Samstag, 26.11.2016

Sturzgefahr: Kleinere Teams bei großen Radrundfahrten

Nach Stürzen: Weniger Fahrer bei großen Rundfahrten

Safety first! Als Reaktion auf die zahlreichen schweren Stürze der Vergangenheit haben die großen Radsport-Rundfahrten eine Reduzierung ihrer Fahrerfelder beschlossen. Das gab die AIOCC, der Zusammenschluss der Veranstalter von Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta und weiterer Radrennen bekannt.

Statt bislang neun sollen bei den drei großen Rundfahrten zukünftig nur noch acht Fahrer pro Team zugelassen werden, insgesamt würde die Zahl von 198 Fahrern im Feld damit auf 176 sinken. Bei Klassikern wie Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt oder Paris-Roubaix sind künftig nur noch sieben statt acht Profis pro Mannschaft vorgesehen.

Der Radsport-Weltverband UCI reagierte mit einer Stellungnahme auf den Vorstoß. "Jede Regeländerung bedarf der Zustimmung des Professional Cycling Council (PCC), das die Rennveranstalter repräsentiert", hieß es in der Mitteilung: "Dieses Thema wurde beim letzten PCC-Meeting im November 2016 besprochen und entschieden, dass in den folgenden Monaten die möglichen Folgen einer Reduzierung betrachtet werden sollen." Eine Änderung für 2017 sei nicht beschlossen worden.

"Das Gebot der Sicherheit ist für uns verpflichtend", sagte Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme der französischen Nachrichtenagentur AFP. Neben der Reduzierung der Starter würden unter anderem auch die Anzahl der Absperrungen auf Flachetappen verdoppelt und der aufblasbare Torbogen vor dem letzten Kilometer abgeschafft, so der Franzose weiter.

Von der Verkleinerung der Teams versprechen sich die Organisatoren auch mehr Spannung für ihre Rennen. Weniger Fahrer würde für ein Team demnach auch weniger Kontrolle über das Rennen bedeuten.

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