Radsport

Lappartient fordert UCI-Boss Cookson heraus

SID
David Lappartient wirft dem bisherigen UCI-Boss Cookson mangelnde Führungsstärke vor

UCI-Boss Brian Cookson wird bei der im September anstehenden Wahl zum Präsidenten des Radsportweltverbandes vom Franzosen David Lappartient herausgefordert. Lappartient, derzeit UCI-Vize und Präsident der Europäischen Radsport-Union, erklärte am Dienstag offiziell seine Kandidatur.

Der Brite Cookson hatte 2013 den skandalumtosten Iren Pat McQuaid mit dem Versprechen abgelöst, die Glaubwürdigkeit des Radsports wiederherzustellen.

Lappartient erklärte, er wolle "wirkliche Führungsstärke" zeigen und jetzt dabei helfen, den Radsport zu modernisieren. "Ich möchte aus der UCI einen starken und respektierten Verband machen. Es liegt an uns, das enorme Potenzial dieses Sports zu entwickeln", sagte der 44-Jährige, der zwischen 2009 und März 2017 den französischen Verband führte, in einem Statement. Die Wahl findet am 21. September am Rande der Straßenrad-WM in Bergen/Norwegen statt.

Lappartients Kandidatur kommt in einer für Cookson schwierigen Phase. Selbst aus der Politik in seiner Heimat kamen zuletzt Stimmen, die eine Wiederwahl nicht empfehlen. Cookson wird wegen Führungsschwäche für die Krise des britischen Radverbandes mitverantwortlich gemacht, die jüngst ein Bericht einer unabhängigen Kommission im Vereinigten Königreich verschärfte. Der 65-Jährige war von 1997 bis 2013 Präsident von British Cycling.

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