Brite reagiert auf Rassismus-Vorwurf

Cavendish: "Ich bin ein Arschloch"

SID
Donnerstag, 16.07.2009 | 14:40 Uhr
Mark Cavendish gewann bei der diesjährigen Tour de France schon vier Etappen
© Getty
Advertisement
NHL
Live
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Viertelfinale
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Halbfinale & Finale
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn
NBA
Warriors @ Hornets
European Challenge Cup
Toulouse -
Lyon
NHL
Islanders @ Penguins
NHL
Flyers @ Canucks
NBA
Rockets @ Jazz
European Rugby Champions Cup
Glasgow -
Montpellier

Nachdem ihn eine Zeitung mit den Worten "Fucking Frenchies!" zitierte, geriet der Top-Sprinter Mark Cavendish unter Rassismus-Verdacht. Aber der Brite reagiert gelassen.

Mark Cavendish redet nicht lange um den heißen Brei herum. "Natürlich werde ich zu einigen Fahrern pampig, denn ich bin ein Arschloch", sagt der beste Sprinter der Tour de France mit einem breiten Grinsen.

Sekunden später wird er wieder ernst: "Aber ich bin kein Rassist. Die Nationalität oder die Hautfarbe sind irrelevant." Die Sprint-Shows von Cavendish geraten zur Nebensache, vielmehr muss sich der Brite den bohrenden Fragen zu seinen antifranzösischen Sprüchen stellen.

Beim Transfer vor dem Ruhetag war Cavendish in einer Warteschlange am Flughafen ausgeflippt. Weil es ihm nicht schnell genug ging, hatte er losgepoltert.

"Lange werden wir uns das nicht mehr gefallen lassen"

"Fucking Frenchies! Was für ein beschissenes Land. Immer derselbe Mist", zitierte ihn die Sporttageszeitung "L´Equipe" genüsslich.

Ein namentlich nicht genannter Fahrer sagte: "Cavendish ist ein Rassist. Er ist gegen Frankreich. Er sollte aufpassen. Lange werden wir uns das nicht mehr gefallen lassen."

Der Artikel erschien anonym, der Fahrer gab seinen Namen nicht preis. Den schnellen Jungspund von der Isle of Man bringt das erneut auf die Palme. "Weil es keine Doping-Geschichten gibt, müssen sie etwas anderes finden, worüber sie schreiben", sagt Cavendish.

Als arrogant galt er schon immer

Er würde gerne den Autor und den Fahrer treffen, "um die Sache zu regeln". Der Columbia-Profi gibt offen zu, dass er etwas schwierig sein kann. "Ich bin manchmal etwas hitzköpfig", sagt Cavendish. Aber er liebe es, nach Frankreich zu kommen und dort Rennen zu fahren, doch als Profi könne man nicht jedermans Freund sein.

Als arrogant galt Cavendish schon immer. Er plappert wie er sprintet - aggressiv, schnell und nach dem Motto: Keine Gefangenen machen. Der 24-Jährige setzt oft den ersten Punch und kommt dann - wenn es sein muss - mit einer versteckten Entschuldigung um die Ecke.

Hört man sich im Peloton um, so hielten es viele für besser, wenn er seine große Klappe - so amüsant sie auch manchmal sein mag - bald in den Griff bekäme. Cavendish reagiert trotzig wie ein kleiner Junge auf die ganze Aufregung.

"Ich nehme das als Kompliment, dass sie mit diesem Mist anfangen, denn an meinen Leistungen haben sie offensichtlich nichts auszusetzen", sagt der ManXpress.

Cavendish auf Rekordkurs

Seine Leistungen haben ihn auf eine Stufe mit dem britischen Rekordhalter Barry Hoban gestellt. Beide haben bereits acht Etappen bei der Tour gewonnen. Für Cavendish ist das allerdings eine zweifelhafte Ehre: "Barry ist schon ein netter Typ. Aber er hat Dinge in der Presse gesagt, die mich beleidigt haben."

Während er in den Sprints stets vorn zu finden ist, radelt Cavendish auf Bergetappen stets im Grupetto. Auch in dieser Sprintergruppe, die stets so fährt, dass sie im Zeitlimit bleibt, hat er sich schon unbeliebt gemacht.

Er hänge nur am Hinterrad und arbeite nicht mit, klagen die Fahrer. Cavendish lächelt auch diese Vorwürfe weg: "Ich muss meine Kräfte für bestimmt Momente im Rennen sparen."

Die 12. Etappe: Hinauf zu den Hügeln

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung