Radsport

Froome wehrt alle Angriffe ab

SID
Christopher Froome könnte nach der Tour der France auch die Vuelta 2017 gewinnen

Der britische Tour-Sieger Christopher Froome ist nur noch eine schwere Etappe vom Double und seinem ersten Triumph bei der Vuelta entfernt. Der Sky-Kapitän kam beim Tageserfolg des Belgiers Thomas De Gendt (Lotto Soudal) über 146,7 km vom Naturpark Redes in Asturien nach Gijón gemeinsam mit seinen ärgsten Verfolgern im großen Feld ins Ziel.

Froome (32) führt in der Gesamtwertung vor dem großen Finale am Samstag weiter mit 1:37 Minuten vor dem Italiener Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida). Dahinter lauern der drittplatzierte Niederländer Wilco Kelderman vom deutschen Team Sunweb (+2:17), der Russe Ilnur Sakarin (Katjuscha-Alpecin/+2:29) sowie der spanische Routinier Alberto Contador (Trek-Segafredo/+3:34).

Contador versuchte auf seiner drittletzten Etappe als Radprofi noch mal alles, wurde bei seiner Attacke allerdings etwa zwei Kilometer vor dem Ziel von Froomes Sky-Team eingeholt. Am Sonntag wird Contador in Madrid unweit von seinem Heimatort Pinto seine Laufbahn beenden. Rundfahrt-Talent Emanuel Buchmann aus Ravensburg war in der Fluchtgruppe vertreten, kam letztlich aber mit 45 Sekunden Rückstand auf De Gendt als Zwölfter ins Ziel.

Froome in Fußstapfen von Anquetil und Hinault?

Froome wäre erst der dritte Profi, dem der Doppelschlag bei Tour und Vuelta in einem Jahr gelingt. 1963 hatte der große Franzose Jacques Anquetil, 1978 dessen Landsmann Bernard Hinault beide Rundfahrten gewonnen. Damals wurde die Vuelta aber noch zu Saisonbeginn und die Tour als letzte der drei großen Rundfahrten ausgetragen, die Ruhepause war dementsprechend größer. Umso höher wäre Froomes Leistung einzustufen.

Entschieden wird die Spanien-Rundfahrt wohl am Samstag im bis zu 23,5 Prozent steilen Finale am Alto de L'Angliru. Tags darauf endet die Vuelta in Madrid.

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