Radsport

Tony Martin von Tour de France ausgeschlossen

SID
Tony Martin darf die Tour de France nach einer Rangelei nicht beenden.

Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Cottbus/Jumbo-Visma) ist am Mittwoch von der Tour de France ausgeschlossen worden. Grund dafür ist eine Rangelei in der Schlussphase der 17. Etappe mit dem Briten Luke Rowe vom Team Ineos, auch Rowe wurde disqualifiziert.

Das teilte die Rennjury am Mittwochabend mit, auf der offiziellen Ergebnisliste wurden die Namen von Martin und Rowe mit dem Vermerk "aus dem Rennen" gekennzeichnet. Zudem müssen beide eine Geldstrafe von rund 900 Euro zahlen.

"Die Entscheidung ist ein Witz und vollkommen übertrieben. Tony hat zweieinhalb Wochen so extrem hart gearbeitet, auch mental viel Kraft gelassen, da sollte man gnädiger sein und die Verhältnismäßigkeit wahren", sagte Martins Manager Jörg Werner dem SID: "Die Jury hat diesen Ermessensspielraum."

Jumbo-Visma, das in Martin einen wichtigen Helfer für den Gesamt-Dritten Steven Kruijswijk (Niederlande) verliert, beriet am Mittwochabend über einen möglichen Einspruch. Rowe gehört zu den wertvollsten Unterstützern der beiden Tour-Mitfavoriten Geraint Thomas (Gesamt-2./Großbritannien) und Egan Bernal (5./Kolumbien).

"Um ehrlich zu sein, ist das für mich eine unglaublich harte Entscheidung", sagte Ineos-Teamchef David Brailsford. "Ich denke, wir haben beide unsere Arbeit gemacht. Wir haben vielleicht die Linie ein bisschen überschritten, aber unser Ausschluss ist zu hart", sagte Rowe: "Keiner von uns hat das verdient."

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