Radsport

Froome verteidigt Sky-Teamchef Brailsford

SID
Christopher Froome verteidigt David Brailsford

Der dreimalige Tour-de-France-Sieger Christopher Froome hat in der anhaltenden Debatte um den umstrittenen Sky-Teamchef David Brailsford nach längerem Schweigen Stellung bezogen und seinen langjährigen Weggefährten erstmals verteidigt.

"Er hat eine der besten Sport-Mannschaften der Welt aufgebaut. Ohne Dave B gäbe es kein Team Sky", sagte Froome, der Brailsfords Verdienste hervorhob.

Er könne für die gesammelten Erfahrungen und Möglichkeiten der letzten Jahre nicht dankbarer sein, so Froome, der seit 2010 für die britische Sky-Equipe fährt. Zwar seien Fehler gemacht, entsprechende Gegenmaßnahmen aber eingeleitet worden. Es enttäusche ihn sehr, welches Bild von Sky in den Medien entstanden sei.

Froome äußerte aber auch Verständnis für negative Sichtweisen und entschuldigte sich für die bisherigen Umgang mit der Affäre. "Wir müssen das künftig besser machen", sagte der 31-Jährige und fügte an: "Ich glaube an die Leute in meinem Umfeld und an das, was wir tun. Ich weiß, dass es Zeit brauchen wird, das Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür werde ich alles tun."

Brailsford hatte zuletzt erstmals Verfehlungen im Umgang mit den Dopinggerüchten beim britischen Radsport-Profiteam eingeräumt. Im Zentrum der Kontroverse steht eine fragwürdige Medikamentenlieferung aus dem Jahr 2011 an den damaligen Sky-Kapitän Bradley Wiggins. Sie soll laut Sky den Hustenlöser Fluimucil enthalten haben. An dieser Version gibt es allerdings Zweifel. Die britische Anti-Doping-Agentur UKAD ermittelt gegen Sky und den nationalen britischen Radsportverband British Cycling.

In der Vorwoche hatten Medien berichtet, dass Sky-Fahrer hinter vorgehaltener Hand über Rücktrittsforderungen gegen Brailsford diskutieren. Daraufhin erhielt Brailsford, der einen Abschied ausschloss, von einigen Sky-Fahrern öffentliche Rückendeckung. Froome hatte diese jedoch zunächst vermissen lassen.

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