrong und Ullrich
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Faire Geste: Einen Sturz von Armstrong nutzt Ullrich nicht aus, sondern wartet, bis sein Kontrahent wieder zu ihm aufgeschlossen hat
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Faire Geste: Einen Sturz von Armstrong nutzt Ullrich nicht aus, sondern wartet, bis sein Kontrahent wieder zu ihm aufgeschlossen hat
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Für sein sportliches Verhalten bekommt Ullrich nicht nur den "Fair Play Preis" des deutsche Sportbundes, sondern auch noch den Bambi verliehen
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Für sein sportliches Verhalten bekommt Ullrich nicht nur den "Fair Play Preis" des deutsche Sportbundes, sondern auch noch den Bambi verliehen
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Ullrichs Sportsgeist bleibt am Ende unbelohnt. Er wird mit 1:01 Minute Rückstand zum fünften Mal Zweiter
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Ullrichs Sportsgeist bleibt am Ende unbelohnt. Er wird mit 1:01 Minute Rückstand zum fünften Mal Zweiter
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Armstrong hingegen stellt mit seinem fünften Tour-Triumph in Folge den Rekord von Miguel Indurain ein
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Armstrong hingegen stellt mit seinem fünften Tour-Triumph in Folge den Rekord von Miguel Indurain ein
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Und auch in der Liebe könnte es nicht besser laufen. Im Herbst 2003 geben er und Sängerin Sheryl Crow ihre Beziehung öffentlich bekannt
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Und auch in der Liebe könnte es nicht besser laufen. Im Herbst 2003 geben er und Sängerin Sheryl Crow ihre Beziehung öffentlich bekannt
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Bei der Tour 2004 will Armstrong Geschichte schreiben und den alleinigen Rekord
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Bei der Tour 2004 will Armstrong Geschichte schreiben und den alleinigen Rekord
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Die Anwesenheit von Freundin Sheryl und Töchterchen Grace scheinen ihn geradezu zu beflügeln
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Die Anwesenheit von Freundin Sheryl und Töchterchen Grace scheinen ihn geradezu zu beflügeln
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Er düpiert die Konkurrenz, siegt als erster Mensch in der Geschichte zum sechsten Mal bei der Tour de France - und das auch noch in Folge
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Er düpiert die Konkurrenz, siegt als erster Mensch in der Geschichte zum sechsten Mal bei der Tour de France - und das auch noch in Folge
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Das Jahr 2005: Schon vor der Tour kündigt Armstrong seinen Rücktritt vom Radsport an. Es wird seine vermeintlich letzte Tour de France sein
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Das Jahr 2005: Schon vor der Tour kündigt Armstrong seinen Rücktritt vom Radsport an. Es wird seine vermeintlich letzte Tour de France sein
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Somit ist es auch Jan Ullrichs letzte Chance, den US-Amerikaner zu schlagen
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Somit ist es auch Jan Ullrichs letzte Chance, den US-Amerikaner zu schlagen
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Unerwartet kommt es aber zum erbitterten Dreikampf zwischen Ivan Basso, Jan Ullrich und Lance Armstrong
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Unerwartet kommt es aber zum erbitterten Dreikampf zwischen Ivan Basso, Jan Ullrich und Lance Armstrong
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Doch am Schluss triumphiert einmal mehr Lance Armstrong, Jan Ullrich wird nach einer vom Pech verfolgten ersten Woche in der Gesamtwertung Dritter
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Doch am Schluss triumphiert einmal mehr Lance Armstrong, Jan Ullrich wird nach einer vom Pech verfolgten ersten Woche in der Gesamtwertung Dritter
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Durch diesen Sieg verbessert er seine bereits historische Bestmarke auf sieben Siege in Folge
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Durch diesen Sieg verbessert er seine bereits historische Bestmarke auf sieben Siege in Folge
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Nach drei Jahren Pause gibt Armstrong 2009 sein Tour-Comeback beim Team Astana - und ist sofort Publikums- und Pressemagnet
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Nach drei Jahren Pause gibt Armstrong 2009 sein Tour-Comeback beim Team Astana - und ist sofort Publikums- und Pressemagnet
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Der Prolog in Monaco lief mit Rang zehn noch ganz gut, doch als es in die Berge ging, hatte Armstrong...
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Der Prolog in Monaco lief mit Rang zehn noch ganz gut, doch als es in die Berge ging, hatte Armstrong...
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...gegen die junge Garde um Andy Schleck und Alberto Contador das Nachsehen. Dennoch reichte es für Platz drei in Paris
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...gegen die junge Garde um Andy Schleck und Alberto Contador das Nachsehen. Dennoch reichte es für Platz drei in Paris
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2010 sollte mit dem eigenen Team RadioShack der ganz große Coup folgen: sein achter Sieg bei der Tour de France
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2010 sollte mit dem eigenen Team RadioShack der ganz große Coup folgen: sein achter Sieg bei der Tour de France
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Doch daraus wurde nichts. Am Ende hieß es Rang 23 für einen chancenlos hinterherfahrenden Lance Armstrong
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Doch daraus wurde nichts. Am Ende hieß es Rang 23 für einen chancenlos hinterherfahrenden Lance Armstrong
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Doch das große Ende folgte 2012. Armstrong wollte sich nicht mehr gegen die Dopingvorwürfe wehren. Es folgte ein Abschlussbericht der US-Antidopingagentur USADA, der...
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Doch das große Ende folgte 2012. Armstrong wollte sich nicht mehr gegen die Dopingvorwürfe wehren. Es folgte ein Abschlussbericht der US-Antidopingagentur USADA, der...
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...das System Armstrong schonungslos aufdeckte. Bestechungen, Drohnachrichten, Dopingprogramme - das Kartenhaus des Tourminators brach endgültig zusammen
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...das System Armstrong schonungslos aufdeckte. Bestechungen, Drohnachrichten, Dopingprogramme - das Kartenhaus des Tourminators brach endgültig zusammen
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Am Ende bleibt ein Mann zurück, der mit Hilfe von Doping zu einer Legende wurde - aber wohl nur die Spitze des Eisbergs im verseuchten Radsport war
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Am Ende bleibt ein Mann zurück, der mit Hilfe von Doping zu einer Legende wurde - aber wohl nur die Spitze des Eisbergs im verseuchten Radsport war
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Armstrong kündigt Überraschungen an

Dann das fette Statement über sein Propaganda-Instrument Twitter, kurz vor der Ax-3-Domaines-Etappe. "Ich freue mich auf die schweren Etappen. Es wird einige Überraschungen geben."

Zack. Das hatte gesessen. Vor Jahren wären seine Konkurrenten nach solch einer Aussage vor Schreck zusammengezuckt.

Armstrong kann nicht mithalten

Heute lassen Andy Schleck und Alberto Contador solche Aussagen kalt. Zu Recht. Denn was auf die Ansage folgte, war heiße Luft. Wieder am Berg abgehängt. Wieder ohne Ehrgeiz ins Ziel getrudelt.

Will Armstrong etwa einfach nur mitrollen? Geht ihm sein 38. Rang im Klassement nicht an die Substanz? Die Antwort: Armstrong kann nicht mehr!

Kein Kampfeswille, kein Ehrgeiz

Der einstige Patron ist ein anderer als vor seinem Comeback. Keine Spur von Explosivität. Schwächen im Zeitfahren, seiner einstigen Paradedisziplin. Einige mögen das in Zeiten von Doping-Skandalen als positive Erscheinung werten.

Doch wo ist Armstrongs Kampfeswille? Sein Sportsgeist? Die verbissene Miene, das Funkeln in den Augen, bei dem jeder wusste: Der will es allen zeigen. Fehlanzeige.

Armstrongs Verhalten eine Unsportlichkeit

Man könnte meinen, RadioShack würde nach Armstrongs katastrophalen Vorstellungen seine Strategie ändern. Man könnte vermuten, Armstrong würde sich in den Dienst von Leipheimer als Klassement-Bestem stellen. Ihn aus dem Wind halten, Führungsarbeit leisten. Mitnichten!

Ein Armstrong lässt sich nicht zum Helfer degradieren. Lieber grinsend im Ziel einrollen. Sein Verhalten ist eine Unsportlichkeit gegenüber seinen Kameraden. Er lässt seine Teamkollegen rücksichtslos im Stich.

"Armstrong wird es erwischen"

Ungeachtet seiner knapp 40 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung ist Armstrong zu Scherzen aufgelegt. "Ich werde aus der Tour aussteigen", sagte er in einem TV-Interview. Und fügte mit einem Lächeln an: "In Paris."

Es kommt einem so vor, als wolle der Amerikaner seine Angst vor den nicht enden wollenden Doping-Anschuldigungen überspielen. Erst kürzlich hatte sein Intimfeind Greg LeMond angekündigt: "Armstrong wird es erwischen, da bin ich mir sicher, er ist Geschichte."

Armstrongs schwächste Tour

Ob der siebenmalige Toursieger jemals des Doping-Missbrauchs überführt oder dafür belangt wird, bleibt abzuwarten.

Fakt ist: Seine letzte Tour wird als seine sportlich schwächste in die Geschichte eingehen. Von der jungen Garde wurde der Held früherer Tage regelrecht gedemütigt. Sein Comeback-Schuss ging ordentlich nach hinten los.

Lance Armstrong hat sein eigenes Denkmal in kleine Stücke zerschlagen.

Armstrong: "Es war ein großes Abenteuer"

Torsten Adams

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