Ernüchterung bei deutschen Radlerinnen

SID
Samstag, 23.09.2017 | 18:23 Uhr
Die deutschen Damen enttäuschten bei der Rad-WM im Straßenrennen
© getty
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Das deutsche Frauen-Team um die frühere Zeitfahr-Weltmeisterin Lisa Brennauer und die routinierte Trixi Worrack hatte im WM-Straßenrennen einen enttäuschenden Auftritt. Beim Sieg der niederländischen Meisterin Chantal Blaak blieb in Bergen statt einer positiven Überraschung nur Ernüchterung.

Als schwache 42. war Brennauer nach 152,8 anspruchsvollen Kilometern mit 1:19 Minuten Rückstand die bestplatzierte Starterin des Bundes Deutscher Radfahrer.

Die BDR-Frauen schnitten damit bei den Titelkämpfen in Norwegen so schlecht ab wie noch nie in den 2000er Jahren. Im bisher längsten Rennen der WM-Geschichte bei den Frauen waren sie nur Passagiere und nicht imstande, entscheidende Akzente zu setzen. Die favorisierten Niederländerinnen nutzen dagegen ihre Stärke taktisch perfekt aus. Hinter Solistin Blaak gingen Silber und Bronze an Katrin Garfoot (Australien/0:28 Minuten zurück) und Titelverteidigerin Amalie Dideriksen (Dänemark).

Die zweite Medaille für den BDR hatte Junior Niklas Märkl zuvor nur knapp verpasst. Der 18-jährige Pfälzer musste sich beim Erfolg des Dänen Julius Johansen mit Rang vier begnügen. Den bisher einzigen Podestplatz für den deutschen Verband erkämpfte Lennard Kämna mit Silber im U23-Straßenrennen, auch bei den Profis sind die Aussichten am Sonntag nicht gut.

Ausgezeichnete Stimmung in Bergen, Sagan Favorit auf Titel

Die stimmungsvolle Atmosphäre entlang des Kurses war bereits ein Vorgeschmack auf den Höhepunkt zum Abschluss der Titelkämpfe, der zu einem Radsport-Festtag werden dürfte. "Es wird Gänsehaut pur wie bei der Tour de France oder sogar noch besser", glaubt der Freiburger Jasha Sütterlin.

Der slowakische Doppelweltmeister Peter Sagan startet als Favorit und könnte als erster Fahrer überhaupt zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. Die deutsche Mannschaft um Zeitfahr-Spezialist Tony Martin hofft nach dem krankheitsbedingten Ausfall von John Degenkolb auf eine Top-Ten-Platzierung.

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