Radsport

Alpecin-Ausstieg kein Thema

SID
Die Partnerschaft Giant-Alpecin ist nach Medienberichten in Zukunft fraglich
© getty

Eine Partnerschaft zwischen dem deutschen Shampoohersteller Alpecin und dem russischen Radsport-Team Katjuscha ist derzeit nach SID-Informationen äußerst unwahrscheinlich. Gerüchte dazu hatte am Sonntag die L'Equipe veröffentlicht.

Demnach habe sich das Bielefelder Unternehmen angeblich entschieden, beim deutsch lizenzierten Team Giant-Alpecin auszusteigen.

Ein Kommentar dazu war von Alpecin am Sonntag nicht zu erhalten. Erste Gerüchte zu einem möglichen Ausstieg waren aufgekommen, nachdem Top-Sprinter Marcel Kittel das Team im letzten Jahr verlassen hatte. Aktuell wird über einen Weggang von John Degenkolb am Saisonende spekuliert, der zu Trek-Segafredo gehen könnte.

Das Team Giant-Alpecin von Manager Iwan Spekenbrink betonte am Sonntag "die sehr gute Zusammenarbeit in allen Bereichen" mit ihrem Titelsponsor. Spekenbrink deutete überdies an, dass er weiteren Sponsorenzuwachs erhalten könnte. "Es gibt gute Neuigkeiten", sagte der Niederländer auf SID-Anfrage, "die uns erlauben, sowohl unser Männerprogramm als auch das Frauenprogramm zu verstärken."

Russisches Team unter Druck

Spekenbrink versicherte zudem, dass die deutsche Identität der Mannschaft von 2017 an noch deutlicher erkennbar werden soll. Ein neu gegründetes Nachwuchsteam soll etwa von einem deutschen Stützpunkt aus geleitet werden. Dazu sei geplant, die Zahl der deutschen Fahrer im WorldTour-Aufgebot zu erhöhen. "Im Nachwuchsteam wird dann die nächste Generation entwickelt mit einem großen Kern der besten deutschen Talente", sagte Spekenbrink. Das WorldTour-Team operiert allerdings weiter von Deventer/Niederlande aus.

Hintergrund der Alpecin-Spekulationen könnte indes sein, dass Katjuscha um den einflussreichen Chef des Hauptsponsors Igor Makarow vermutlich wegen der aktuellen Gemengelage im russischen Sport unter Druck steht und nach gut beleumundeten Partner im Ausland sucht. Kontakt zu Alpecin soll es auf Initiative Katjuschas gegeben haben.

Auch mit dem Schwarzwälder Sanitärprodukt-Hersteller hansgrohe hatte die russische Equipe nach SID-Informationen Gespräche aufgenommen, bevor dieses sich mit dem deutschen Noch-Zweitligisten Bora-Argon 18 auf eine zunächst dreijährige Partnerschaft verständigte.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung