Radsport

Radsport: UCI plant neue Strategie im Kampf gegen Motordoping

SID
UCI-Präsident David Lappartient kündigte eine neues Vorgehen gegen Doping an
© getty

Der Radsport-Weltverband UCI will noch aktiver gegen technologisches Doping vorgehen. UCI-Präsident David Lappartient kündigte im Interview mit der Gazzetta dello Sport aus Mailand an, gemeinsam mit dem ehemaligen Teammanager Bob Stapleton (Telekom, HTC) am 30. Januar im Detail eine neue Strategie zu präsentieren.

Kernpunkte nannte der 44-jährige Franzose bereits jetzt: Der Verband will das Budget zur Bekämpfung erhöhen, um mehr Experten einsetzen zu können. Diese sollen verstärkt unter anderem mit Wärmebildkameras und Magnetresonanz-Untersuchungen gegen das Motordoping vorgehen.

"Wir werden außerdem die nationalen Radsportverbände bei der Bekämpfung dieses Phänomens unterstützen", sagte Lappartient, der im vergangenen September zum Nachfolger von Brian Cookson gewählt wurde.

Eine Dokumentation, an der auch die ARD beteiligt war, hatte jedoch die Effektivität der UCI-Tests infrage gestellt. 40.000 Tests hat die UCI in den vergangenen zwei Jahren in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen durchgeführt, allein 4000-mal kontrollierten Prüfer des Weltverbandes bei der Frankreich-Rundfahrt im Juli.

Ergebnisse? Negativ

Ergebnisse? Negativ. Nur einmal wurde eine Athletin überführt, 2016 bei den Radcross-Weltmeisterschaften, als bei der Belgierin Femke Van den Driessche ein verbotener Hilfsmotor gefunden wurde.

Die UCI setzt für ihre Tests ein speziell umgerüstetes Tablet ein, das mittels Magnetresonanz-Untersuchung versteckte Motoren ausfindig machen kann. Das Verfahren funktioniert, doch es eigne sich offensichtlich nicht zum Aufspüren fortschrittlicher Umbauten.

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